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Abensberg ein Mekka für Faschingsfreunde

Der „Unsinnige“ in der Abensberger Innenstadt rockte. Die Fete lockte mehr Gäste an als bei der Wiedereinführung im Vorjahr.
Von Wolfgang Abeltshauser

Das war der
Das war der "Unsinnige" im Jahr 2020. Foto: Abeltshauser

Abensberg.Zum zweiten Mal gab es nach langer Pause in Abensberg einen „Unsinnigen“ mit Open-Air-Musik in der Innenstadt. Dabei schaffte es die Band Onesee schnell, die Partygäste auf dem Karmelitenplatz zu begeistern. Und im Ottenstadl sorgten wieder Martin Wirthensohn und seine Freunde für Stimmung. Bereits davor und danach vergnügten sich die Faschingsfreunde in zahlreichen Abensberger Lokalen. Laut Carolin Wohlgemuth von der Stadt waren es mehr als 2019.

Gegen 19.30 Uhr griffen die Musiker von Onesee am Karmelitenplatz zu ihren Instrumenten. Die Fünf spielten bereits im Vorjahr bei der Premiere des Open-Airs mit neuem Konzept auf. Zu diesem Zeitpunkt war die Menge der Partygäste noch überschaubar. „Auch vergangenes Jahr ist es etwas langsam angelaufen“, berichtete die städtische Marketingchefin Wohlgemuth am Donnerstagabend. Das sollte sich aber ändern.

Das Publikum im Griff

Sicherlich reichte es nicht zu einem Rekordbesuch, der an die Partys vergangener Tage auf dem Stadtplatz erinnern hätte können. Aber es waren mehr als beim ersten Mal – vor allem nach 21 Uhr. Im Vorjahr sprach Wohlgemuth von 1200 Besuchern.

Fasching

Abensberg bekommt „Unsinnigen“ zurück

Tausende strömten am Unsinnigen Donnerstag nach Abensberg – bis er wegen Auflagen starb. Die gelten wohl auch beim Comeback.

Die Musiker schnell, das Publikum zu begeistern. Es herrschte die gesamte Zeit eine gute Stimmung rund um die Bühne. Da wurde mitgeklatscht und mitgesungen. So mancher machte den Karmelitenplatz zu seinem Tanzboden. „Die haben das gut gemacht“, lobt auch Wohlgemuth. Die es vor allem freut, dass sowohl Jung als auch Alt zur Party kamen.

Wetter spielte mit

Zum Ganzen passte, dass wieder einmal die Witterung mitspielte. Schafften es noch am Vormittag einige Regentropfen auf den Abensberger Boden, war davon zu Konzertbeginn nichts mehr zu spüren. Und auch Windböen, die es während der Nacht in Bayern gab, machten einen weiten Bogen um die Babonenstadt.

Onesee spielte beim UDo auf. Foto: Abeltshauser
Onesee spielte beim UDo auf. Foto: Abeltshauser

Die Band tat das, was es für so einen Auftritt braucht. Es gab einen Mix aus bekannten Nummern. Die Spannbreite reichte da vom Schlager bis zu Rocknummern. Immer wieder gab es Hits, die Viele Alt mitsingen konnten. „Skandal im Sperrbezirk“ oder „Celebration“ sind da nur zwei Beispiele.

Gäste von früher und heute

Petra und Rudi Knecht aus Train gehörten zu den ersten Partygästen. „Früher waren wir regelmäßig beim Unsinnigen in Abensberg“, berichteten die beiden dem MZ-Reporter. Das sei noch zu Zeiten der Veranstaltung auf dem Stadtplatz gewesen. Nun wollten sie sich auch einmal das neue Konzept anschauen und -hören. Die beiden wechselten öfter den Schauplatz. So machten es viele andere auch. Kaum einer blieb die gesamten drei Stunden auf dem Karmelitenplatz.

Weitere Bilder vom UDo finden Sie hier:

Abensberg: UDo Party mit Open Air am Karmelitenpla

Zu den Stammgästen der Jetztzeit in Abensberg gehören Julia und Bianka aus Saal. „Wir sind jedes Jahr hier.“ In den vergangenen Jahren hätten sie vor allem die Kneipen in der Babonenstadt am Fasching unsicher gemacht. „Das hier gefällt uns aber sehr gut“, bekam die noch neue Party am Karmelitenplatz eine gute Note von den beiden. Sie betreiben regelmäßig einen großen Aufwand für ihren Faschingsspaß. „Wir machen uns unsere Kostüme immer selber.“ Diesmal flanierten die Saalerinnen als leuchtende Pilze durch Abensberg.

Urgesteine wieder mit dabei

Gegen 21 Uhr schallten immer lautere Klänge vom Ottenstadl herüber. Und nicht zuletzt Mitglieder der älteren Generation lockte das an. Denn die Abensberger Musikgröße Martin Wirthensohn war mit einigen seiner Freunde auf die Bühne gestiegen. Als „Peeping Toms Projekt“ waren sie die Begründer des Abensberger Open-Airs am „Unsinnigen“.

The Peeping Toms Revival Again traten auf. Foto: Abeltshauser
The Peeping Toms Revival Again traten auf. Foto: Abeltshauser

Vergangenes Jahr spielten sie ebenso schon dort auf. Die Idee zu dieser Wiederkehr entstand laut Ottenbräu Robert Neumaier und Wirthensohn im Sommer vergangenen Jahres. Unabhängig von den Plänen der Stadt, ihr Konzert wiederauferleben zu lassen.

Tradition hochgehalten

Die Gruppe hatte davor zehn Jahre nicht mehr gespielt. Der Stadl war dafür sicherlich der richtige Ort. Hielt dort doch Neumaier jahrelang den „Unsinnigen“ in Abensberg hoch. Die Gäste honorierten das auch diesmal. Im Stadl wurde es schnell eng, für die durchaus vielen Tanzwütigen gab es gar nicht so viel Platz.

Die Party geht weiter

  • Fete:

    Am Dienstag geht es auf dem Stadtplatz mit dem Feiern weiter. Der Faschingsgillamoos wartet auf Gäste. Für die Teilnehmer gibt eine besondere Herausforderung: Die Maskenpremierung wurde noch einmal aufgepäppelt. Es warten interessante Preise.

  • Unterhaltung:

    Alles beginnt mit dem kleinen Umzug, der sich um 13.33 Uhr von der Bahnhofsstraße zum Stadtplatz bewegt. Danach gibt es ein großes Unterhaltungsprogramm. Mit dabei sind da unter anderem die Babonia und Trixi und die Partylöwen.

  • Gaudiwurm:

    Wer nicht so lange warten will, kann am Samstag beispielsweise in Mainburg feiern. Dort steigt ein großer Faschingszug. Beginn ist dafür um 14 Uhr auf der Schöllwiese. Danach gibt es wieder eine Party auf dem Mainburger Marktplatz.

  • Nachbarn:

    Auch in den Nachbarkommunen Neustadt und Langquaid schlängeln sich Gaudiwürmer durch die Ortschaften. In den beiden Fällen ist es jeweils am Faschingssonntag soweit. Also müsste es klappen, bis Dienstag ohne Entzugserscheinungen durchzukommen. (wo)

Insgesamt zieht Wohlgemuth am Tag danach ein positives Fazit. In ihren Augen gibt es keinen Grund, die Fete nicht auch im kommenden Jahr steigen zu lassen. Ob es Veränderungen im Ablauf gegen wird, das müssten erst noch Gespräche zeigen. Eine Rückkehr auf den Stadtplatz ist in ihren Augen zumindest nicht ausgeschlossen.

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