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Open-Air

10 000 rocken mit Oomph! in Pförring

Bombenwetter, riesen Stimmung und Hammer-Rock: An das „Umsonst und Draußen“-Festival am Baggersee werden Bands und Besucher noch lange denken.
Von Alex Reichmann, MZ

  • Rund 10 000 Menschen wollten am zweiten Tag Oomph! erleben. Foto: Reichmann
  • „Letzte Instanz“ waren am Freitag Headliner. Foto: Reichmann
  • Kumpels-Vorstand Klaus Kügel mit Bürgermeista und die Gemeinderäte Foto: Reichmann

PFÖRRING.Das Open Air der Lustigen Kumpels am Pförringer Baggersee hat sich in den letzten Jahren einen besonderen Ruf erarbeitet. Nämlich den, ein Magnet für schlechtes Wetter zu sein. Regen, Kälte und sogar zwei Konzertabbrüche wegen Gewitter und Sturm haben die Lustigen Kumpels als Veranstalter und ihre treuen Besucher mitmachen müssen.

Heuer, bei der 24. Auflage eines der großen „Umsonst und Draußen“-Festivals in Bayern, trauten viele, die die vergangenen Jahre miterlebt und miterlitten hatten, ihren Augen nicht. Wunderschönes Sommerwetter, bis in die Nacht hinein Temperaturen gut über 20 Grad und das an beiden Festivaltagen. Es war also angerichtet für ein hervorragendes Open Air Konzert.

Und das begann bereits am Freitag vor rund 5000 begeisterten Musikfreunden. „Ich kann mich schon gar nicht mehr erinnern, wann wir mal am Freitag so viele Leute hier hatten“, freute sich Bernd Wölfl, Pressesprecher der Lustigen Kumpels Pförring.

Die Ehre, das 24. Open Air am Baggersee zu eröffnen, hatte die Band „Voltraid“ aus Ingolstadt. Sie sorgten mit hartem Rock in Anlehnung an AC/DC gleich für den richtigen Paukenschlag.

Dann ging es international weiter. Die Heavy-Metaller von „Wisdom“ waren aus Ungarn angereist. Die fünf Musiker standen bereits überall auf der Welt auf der Bühne, mit Größen wie „Iron Maiden“, „Helloween“ oder „Judas Priest“. Seit dem Wochenende dürften sie wohl auch in Deutschland einige Fans mehr haben.

Fans haben „Letzte Instanz“ in Deutschland schon eine ganze Menge. Das sah man beim Headliner vom Freitag sofort. Kaum waren Sänger Holly Loose, Cellist Benni Cellini mit seiner unverwechsel- und unbezähmbaren roten Haarpracht und Co. auf der Bühne, schon bebte der Baggersee. Deutsche Texte und eine Mischung aus schneller, harter Musik und ein paar leisen Tönen war auch in Pförring ihr Erfolgsrezept. Die Jungs hatten auf der Bühne ihren Spaß und ließen sich am Ende sogar zu einem Stagedive hinreißen. Den Abschluss machte am Freitag die zweite Band aus Ungarn, nämlich „Firkin“ mit einer Art „Punk-Folk-Rock“.

Am zweiten Festivaltag standen gleich fünf Bands auf der Bühne. Und schon früh hatten sich jede Menge Menschen am Baggersee versammelt. Nach „Wir und die anderen“ übernahm die bayerische Reggae-Band „Bürgermeista und die Gemeinderäte“ und sorgte für ein echtes Highlight. Die Drohung, bei mieser Stimmung eine Runde „Straf-Jazz“ zu spielen, hätte es gar nicht gebraucht. Man konnte gar nicht anders als zu grinsen, mitzutanzen und mitzusingen. Nach einer weiteren Metal-Band, „Soon“ aus Hamburg, übernahmen mit „Oomph!“ die lange erwarteten Headliner des Wochenendes. Ihre Songs wie „Augen auf!“, „Fieber“ oder „Das weiße Licht“ stürmten in den vergangenen Jahren die Charts und die drei Musiker stürmten die Bühne in Pförring wie in 24 Jahren zuvor kaum eine Gruppe. Rund 10.000 Menschen wollten „Oomph!“ hören und ab der ersten Sekunde „waren alle in Extase“, berichtete Bernd Wölfl. Er selbst habe es selten erlebt, dass ein Publikum bei einer Band so intensiv mitgehe.

Nach dem vielumjubelten Auftritt sorgten „Echoes“ für den Abschluss des 24. Open Air am Baggersee. Die Pink-Floyd-Coverband rockte die Sommernacht mit Hits einer der größten Musikgruppen aller Zeiten und bot nebenbei auch noch eine Lichtshow, die wunderbar ins Ambiente passte.

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