MyMz
Anzeige

Stadtrat

Abens soll natürlicher werden

Der Neustädter Stadtrat findet Pläne des Wasserwirtschaftsamtes zur Renaturierung der Abens grundsätzlich für gut
Von Dr. Peter Wöllauer

In diesem Bereich soll die vor über 100 Jahren stattgefundene Kanalisierung der Abens rückgängig gemacht werden. Foto: Wöllauer
In diesem Bereich soll die vor über 100 Jahren stattgefundene Kanalisierung der Abens rückgängig gemacht werden. Foto: Wöllauer

Neustadt.In der vergangenen Sitzung diskutierte der Neustädter Stadtrat die aus Anlass des Neubaus der Abensbrücke bei Sittling geplante Renaturierung des Flusslaufes mit dem Verlangsamen der Fließgeschwindigkeit in diesem Bereich und einer Entfernung des Flusslaufes vom Dammfuß. Damit dürfe keinesfalls eine Verschlechterung der Stechmückensituation durch Vermehrung von möglichen Brutstätten eintreten, forderte Anton Stadler.

Dieser Ansicht war auch Thomas Memmel. Erhard Garbe meinte, solange eine Verbindung einer Mulde mit dem Fließgewässer bestünde, würden die Mückenlarven schon von ihren Fressfeinden kurzgehalten. Die Senken, die es schon immer gegeben habe, würden wahrscheinlich durch die Veränderung des Flusslaufes sogar weniger werden. Er begrüßte die durch die Renaturierung verbesserte Situation zur Erhaltung der Artenvielfalt.

„Das Wasser muss ablaufen“

Karl Zettl brachte dies auf den Punkt: Gegen Renaturierung haben wir nichts, aber das Wasser muss ablaufen.“ Stadler meinte, die angelegten Senken seien zusätzlich zu den bestehenden, also eine Vermehrung der Mückenbrutstätten. Auf die Frage von Werner Reichl, ob man wisse, wie viele Mückenlarven vorhanden seien, sagte Adam Eberl, es seien 200 Larven pro Liter Wasser gezählt worden.

Einige Wortmeldungen drehten sich um die Frage Biber und Bäume. An einer Stelle soll die Abens doch eng am Damm geführt werden, um einen existierenden Biberbau nicht zu zerstören. Darüber wurden Stimmen laut, die den absoluten Biberschutz als übertrieben und nicht sinnvoll bezeichneten. Dort stehende Bäume sollen nicht angetastet werden und weitere Bäume sollen gepflanzt werden. Darauf meinte Karl Zettl, wenn man die Biber einfach gewähren lasse, dann könne man ihnen die jungen Bäume gleich als Futter hinwerfen.

Bürgermeister Thoma Reimer fasste zusammen, dass der Tenor im Stadtrat der Veränderung des Flusslaufes gegenüber grundsätzlich positiv sei und die Stadt in ihrer Stellungnahme die Problempunkte Mücken, Biber und Bäume ansprechen werde.

Stadt könne mitgestalten

Anton Stadler machte darauf aufmerksam, dass die Stadt als Besitzer eines erheblichen Teils der betroffenen Flächen dort nicht nur Stellung nehme, sondern mitgestalten könne. Bernhard Rieger meinte, man müsse eben Hochwasserschutz und Ökologie optimal kombinieren.

Aktuelles aus der Region und der Welt gibt es über WhatsApp direkt auf das Smartphone: www.mittelbayerische.de/whatsapp

Sie sind noch nicht registriert?

Neu registrieren

MessageBox

Nachricht