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Wahl

Abensbergerin die nächste Bierkönigin?

Sandra Pichlmaier aus Offenstetten steht im Finale von „Bayerns Bierkönigin“. Dabei hat sie sich gar nicht selbst angemeldet.
von Benjamin Neumaier

Sandra Pichlmaier aus Offenstetten will bayerische Bierkönigin werden. Sie steht unter den letzten sieben Kandidatinnen. Foto: Sigi Müller/Brauerbund

Abensberg.Sandra Pichlmaier trinkt gerne mal ein Bier. „Zum Essen, aber auch so“, sagt die Offenstettenerin. Ein Helles oder Dunkles sollte es dann bevorzugt sein. „Bier gehört zu meinem Leben einfach dazu ich – schließlich komme ich aus einer Hopfenpflanzer-Familie!“ Bald könnte das aber nicht die prägendste Verbindung der 26-Jährigen zum bayerischen Bier bleiben – denn Sandra Pichlmaier steht in der Endauswahl der Kandidatinnen zur Bayerischen Bierkönigin.

Frau Pichlmaier, wie kommt man dazu, sich als Bayerische Bierkönigin zu bewerben?

Das passierte an einem Mädelsabend im Januar in Stuttgart – aus der Laune heraus. Wir haben den Aufruf zur Wahl auf Facebook entdeckt. Zuerst haben wir herumgealbert, doch dann wurde es ernst – ich wurde direkt von den Mädels angemeldet.

Wie kommen Sie zu einem Mädelsabend in Stuttgart?

Das war eine Nachfeier zu meinem Auslandsjahr in New York. Eines der Mädels, das ich dort kennengelernt habe, kommt aus Stuttgart. Wir haben uns bei ihr getroffen.

Sie waren wahrscheinlich als Au-pairin New York.

So etwas ähnliches. Ich war 13 Monate als sogenannter professional Caregiver bei einer Familie zu Gast, habe deren Kinder – eines davon ist behindert – betraut. Ich war Erzieherin, habe Förderpläne ausgearbeitet und mit Therapeuten zusammengearbeitet. Es ist also schon mehr, als ein Au-Pair-Mädchen macht und darf. Aber ich komme ja vom Fach, habe Frühpädagogik studiert. Es waren wunderbare 13 Monate.

Die sieben Kandidatinnen für die Wahl der Bayerischen Bierkönigin 2018/ 2019 am 3. Mai in der Alten Kongresshalle in München ( v.l.n.r.): Sabrina Mair, Jana Neubert, Johanna Seiler, Barbara Berger, Sarah Müller, Sandra Pichlmaier, Magdalena Simmel Foto: Sigi Müller/Brauerbund

Wann sind Sie zurückgekommen?

Ende Oktober 2017.

Dann haben Sie einen Gillamoos verpasst.

Ja, das war schon hart. Besonders für mich – wir haben seit zig Jahren einen Käsestand am Gillamoos. Das gehört für mich fest zum Jahresablauf – ich bin mit dem Gillamoos verwurzelt.

Als Gillamoos-Liebhaber – wollten Sie schon Dirndlkönigin werden? Das ist ja von der Bierkönigin nicht so weit weg.

Dirndlkönigin ist nicht so mein Ding. Außerdem arbeite ich ja am Gillamoos – da fällt das Repräsentieren schwer. Das würde mich aber an der Bierkönigin reizen. Andere Länder sehen, Bayern und sein Bier repräsentieren, das könnte ich mir für mich gut vorstellen.

Sie sind in der Endauswahl, unter den letzten sieben Kandidatinen. Wie geht es jetzt weiter?

Jetzt läuft das Online-Voting. Ein Drittel der Bewertung sind diese Online-Stimmen, ein Drittel kommt aus dem Live-Publikum bei der Wahl am 3. Mai in München und ein Drittel von einer Jury. Wir bekommen am Wahlabend Aufgaben, müssen zum Beispiel blind eins von zwölf Bieren ziehen und dass dann wie ein Biersommelier dem Publikum schmackhaft machen.

Liegt Ihnen das?

Ich glaube, das kriege ich ganz gut hin. Ich bin offen, bin gerne unter und rede gerne mit Leuten und mag Bier – das sollte klappen. Außerdem wird es doch wieder mal Zeit für eine niederbayerische Bierkönigin – besonders wieder eine aus dem Landkreis Kelheim.

Die Online-Wahl läuft

  • Online-Wahl:

    Auf der Website der Bayerischen Bierkönigin – www.bayerische-bierkönigin.de – läuft seit dem 21. März, ein Online-Voting für die sieben Finalistinnen. Am Ende wird die Wahl zur Bierkönigin durch das Online-Voting, durch die Jurystimmen und durch die Stimmen der Gäste im Saal in der Wahlnacht zu je einem Drittel Gewichtung entschieden. Karten für das Finale am 3. Mai in der Alten Kongresshalle in München gibt es bei www.muenchenticket.de.

  • Bierkönigin aus Riedenburg:

    Der Titel „Bierkönigin“ wird seit 2009 jährlich vom Bayerischen Brauerbund vergeben. Erst einmal kam die Bier-Hoheit dabei aus dem Regierungsbezirk Niederbayern – da allerdings sogar aus dem Landkreis Kelheim. 2013/14 bekleidete Maria Krieger aus Riedenburg das Amt. Die damals 27-Jährige war für das Amt wie prädestiniert: Sie entstammt und arbeitet im Riedenburger Brauhaus, das bekannt ist für seine Öko-Bierspezialitäten.

Das sprechen Sie was an – sie wohnen ja mittlerweile gar nicht mehr im Landkreis.

Ich bin nach dem USA-Aufenthalt zu meinem Freund gezogen. Der hat eine Wohnung in Furth bei Landshut. Aber ich komme bald wieder zurück in die Heimat – wir haben einen Bauplatz in Offenstetten gekauft. Außerdem bin ich Abensberg immer treu gebleiben. Zumindest beruflich. Ich arbeite im Kindergarten Lummerland.

Also wird der Abensberger Nachwuchs bald von der Bierkönigin erzogen?

Das wäre schön. Aber wie meine Chancen stehen, das kann ich ganz schwer einschätzen.

Abstimmen für Sandra Pichlmaier:

Hier kann man Sandra Pichlmaier wählen

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