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Bauausschuss

Abensberger Politiker fordern mehr Infos

Teile des Abensberger Rats wollen bei Bauvorhaben mehr Detailinfos. Auslöser ist ein Projekt in der Straubinger Straße.
Von Wolfgang Abeltshauser

Der rückwärtige Bereich des Lidl-Marktes in der Straubinger Straße mit der Aufschüttung. Foto: Abeltshauser
Der rückwärtige Bereich des Lidl-Marktes in der Straubinger Straße mit der Aufschüttung. Foto: Abeltshauser

Abensberg.Das Bauvorhaben der Firma Lidl führte in der jüngsten Sitzung des Bauausschusses zu einer Debatte. „Wesentliche Dinge sind in der Sitzung im Dezember nicht besprochen worden“, stellte Michaela Mader-Hampp (SPD) für sich fest. Sie und Richard Zieglmeier (Grüne) fordern von der Verwaltung, in Zukunft mehr Details zu Bauvorhaben vorzulegen. Anlieger der Straubinger Straße hatten im Vorfeld das Vorgehen von Verwaltung und Bauausschuss bei dem Projekt kritisiert. Sie vermissten eine Diskussion über Baudetails.

Bürgermeister Dr. Uwe Brandl (CSU) lehnte es ab, über das Projekt erneut abzustimmen. Das sei rechtlich nicht zulässig und in seinen Augen auch nicht notwendig. Trotzdem sah er es als geboten an, von sich aus auf die rechtlichen Rahmenbedingungen einzugehen. Er wolle nicht, dass der Eindruck erweckt werde, die Verwaltung arbeite nicht sorgfältig.

Kommune entscheidet nicht über Details

Er verstehe, dass die Anwohner das Vorhaben kritisch sehen. Er selber sei sich nicht sicher, ob die Genehmigungsbehörde im Landratsamt dafür grünes Licht gebe, so wie es vorgelegt wurde. In seinen Augen sei es nicht so einfach, den geforderten Lärmschutz nachzuweisen.

Bauen

Bürger fühlen sich schlecht vertreten

Im Zusammenhang mit einem Bauvorhaben in der Straubinger Straße üben Abensberger Kritik an Stadträten und Verwaltung.

Aber die Kommune könne nur darüber befinden, ob sich der Bau städtebaulich einfügt. Was er eben tue. Auch weil dort schon ein Marktgebäude mit ähnlichen Ausmaßen steht. „Bei einem fünfstöckigen Gewerbebau wäre es sicher etwas anderes.“ Das Areal ist laut Brandl teilweise Misch- und teilweise allgemeines Wohngebiet. Laut Baunutzungsordnung sei in beiden Fällen ein Verbrauchermarkt möglich.

Aufschüttung wird erklärt

In der Sitzung räumten sowohl Otto Kneitinger (CSU) und Reinhard Handschuh (Freie Wähler) ein, bei der Abstimmung im Dezember nicht alle Details gewusst zu haben. Handschuh nannte als Beispiel die Aufschüttungen, die vorgesehen sind. Die SPD hatte das schriftlich im Vorfeld schon kundgetan.

Praxis statt Optiker

  • Auszug:

    In der Passage im Thalerblock sind derzeit Arbeiter dabei, die ehemaligen Optikerräume zu sanieren. Der Betrieb ist jetzt in der Ulrichstraße ansässig geworden.

  • Einzug:

    Jetzt ist klar, was dort in Zukunft geschehen soll. Es lag ein Bauantrag für eine Praxis auf dem Tisch der Mitglieder des Abensberger Bauausschusses. Sie gaben ihr grünes Licht. (wo)

Brandl erwiderte, dass dieses Wissen für die Entscheidung bei der Abstimmung auch gar nicht notwendig gewesen sei. Trotzdem erläuterte Bauamtsleiter Peter Schmid Details dieser Aufschüttung. Die von den Anwohnern befürchtete hohe Stützmauer gebe es nicht. Es sei vom aufgeschütteten Bereich hin zu den angrenzenden Grundstücken eine sich abflachende Böschung vorgesehen – sowie einen Grünbereich.

Näher am Bürger

In Zieglmeiers Augen wäre es gut, solche Dinge zu erfahren, wenn Projekte auf der Tagesordnung stehen. „Ihr kennt doch die Knackpunkte“, sagte er an Schmid und Brandl gewandt. Er und Kneitinger stellten fest, dass man vielleicht auch seitens des Gremiums frühzeitig mit den Anliegern hätte Kontakt aufnehmen sollen.

Handschuh schlug vor, dem Unternehmen die Bürgerbedenken mitzuteilen. Die Höhenentwicklung könne sicherlich noch überarbeitet werden. Die zusätzlichen Parkplätze könnten ja beispielsweise leicht abgeschrägt angelegt werden, dann sei schon nicht mehr so viel Aufschüttung notwendig.

Blick von den Anliegern auf das Marktgebäude. Foto: Abeltshauser
Blick von den Anliegern auf das Marktgebäude. Foto: Abeltshauser

Schmid und Brandl teilten mit, dass die Ansicht der Anlieger sowohl an das Landratsamt als auch das Unternehmen weitergegeben wurde. Wie bereits berichtet, soll in der Straubinger Straße das bestehende Marktgebäude abgerissen und durch ein neues in ähnlicher Größe ersetzt werden. Außerdem sind weitere Parkplätze und eine getrennte Zu- und Abfahrt vorgesehen.

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