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Städtepartnerschaft

30 Jahre Ambarès und Kelheim

Zum Jubiläum wurde mit den Franzosen und Italienern gefeiert. Trotz vieler Unterschiede entstand eine Freundschaft.
von Bianka Lucius

30 Jahre Partnerschaft mit Ambarès: Heinz Reiche (von links), Bürgermeister Michel Héritié, Bürgermeister Horst Hartmann, die Präsidentin des Städtepartnerschaftskomitees Claude Malibert, Henri Houdebert, Fritz Mathes Foto: Bianka Lucius
30 Jahre Partnerschaft mit Ambarès: Heinz Reiche (von links), Bürgermeister Michel Héritié, Bürgermeister Horst Hartmann, die Präsidentin des Städtepartnerschaftskomitees Claude Malibert, Henri Houdebert, Fritz Mathes Foto: Bianka Lucius

Kelheim.„Die Freundschaft war ein Abenteuer und eine Herausforderung. Die Städte sind immerhin über 1500 Kilometer voneinander entfernt.“ Mit diesen Worten begrüßte Bürgermeister Horst Hartmann die französischen, deutschen und italienischen Gäste am Sonntag auf der MS Regina. Anlass war der 30. Geburtstag der Städtepartnerschaft zwischen Kelheim und Ambarès-et-Lagrave. Aus Ambarès kam der dortige Bürgermeister Michel Héritié mit seinem stellvertretenden Bürgermeister Nordine Guendez, dem ehemaligen Bürgermeister Henri Houdebert, sieben Stadträten und 42 weiteren Besuchern.

Auf die Frage der Mittelbayerischen, was denn dem französischen Bürgermeister besonders an Kelheim gefällt, antwortete Héritié: „Es ist eine sehr schöne Gegend und völlig anders als bei uns zu Hause. Die Donau, das viele Grün, die vielen schönen Begegnungen mit den Kelheimern. Wir sind sehr zufrieden mit der Freundschaft, welche sich entwickelt hat und genießen das sehr.“

In Gastfamilien untergebracht

Die Bürgermeister (von links) Gaetano Tebaldi, Horst Hartmann und Michel Héritié. Foto: Lucius
Die Bürgermeister (von links) Gaetano Tebaldi, Horst Hartmann und Michel Héritié. Foto: Lucius

Seine Stadt zu besuchen, empfiehlt er allen Kelheimern die den Willen haben eine völlig andere Landschaft und andere Lebensart kennenzulernen.

Seit vielen Jahren existiert ein Schüleraustausch zwischen dem Donau- Gymnasium und dem Collège Claude Massé. „Viele ehemalige Schüler kommen immer noch nach Ambarès und beteiligen sich heute als Gastfamilien“, erzählte Héritié. So sind auch heuer alle rund 50 Gäste für eine Woche bei Gastfamilien unter gebracht. An die vielen schönen Erlebnisse und Herausforderungen der vergangenen 30 Jahre erinnerte in ihrer Rede die Präsidentin des Städtepartnerschaftskomitees Ambarès-Kelheim Claude Malibert. „Unsere Partnerschaft besiegelten die Städte 1989 auf Papier. Das war der Grundstein unserer Beziehung, aus der in den laufenden Jahren eine enge Freundschaft entstanden ist.“

Die partner

  • Ambarès-et-Lagrave:

    Die französische Partnerstadt liegt 15 Kilometer nordöstlich von Bordeaux im Südwesten Frankreichs. Soave liegt in Italien zwischen Verona und Vicenza umgeben von Weinbergen.

  • Programm:

    Besuch der ehemaligen Grenzstadt Mödlareuth, Weimar, Erfurt, Eröffnung der Donau Wies’n und Verköstigung in der Kaffeerösterei Schnapsbrennerei Schweiger.

In ihrer Rede, wie auch im Gespräch mit der Mittelbayerischen, drückte Malibert ihre Freude über das Programm, vor allem über den bevorstehenden Besuch der thüringisch-bayrischen Stadt Mödlareuth aus. So sagte sie: „Wir alle sind Teil einer gemeinsamen Geschichte die sich durch Freud und Leid entwickelte. Trotz unterschiedlicher Sprachen, Bräuche, Traditionen haben es unsere beiden Städte verstanden, Beziehungen zu entwickeln.“ Ambarès‘ Bürgermeister Héritié sowie Claude Malibert würdigten in ihren Reden den Besuch Horst Hartmanns am 11. November 2018 am Ersten-Weltkrieg-Denkmal in Ambarès anlässlich der 100-Jahr-Feier. Für Héritié war dies ein unvergesslicher Tag, der die Freundschaft besiegelt hat.

Große Freundschaft

Zu den Gratulanten gehörte auch die italienische Partnerstadt Soave. Soaves neuer Bürgermeister Gaetano Tebaldi teilte den Gästen seinen ersten Eindruck über die Städteverhältnisse mit: „In dieser kurzen Zeit, als wir uns gestern kennengelernt haben, habe ich gemerkt, welche große Freundschaft zwischen Soave und Kelheim sowie Ambarès und Kelheim herrscht.“ Auch er wies auf die vielen Unterschiede der einzelnen Staaten hin. Aber auch er kam zu dem Fazit, dass gerade die Unterschiede die besondere Partnerschaft und Freundschaft ausmachen.

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