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Ansturm auf den ersten Raucherclub im Landkreis

Die Chefs der Tabakfreunde (v.l.): Willi Fuchs, Vorsitzender Thomas Stock, Ilona Schmidmeier, Manfred Preußner und Jürgen Eichinger.

Der eine Teil der Gaststätte, die so genannte Schwemm, ist seit dem 1. Januar Clubraum und damit einer geschlossenen Gesellschaft vorbehalten, die in diesem Raum rauchen darf. Den dazugehörigen Club gibt es auch bereits: Es ist der „1. Club der toleranten Tabakfreunde Bad Abbach“.

25 Gründungsmitglieder hatte er, und bereits in der ersten Woche seines Bestehens ist die Mitgliederzahl auf mittlerweile 115 angewachsen. Damit alles seine Richtigkeit hat mit dem Club, haben die toleranten Tabakfreunde ganz ordentliche Wahlen durchgeführt. Thomas Stock ist Vorsitzender, Jürgen Eichinger sein Stellvertreter, Ilona Schmidmeier – übrigens Nichtraucherin – ist Schriftführerin, Willi Fuchs Kassier, Gerhard Weinzierl und Manfred Preußner Kassenprüfer.

Zehn Euro macht der Zweijahres-Beitrag für Raucher aus – einen Euro für Nichtraucher. Zutritt zum Clubraum haben nur Mitglieder mit Clubausweis. Auf eines legt die Wastlwirtin Marlene Semmler Wert: „Keiner unter 18 Jahren darf Mitglied sein, und Kinder kommen auch in Begleitung ihrer Eltern nicht in den Raucherclub.“

Bezeichnend sei, dass annähernd die Hälfte der Mitglieder Nichtraucher seien. „Sie wollen auf das Zusammensein am Stammtisch nicht verzichten, sie wollen miteinander reden und wollen, dass die Gesellschaft beisammen bleibt“, erklärt Marlene Semmler deren Beweggründe. Denn wenn immer wieder welche das Lokal verlassen, bliebe die Gemütlichkeit auf der Strecke. Oft sei es auch so, dass die Club-Mitglieder erst zum Essen den rauchfreien Teil des Lokals besuchen und dann in die Clubräume wechseln. Jetzt geht’s noch zum Notar, damit aus dem Club ein eingetragener Verein wird. Und dann dürfen auch nach dem 1. Januar ganz legale Rauchzeichen gesetzt werden beim Wastlwirt.

Maximilian Sturm, Kreisvorsitzender des Bayerischen Hotel- und Gaststättenverbands, kann sich durchaus vorstellen, dass diese Möglichkeit im Landkreis noch öfter genutzt werden wird. Tatsächlich gebe es Lokale, die von dem Rauchverbot sehr betroffen seien. „Wenn die Kollegen meinen, dass sie damit Gäste halten, finde ich das in Ordnung“, sagt Sturm. Vorausgesetzt – das Ganze habe Hand und Fuß und entspreche den gesetzlichen Vorschriften. Etwas Bedenken hat Sturm aber, dass solche Lokale die Nichtraucher verlieren und eine gewisse Konfrontation zwischen Raucher und Nicht-Raucher stattfinden werde.

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