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Dirndlkönigin

Abensberg holt Königinnen-Titel zurück

Abiturientin Theresa Alkofer ist neue Gillamoos-Dirndlkönigin. Mit Schnelligkeit, Leidenschaft und vielen Fans gewinnt sie die Wahl vor Maria Ecker.
Von Verena Gabler

  • Bei den Spielen konnten die sechs Kandidatinnen punkten: (v.li.) Theresa Alkofer, Antonia Reithmeier, Nadja Schießel, Irina Dewiwje, Maria Ecker und Theresa Brandl. Fotos: Verena Gabler/Sebastian Pieknik
  • Bei der Modenschau mussten die Kandidatinnen auch zeigen, was sie in der Lederhose hermachen. Fotos: Verena Gabler/Sebastian Pieknik
  • Ein super Team: die beiden scheidenden Königinnen Micha und Maja. Fotos: Verena Gabler/Sebastian Pieknik
  • Die Wahlaufrufe der Maria-Fans schienen gefruchtet zu haben- Fotos: Verena Gabler/Sebastian Pieknik

Abensberg.„Des wird unser Jahr. Des von mir und der Maria“, ist die Abensbergerin Theresa Alkofer überzeugt und wischt sich eine Freudenträne aus den Augen. Ungläubig blickt sie auf das Lebkuchenherz, das ihr Moderator Niklas Neumeyer umhängt. „Gillamoos-Dirndlkönigin 2014/2015“ steht darauf. Sie kann es kaum fassen, was Gillamoos-Bürgermeister Toni Kiermeier am Montag kurz vor Mitternacht im vollen Kuchlbauerzelt verkündet hat: Für die nächsten 365 Tage regieren Theresa Alkofer als erste und Maria Ecker als zweite Gillamoos-Dirndlkönigin!

Freunde und Fans stehen Schlange

„Das ist der Wahnsinn, unbeschreiblich“, bringt Theresa noch raus, bevor sie nach ihrer Wahl in den Armen der Eltern, Freunde und Vereinskollegen verschwindet. Und auch Maria ist sichtlich gerührt, ihr Fanclub stürzt ebenfalls samt Riesenplakat auf die 17-Jährige zu, um zu gratulieren.

Sechs Kandidatinnen aus der Region stellten sich am Montag zur Wahl zur Gillamoos-Dirndlkönigin und Gillamoos-Vize-Dirndlkönigin. Dabei entscheidet längst nicht nur das Votum des Publikums. Auch eine fachkundige Jury hat ein Wörtchen mitzureden. In diesem Jahr gehörten Renate Pollinger, Marie-Theres Pöllinger, Anke Köglmeier und Silvia Sigl dieser Jury an. Sie hatten die Aufgabe, Gestik und Mimik, Rhetorik und Outfit zu bewerten.

Daneben haben die Mädchen aber die Chance, aktiv Punkte einzuheimsen. Zwei Spiele, die den Abend über stattfinden, testen das Wissen der Kandidatinnen um Abensberg und den Gillamoos.

Die erste Aufgabe bestand darin, verschwommene Bilder aus Abensberg zu erkennen: darunter die Ägidiuskapelle am Gillamoosweiher oder das neue Kunsthaus der Brauerei Kuchlbauer. Für Theresa Alkofer war das natürlich ein Heimspiel – sie erriet drei von vier Bildern. Ein weiterer Punkt ging an Maria – ein erstes Vorzeichen für den Ausgang des Abends?!

Beim zweiten Spiel sollten Musikschnipsel erkannt werden. Für die beiden Volksfestliebhaberinnen Theresa und Maria war das kein Problem. Als Omschbergerin identifizierte Theresa sogar das „Abensberger Blut“ und konnte so zwei Punkte für sich sichern. Je ein weiterer ging an Maria und an Antonia.

Modenschau in Hose und in Dirndl

Zwischen den Spielen stellte das Moderatorenteam Anton Kiermeier und Niklas Neumeyer den Zeltbesuchern die sechs Kandidatinnen näher vor. Sie förderten deren erste Gillamooserlebnisse zu Tage, die Motivationen für die Bewerbung und Highlights vom diesjährigen Gillamoos. Dazwischen gab es eine kleine Modenschau. Alle Kandidatinnen präsentierten sich zunächst in Lederhose und dann im Dirndl. Auch wenn Kiermeier offen bekundete: „A Madl ghört ins Dirndl, d’Lederhosn is was fürd‘ Burschen“ – dem Publikum gefiel beides.

Eine Feuerprobe am Mikrofon mussten die Kandidatinnen ebenfalls noch überstehen. Eine jede hatte genau eine Minute Zeit, um im Zelt für sich zu werben. Während es Nadja Schießel aus Abensberg mit einem Trinkspruch versuchte, versprach Irina Dewiwje aus Bad Abbach, dass sie das Amt besonders ernst nehme. Antonia Reithmeier versicherte Feierlaune und Theresa Brandl aus Gaimersheim holte ihr Engagement in verschiedenen Vereinen als größten Trumpf heraus. Engagiert sei sie auch, so Maria Ecker, „und dazu noch gesellig.“ Theresa Alkofer schickte einen Appell an die Abensberger in die Runde. „Das ist doch ein Heimspiel für mich, ich hoffe sehr auf den Heimsieg“, sagte die passionierte Fußballerin.

Und dann mussten die sechs Mädchen warten. Eineinhalb Stunden wurden sie nun auf die Folter gespannt. Beim Tanzen und Mitsingen auf der Bierbank konnten sie sich wenigstens ein bisschen ablenken. Die Anspannung aber blieb.

Michaela Scholz und Maja Kelly konnten sich gut in die Kandidatinnen einfühlen, beide waren vor genau einem Jahr an gleicher Stelle. Am Montag legten sie ihr Amt nieder, nicht ohne jede Menge Erlebnisse und Erinnerungen aus der Zeit als Gillamoosköniginnen mitzunehmen.

Sichtlich aufgeregt waren an dem Abend nicht nur die sechs Mädchen. Auch Niklas Neumeyer hatte Bammel. Er hat zum ersten Mal die Dirndlköniginnenwahl moderiert. Aufgefallen ist das sicher nicht. Der Neuling gab sich als Bühnenprofi, auch wenn er nach der Wahl mindestens genauso erleichtert aussah wie die Kandidatinnen. Diese wurden gegen 23:30 Uhr noch mal alle zur Verkündung des Ergebnisses auf die Bühne gerufen. Bei Maria und Theresa schienen Steine vom Herzen zu fallen. Die vier anderen Mädchen nahmen das Ergebnis sportlich und gratulierten den beiden Gewinnerinnen zum Sieg – wenn sie auch enttäuscht waren.

Schon im Vorfeld viel erlebt

Vorangegangen waren drei Monate voller Aufregung, Spaß, Spannung und Emotionen. Denn in Abensberg erleben schon die Kandidatinnen jede Menge. Dazu zählen Videodrehs, Fotoshootings, Pressetermine, neues Einkleiden, Werbeveranstaltungen und und und. Alle sechs hatten sich wacker geschlagen.

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