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Region Kelheim
Donnerstag, 26. April 2018 16° 3

Großprojekt

500 000 Euro für das Kulturzentrum

Von außen sieht der Storchenwirt schon ansehnlich aus. Bald beginnt der Innenausbau. Der Stadtrat vergaben die Arbeiten.
von Wolfgang Abeltshauser

Der ehemalige Storchenwirt prägt die Innenstadt. Foto: Abeltshauser

Neustadt.Die Neustädter werkeln weiter am neuen Antlitz für den Storchenwirt. Die Mehrheit der Stadträte vergab jetzt weitere Gewerke für das Innere des Gemäuers in einer Gesamthöhe von knapp 500 000 Euro. Planer Norbert Raith geht davon aus, dass das Innenleben des neuen Kulturzentrums in rund einem Jahr fertiggestellt sein könnte.

In der jüngsten Sitzung machte Bürgermeister Thomas Reimer kein Hehl daraus, wie wichtig ihm das Projekt Storchenwirt ist. So könne das zentral gelegene Gebäude schon bald in einem neuen Gewand erstrahlen. Wobei das streng genommen jetzt schon soweit ist. Denn es ist schon gut zu erkennen, wie es außen aussehen wird.

„Ich freue mich besonders, dass es uns gelingen wird, ein interaktives Museum in diesen Räumen zu integrieren“, sagte der Bürgermeister.

Dies wird – gemeinsam mit Büroräumen – im Erdgeschoss entstehen. Raith blickte für die Räte noch einmal auf das Projekt. So soll die Volkshochschule im ersten und zweiten Stock mehrere Räume für den Unterricht erhalten. Unter dem Dach ist vorgesehen, einen Raum für Veranstaltungen unterzubringen. Ist alles einmal fertiggestellt, ist es in den Augen von Sebastian Rosenhammer eine große Bereicherung für ganz Neustadt. Ganz so sieht es die Fraktion der CSU nicht. Die ist seit je her gegen das Projekt. Und stimmte deshalb laut Sprecher Thomas Memmel auch diesmal bei den Vergaben jeweils dagegen.

Die zeigten, dass die Baubranche derzeit gut im Geschäft ist. So gab es bei den insgesamt sieben beschränkt durchgeführten Ausschreibungen jeweils nur wenige Firmen, die Angebote abgaben. Zwei der Ausschreibungen hob der Rat sogar auf Anraten der Planer wieder auf. Die Angebote waren zu hoch im Vergleich zur Kostenschätzung. Hier wird jetzt erneut – dann aber öffentlich – ausgeschrieben.

Das soll in den kommenden Wochen und Monaten gemacht werden: Der Keller wird abgedichtet. Arbeiter bringen den Innenputz an, Trockenbauarbeiten werden durchgeführt. Es geht daran, die Heizung und die sanitären Anlagen zu installieren. Auch Elektriker werden im Storchenwirt gebraucht. Mit den Firmen ATI und Huber sind auch Neustädter Handwerker mit dabei. Außerdem gingen Aufträge an Unternehmen aus Hemau und Kösching.

Keine Debatte entstand um das Defizit der Volkshochschule. Ohne Gegenstimme beschlossen die Politiker, das Minus von knapp 45 000 Euro auszugleichen. Reimer betonte, nur eine deutliche Erhöhung der Gebühren würde aus diesen roten Zahlen schwarze machen.

Das forderte aber niemand. Ausgaben von 212 000 Euro standen 145 000 Einnahmen aus Gebühren entgegen. Immerhin habe sich das Defizit im Vergleich zum Vorjahr von 24 auf 21 Prozent verringert. Auf der Kostenseite stehen vor allem die Gehälter der Beschäftigten sowie die Miet- und Raumkosten in der Goethestraße und am Kirchplatz.

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