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Bühne

Erbsen-Musical tourt durch Bayern

Der niederbayerische Autor Tom Bauer hat dem Märchen vom Aschenputtel einen neuen Anstrich verpasst. Es kommt im Mai auch nach Straubing.

Sängerin Eva Petzenhauser gibt im Erbsen-Musical von Tom Bauer (rechts) das „Oschnputtl“. Foto: lbn

Straubing.Es ist das vielleicht bekannteste Märchen der Welt – und jetzt hat es einen neuen Anstrich bekommen. Tom Bauer, Musiker und Autor aus dem Landkreis Dingolfing-Landau, hat ein Musical gezaubert, das zum Träumen und Staunen anregt und bei dem das Lachen nicht zu kurz kommt. „Oschnputtl – das Erben-Musical“ heißt das Stück, das nach den ersten Vorstellungen im September und Oktober in Landau durch Bayern tourt. Am 4. Mai gastiert die Produktion in der Joseph-von-Fraunhofer-Halle in Straubing.

Er hat die Texte geschrieben, die Musik, und er hat auch die Produktion übernommen: „Oschnputtl“ ist das Kind von Tom Bauer, der sich mit seinem ersten eigenen Musical einen lang gehegten Wunschtraum erfüllt hat.

Über 60 Auftritte im Jahr

Mit seiner Band, den Bluesbriederchen, steht er schon lange auf der Bühne, in den letzten Jahren hat er auch als Autor für Furore gesorgt: Die „Grimminellen Gschichten“ sind Märchen auf bayerisch, ein bisserl modernisiert und sehr, sehr witzig. Der enorme Erfolg dieses Erstlings, 2009 im Eigenverlag herausgegeben, machte Tom, der aus Moosfürth bei Landau/Isar stammt, überregional bekannt – mit über 60 Auftritten im Jahr, auf allen möglichen Kleinkunstbühnen in Bayern, aber eben auch vor dem bayrischen Landwirtschaftsmister in der Münchner Residenz, im Radio und selbst im Fernsehen.

Bereits die Kleinkunstauftritte mit den „Gschichten“ sind keine reinen Lesungen, sondern eine Mischung aus Kabarett- und Instrumental-Einlagen. Unterstützt wird er dabei oftmals von Gitarrist Michael „Mich“ Reiß und Illustrator Achim Wimmer, der als Live-Zeichner fungiert.

Die Idee reifte über Jahre

Doch jeder Künstler will und muss sich weiterentwickeln. Und ein Musical zu schreiben, war schon seit 2006 eine von Toms Ideen gewesen. Jedoch ist die Realisierung eines solch großen Projekts eine aufreibende und sogar riskante Sache, die ein größeres Team erfordert. Doch Tom Bauer konnte auf ein vielköpfiges Netzwerk an Künstlern zurückgreifen, das durch eine Vielzahl seiner Musik- und Kleinkunstaktivitäten über die Jahre angewachsen ist. Und mit deren Hilfe war es doch zu stemmen. Die Wahl des Stoffes gestaltete sich einfach – „Oschenputtl“! (Bei den Gebrüder Grimm fälschlicherweise “Aschenputtel” benannt.). Dass es gleichzeitig das wohl bekannteste Märchen der Welt ist, kann natürlich als glücklicher Umstand oder eben als Fügung gesehen werden, denn Oschnputtl (in Tom Bauers Version) ist in den „Gschichten“ nur aus Platzgründen nicht aufgenommen worden.

Tom Bauer stürzte sich also ab Oktober 2010 kopfüber hinein in das Abenteuer „Musical-Produktion“. Es musste die Finanzierung gestemmt, eine Stadthalle (Landau) gebucht und der Kartenvorverkauf kalkulieren bzw. organisiert werden. Ferner galt es, ein Team zusammenzustellen, Marketing und Werbung zu planen und anzukurbeln, dafür ein erstes Fotoshooting zu organisieren, die benötigten Kostüme zu leihen und…und …und. Und es sollte doch auch die Handlung des Musicals geschrieben werden.

Hilfreich wäre es zudem, wenn man die Lieder dafür selbst komponieren kann. Das Schreiben und Komponieren waren allerdings für Tom in der jeder Phase der kleinste, aber auch der schönste Teil der Arbeit. Harte Arbeit liegt hinter ihm und dem 30-köpfigen Team, darunter neun hochkarätige Darsteller plus Zweitbesetzung und eine fünfköpfige Live-Band, die „Brima Stadtmusikanten“. „Alles wurde in jeder Hinsicht professionell produziert“, erzählt Tom Bauer. Er selbst fungiert in dem Musical als Erzähler, der den roten Faden gekonnt durch das Stück gleiten lässt.

Die Hauptrolle, das „Oschnputtl“, wird von Sängerin Eva Petzenhauser verkörpert, die mit ihrer Stimme schon bei vielen Auftritten für Begeisterung gesorgt hat. Die Erwartungen der Fans von Tom Bauer in seinem Heimatlandkreis sind groß: Bereits ein Jahr vor der Premiere war diese restlos ausverkauft, ebenso wie die fünf folgenden Vorstellungen. So war die Landauer Stadthalle restlos gefüllt, und die Zuschauer erlebten eine begeisternde erste Vorstellung, in der sie Tom Bauer und seine muntere Märchen-Truppe in die bunte Welt der Gebrüder Grimm entführte. Freilich geht es im 21. Jahrhundert ein wenig anders zu als zur Epoche der berühmten Märchenschreiber - so kommt unter anderem ein Geschirrspüler zu, der zeigt, dass „Oschnputtl“ in der Moderne angekommen ist. Nach den erfolgreichen Vorstellungen in Landau geht „Oschnputtl“ nun auf Tour: Am 23. Februar in der Stadthalle Roding, am 3. März in der Stadthalle Dingolfing, am 9. März im Bürgersaal Ergolding, am 14. Juni im Schlachthof in München und am 19. Oktober in der Stadthalle in Deggendorf. „Viele weitere Auftritte sind momentan in Planung und immer aktuell unter www.oschnputtl.de abrufbar“, sagt Tom Bauer.

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