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Wirtschaft

In Wallmühle befinden sich die Umsätze im Sinkflug

Starts und Landungen sind rückläufig. Die GmbH schreibt gerade noch schwarze Zahlen. Die Erlöse verringerten sich 2009 um 6,8 Prozent.
Von Johann Haas, MZ

Der Flugplatz Straubing-Wallmühle ist für die Gesellschafter kein Renditebringer. Foto: Haas

Straubing. Die weltweite Wirtschaftskrise ging 2009 auch am Straubinger Flugplatz Wallmühle nicht spurlos vorüber. Die Flugbewegungen verminderten sich um etwa 6,6 Prozent, das Fluggastaufkommen um 6,3 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Derzeit laufende Baumaßnahmen auf dem Flugplatzgelände tragen dazu bei, dass die Geschäftsführung auch in den nächsten Jahren nicht mit einem positiven Ergebnis rechnet. Gesellschafter der Flugplatz Wallmühle GmbH sind die Stadt Straubing und der Landkreis Straubing-Bogen mit einem Stammkapital von insgesamt knapp über einer Million Euro.

Wie Kreiskämmerer Siegfried Hoefert diese Woche im Kreistag bekannt gab, ist die Flugplatz Wallmühle GmbH die mit Abstand größte Beteiligung des Landkreises an Unternehmen. 512000 Euro beträgt die Einlage. Und dabei geht es darum, den Verkehrslandeplatz zu erhalten, weiter zu entwickeln und auch zu betreiben. Die beiden Geschäftsführer, Dipl.-Ing. Wilhelm Gürster (Landkreis) und Dipl.-Betriebswirt Klaus Hofmann (Stadt), kümmern sich seit zwei Jahren um die Geschäfte.

Die Flugbewegungen haben sich 2009 um 6,6 Prozent auf 21221 verringert, wobei sich der Gewerbe- und Werkverkehr sogar um 12,4 Prozent verminderte, aber noch mehr als die Hälfte der gesamten Flugbewegungen ausmachte. Das Fluggastaufkommen verminderte sich von 53306 auf 49912 Passagiere (minus 6,3 Prozent). 2009 wurden 1877 Auslandabfertigungen vorgenommen (2008: 2031)

Die Umsatzerlöse verminderten sich um 6,8 Prozent auf 646704 Euro. Hoefert führte dies im Wesentlichen auf den Rückgang der Erlöse aus Start- und Landegebühren um 8,7 Prozent auf 114544 Euro zurück. Auch der Rückgang der Provisionserlöse für Kraftstoffverkauf um etwa 33,5 Prozent trug dazu bei. Insgesamt wurde 2009 noch ein Jahresüberschuss von 7528 Euro (Vorjahr: 50328 Euro) erwirtschaftet.

Die geplante Erweiterung des Flugplatzgeländes für die Ansiedlung luftfahrttechnischer Betriebe und die Errichtung von Einstellhallen erfordert laut Kreiskämmerer Hoefert „einen erheblichen Finanzbedarf“, der mithilfe zu erwartender, wenn auch geringer, Zuschüsse seitens des Landes durch die Flugplatz Wallmühle GmbH und durch Eigenmittel bzw. Kredite gedeckt werden könne. Die geplanten Maßnahmen sollen in mehreren Bauabschnitten realisiert werden.

Für die Geschäftsjahre 2010 bis 2013 sind weitere umfangreiche Maßnahmen zur Instandsetzung und Reparatur der bestehenden Gebäude sowie der Vorfelder der Start- und Landebahn erforderlich. Des Weiteren ist der Bau von zusätzlichen Einstellhallen und Produktions- und Bürogebäuden geplant. Das wird sich auch auf die Betriebsergebnisse auswirken.

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