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Ruhestand

Abschied vom „Schul-Boss“

Für Bernhard Aschenbrenner gab es viele Lobesworte. Der Riedenburger war Chef von 23 000 Realschülern an 41 Schulen.

Bei der Geschenkübergabe (von links) Angela Schleibinger, Bernhard Aschenbrenner, Irene Haas und Klaus Herdl Foto: Christian Sobotta
Bei der Geschenkübergabe (von links) Angela Schleibinger, Bernhard Aschenbrenner, Irene Haas und Klaus Herdl Foto: Christian Sobotta

Kelheim.Dieser Tage wurde der Leitende . Realschuldirektor Bernhard Aschenbrenner, Ministerialbeauftragter für die Realschulen in Niederbayern, im Rathausprunksaal in Landshut in den wohlverdienten Ruhestand verabschiedet. Musikalisch begrüßt wurden die aus ganz Bayern angereisten Gäste im Rathausprunksaal von der Big Band der Stefan-Krumenauer-Schule, Staatliche Realschule Eggenfelden, unter der Leitung von Herrn BerR Markus Asböck. Im Anschluss daran übernahm Irene Haas als Mitarbeiterin des Ministerialbeauftragten die Begrüßung und moderierte charmant die Veranstaltung.

Bevor Ministerialdirigentin Elfriede Ohrnberger vom Bayerischen Staatsministerium für Unterricht und Kultus die Entlassungsurkunde an Bernhard Aschenbrenner überreichte, zeigte sie in ihrer Rede seinen beruflichen Werdegang auf. In seinen fast 40 Dienstjahren konnte der Riedenburger sich als Lehrer, Seminarleiter, Schulleiter und schließlich Ministerialbeauftragter höchste Anerkennung im Ministerium erwerben. Ohrnberger bezeichnete Aschenbrenner als „Idealbesetzung für diesen Posten“, der durch höchste Fachkompetenz und Loyalität überzeugte. Auch der „Münchner Flurfunk“ schwärmte von seiner herzlichen, humorvollen, bescheidenen Art, eine Persönlichkeit, der immer das gute menschliche Miteinander am Herzen lag. Viele schulische Neuerungen wie die Digitalisierung, der Lehrplan plus, die erweiterte Schulleitung und Regius bestimmten sein forderndes Amt als MB. Nie vergaß er die Verantwortung für die über 23 000 Realschüler in den 28 staatlichen und 13 kirchlichen Realschulen.

Ein „pädagogisches Urgestein“

Nach dem jazzigen „Blues machine“ der Eggenfeldener Big Band richtete Oberbürgermeister Alexander Putz für die Stadt Landshut seine Grußworte an die Gäste. Er lobte Aschenbrenners Besonnenheit und Praxisorientiertheit im Zusammenhang mit dem Neubau und dankte ihm für seine hervorragende, wertschätzende Zusammenarbeit und hohe Kompetenz als „pädagogisches Urgestein“.

Für die Sachaufwandsträger der staatlichen Realschulen ergriff anschließend der Landrat Franz Meyer aus Passau das Wort und betonte die Bedeutung des Amtes als MB: Er sei Berater, Partner und wichtigste Fachinstanz für alle 41 niederbayerischen Realschulen. Auch der Bayerische Staatsminister für Wissenschaft und Kunst Bernd Sibler bedankte sich per Video-Botschaft bei Bernhard Aschenbrenner für den Respekt und das hohe Fachwissen in der Zusammenarbeit.

Weitere Schmankerl

  • Auftritt Michael Gaaß und Michael Hinfurtner, überraschten die Anwesenden während dieser Rede mit einem komödiantischen Auftritt über ihren Chef, der mit großem Beifall belohnt wurde.

  • Stimmung: Das Musikensemble der Realschuldirektoren unter der Leitung von Josef Wimmer brachte mit „Rehragout“ eine echt bairische Stimmung in den Rathausprunksaal.

Nach dem „Chanson romanesque“ des ehemaligen Realschülers und jetzigen Bariton Johannes Budelmann, begleitet von Martina Raab am Flügel, betonte Domdekan Johannes Neumüller die enge Verbundenheit Aschenbrenners mit den kirchlichen Schulen. In all seinem Tun sei immer das Herzblut in seiner Arbeit zu spüren gewesen.

Leitender Oberstudiendirektor Gottfried Wengel, Vorsitzender der Konferenz der Schulaufsicht, bedankte sich bei Bernhard Aschenbrenner für die von Vertrauen geprägte, offene und herzliche Zusammenarbeit. Mit „Something just like this“ von Coldplay zauberte der Lehrerchor der Johann-Simon-Mayr-Schule, Staatliche Realschule Riedenburg, unter der Leitung von Marion Lemberger den Gästen ein Lächeln auf die Lippen, als gegen Ende des Liedes der „Superhero“ Bernhard Aschenbrenner auf einem Bild enthüllt wurde.

„Reiche Ernte einfahren“

Im Anschluss sagte Wilhelm Kürzeder, Sprecher der Ministerialbeauftragten für die Realschulen in Bayern, wie schwer ihm diese Abschiedsworte fallen würden. Aschenbrenner hätte das gelehrt, was wichtig sei: Menschlichkeit, Achtsamkeit, Respekt, Verständnis, Konsequenz und Geradlinigkeit im Handeln. „Du pflanztest, du sätest und du durftest reiche Ernte einfahren“, bilanzierte Kürzeder.

Von großer Wertschätzung geprägt war die Rede von Realschuldirektor Klaus Herdl für die Schulleiterinnen und Schulleiter in Niederbayern. Herdl würdigte den scheidenden Ministerialbeauftragten als Pädagogen, der Bewährtes weitergeführt und Neues angestoßen habe.

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