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Aktion

200 Wärmflaschen für die Nächstenliebe

Der Jugendgottesdienst der Pfarrei Abensberg für mehr Wärme in der Gesellschaft wurde zum Erfolg.

Knapp 200 Flash-Mobber trafen sich auf dem Karmelitenplatz. Foto: Neumaier

Abensberg.Da standen sie nun und wedelten mit ihren Wärmflaschen. Die Wärmflasche als Symbol der Nächstenliebe – das zelebrierten am Freitag etwa 200 Menschen am Abensberger Karmelitenplatz. Dieser „Flash Mob“ von Kaplan Hirmer und dem Bund der deutschen katholischen Jugend für mehr Wärme in der Gesellschaft war ein Erfolg. „Es kamen doppelt so viele Leute als ich erwartet habe. Während der Planung wären wir schon mit 30 oder 40 zufrieden gewesen. Besonders freue ich mich darüber, dass alle Altersschichten anwesend sind. Eigentlich war die Aktion ja auf Jugendliche ausgelegt“, sagte Kaplan Michael Hirmer.

Ein etwas anderer Gottesdienst

Der etwas andere Jugendgottesdienst der Abensberger Pfarrei war also ein Erfolg. Punkt 19 Uhr begann das BRK, die mitgebrachten Wärmflaschen mit heißem Wasser zu füllen. Wer seine Wärmflasche vergessen hatte, musste nicht nochmal heimlaufen – das BRK hatte genügend Ersatz dabei. Doch außer dem Gottesdienst war eben noch mehr geboten. In der Klosterkirche und im Kreuzgang waren mehrere Stationen aufgebaut. So etwa die „Mauer der Hoffnung“, an der jeder sein persönliches Gebet sprechen konnte, oder auch die Vorstellung eines Krankenhausprojekts in Burkina Faso.

Live-Musik als Stimmungsmacher

Ein Anziehungspunkt war die Jugendband Beat Bount, die zuerst im Kreuzgang für Stimmung sorgte und später den Gottesdienst begleitete. Auch der Glühweinstand der Pfadfinder im Innenhof des Kreuzganges kam gut an – mit Glühwein oder Kinderpunsch in der Hand konnte man sich dort an einem Lagerfeuer aufwärmen.

„Ich finde, diese Aktion ist eine super Idee. Das ist ein neuer Weg für die Kirche. So kann man die Jugendlichen wieder für den Gottesdienst begeistern. Dass es funktioniert, sieht man ja“, sagte Bürgermeister Dr. Uwe Brandl. In der Tat stellt der Flash Mob laut Kaplan Hirmer ein sogenanntes niederschwelliges liturgisches Angebot dar. „Ganz klar, die Aktion ist auf die Jugendlichen der Umgebung ausgelegt. Wenn man sieht, wie gut es angenommen wird, muss man sich über eine ähnliche Aktion schon Gedanken machen“, sagte Kaplan Hirmer. Aber nicht nur Jugendliche und Besucher aus der Region waren anwesend. Sonja Maier (45) kam mit ihrer Freundin extra aus Ergolding. „Wir wollten diese tolle Aktion honorieren.“

Nach dem abschließenden Gottesdienst ging es für die Jugendlichen in die Kneipen Abensbergs. Für einen sicheren Heimweg sorgten extra eingesetzte Shuttlebusse.

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