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Artenvielfalt

Anerkennung für den Schutz der Natur

Zwei Betriebe aus Elsendorf und Ebrantshausen nehmen an der zehnten bayerischen Wiesenmeisterschaft teil.

Die Jury auf der Wiese von Familie Berger aus EbrantshausenFoto: Marion Ruppaner/BN
Die Jury auf der Wiese von Familie Berger aus EbrantshausenFoto: Marion Ruppaner/BN

Elsendorf.Bei der zehnten Wiesenmeisterschaft Bayerns haben sich in den Landkreisen Kelheim und Landshut 25 Landwirte mit ihren Wiesen angemeldet. Der Wettbewerb wird von der Bayerischen Landesanstalt für Landwirtschaft (LfL) und dem Bund Naturschutz (BN) seit 2009 jährlich in einer anderen Region Bayerns ausgerichtet.

Alle Wiesen wurden ab Anfang Mai von der Landschaftsplanerin Inge Steidl im Auftrag der Veranstalter begangen und mittels eines Punktesystems bewertet. Nicht nur die Artenvielfalt auf der Wiese, sondern auch Futterertrag und der kulturlandschaftliche Wert wurden erfasst. Aus der erreichten Punktezahl wurden jetzt die besten sechs Betriebe ermittelt.

Die Jury auf der Wiese von Familie Berger aus EbrantshausenFoto: Marion Ruppaner/BN
Die Jury auf der Wiese von Familie Berger aus EbrantshausenFoto: Marion Ruppaner/BN

Eine Fachjury besuchte nun diese Flächen. Sie wird die Preisverteilung der ersten sechs Plätze festlegen. Die übrigen Plätze werden nach der in der Vorkartierung ermittelten Punktezahl vergeben. Die Platzierung der Betriebe wird erst bei einer Festveranstaltung am 12. Juli von 10 Uhr bis 13.30 Uhr im Salzstadel in Landshut bekanntgegeben. Dort wird voraussichtlich auch Staatsministerin Michaela Kaniber ein Grußwort sprechen. Jakob Opperer, der Präsident der LfL und Richard Mergner, Vorsitzender des Bundes Naturschutz Bayern halten Kurzvorträge.

Zwölf Landkreis-Betriebe dabei

Bei den beteiligten 25 Betrieben, 13 Betriebe aus Stadt und Landkreis Landshut, sowie zwölf Betriebe aus dem Landkreis Kelheim, handelt es sich um acht teilweise viehlose Ackerbaubetriebe, fünf Betriebe, die Pferdeheu produzieren oder eine Pferdepension betreiben. Hinzu kommen drei Milchvieh-, zwei Mutterkuh-und drei Ochsen-/Bullenmastbetriebe, im weiteren Imker und Streuobstbauern, Schafhalter und ein Hähnchenmäster. Elf Haupterwerbsbetriebe stehen 14 Nebenerwerbsbauern gegenüber, mehr als die Hälfte (13) sind ökologisch wirtschaftende Betriebe.

Familie Eichstätter aus Elsendorf mit Konrad Pöppel vom BN Kelheim auf ihrer Wiese Foto: Marion Ruppaner/BN
Familie Eichstätter aus Elsendorf mit Konrad Pöppel vom BN Kelheim auf ihrer Wiese Foto: Marion Ruppaner/BN

Darunter befindet sich auch der Betrieb von Maria Eichstetter in Elsendorf. Dort werden Kühe gehalten. Es handelt sich um schottische Hochlandrinder, etwa 100 Tiere mit Nachwuchs ausschließlich auf Grünland (60 Hektar). Eichstetters Betrieb ist seit 2006 ein Naturland-Betrieb, kooperiert mit einem Metzgerei-Betrieb in Rottenburg und ist eingebunden in das Beweidungsprojekt „Forstmoos“ des Landschaftspflegeverbandes Kelheim.

Bei der Wiese handelt es sich um eine zweischürig genutzte Kohldistel-Feuchtwiese „Rehmoosgraben“, es sind etwa drei Hektar mit kennzeichnenden Arten, Grabenstrukturen und Kontakt zu Schilfflächen. Es gibt ein kleines, aber stabiles Vorkommen der im Naturraum äußerst selten gewordenen Trollblume.

Auch Maria Berger aus Ebrantshausen nahm an dem Wettbewerb teil. Bei ihrem Betrieb handelt es sich um einen kleinen Nebenerwerbsbetrieb mit etwa drei Hektar Grünland mit Streuobst und Bienenhaltung, sowie Pferdeheuverkauf.

Einschürige Bergschneiderwiese

Bei der Wiese handelt es sich um eine einschürig genutzte Bergschneiderwiese (0,84 Hektar), die neu ins Bayerische Vertragsnaturschutzprogramm aufgenommen wurde. Es ist eine Extensivwiese, ein Halbtrockenrasen mit kennzeichnenden Arten der bodensauren Magerrasen und Sandrasen (darunter Pechnelke) auf einer sehr strukturreichen Hanglage (Terrassen, Waldrand, Säume) mit hohem Naturschutzwert. Die zwei bestplatzierten Betriebe gewinnen Gutscheine für einen Aufenthalt in einem Bio-Hotel im Wert von 500 Euro, bzw. 300 Euro, der dritte bis sechste Platz bekommt auch Geldpreise. Alle weiteren beteiligten Betriebe erhalten Sachpreise von den Unterstützerverbänden.

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