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Arbeit am Gewerbegebiet kommt voran

Die Politiker aus Train sind fleißig bei der Sache, Unternehmern Baugrund zur Verfügung zu stellen. Die warten schon darauf.
Von Wolfgang Abeltshauser

  • Noch ist das kommende Gewerbegebiet Ziegelstadl (linker Hand der Fahrbahn) landwirtschaftliche Fläche. Es wird an die bestehende Firmenbauten des Gewerbeareals „Am Reham“ im Süden von St. Johann anschließen. Foto: Abeltshauser
  • Das Baugebiet Lärchenweg Foto: Abeltshauser

Train.Die Trainer Politik arbeitet weiter daran, Interessenten Land für Wohnen und Gewerbe anzubieten. Und es sieht gut aus, dass im Ortsteil St. Johann spätestens 2021 konkrete Arbeiten für das Gewerbegebiet „Ziegelstadl“ beginnen können. Laut Planer Fritz Bauer werden sich die Erschließungsarbeiten für das rund zwölf Hektar große Areal unkomplizierter gestalten als gedacht.

Diese Nachricht werden sicherlich auch Unternehmer aus der Region erfreut hören. Denn sie wollen laut Bürgermeister Gerhard Zeitler (UL) weiterhin gerne nach Train kommen. „Wir haben genügend Anfragen“, berichtet er. Und ist wie die Mitglieder des Gemeinderates zufrieden mit dem Stand der Planungen. Den stellte ihnen unlängst Bauer vor – es gab keine grundsätzliche Kritik am Vorgehen.

Direkt an der Bundesstraße

Das Gelände befindet sich am südlichen Ortsausgang von St. Johann Richtung Elsendorf – rechter Hand der Bundesstraße 301.

Analyse

Opposition hält in Train die Mehrheit

Das Verhältnis im Gemeinderat beträgt weiterhin sieben zu fünf. Die CSU/UW und UL bestätigen das Ergebnis von 2014.

Der Planer stellt fest, dass die Arbeiten am Schutz vor Regenwasser weniger intensiv als gedacht ausfallen werden. Untersuchungen hätten gezeigt: Das Einzugsgebiet sei kleiner als angenommen – damit auch die Menge des möglicherweise in das Gebiet eindringende Wassers.

Mehrere Bauabschnitte

Für den ersten Bauabschnitt reiche es aus, einen freilaufenden Graben im Areal anzulegen, der Wasser ins geplante Rückhaltebecken leitet. Im weiteren Verlauf solle ein das Gelände umschließender offener Graben errichtet werden, der den notwendigen Ausgleichsflächen zugerechnet werden könne. Grundsätzlich ist laut Bauer und Zeitler vorgesehen, das Areal in mehreren Abschnitten zu erschließen.

Anton Schretzlmeier (UL) befürchtet, dass das Rückhaltebecken trotzdem zu gering dimensioniert sei. Bauer weist darauf hin, dass die Grundstückseigentümer angehalten seien, so gut es geht Regenwasser auf dem eigenen Areal zurückzuhalten.

Neue Räte tagen im Mai

  • Termin:

    Auch in Train steht mittlerweile der Termin für die konstituierende Sitzung fest. Es ist der 13. Mai. Bürgermeister Gerhard Zeitler betont, dass all diese Sitzungen in den ersten beiden Maiwochen abzuhalten sind.

  • Ort:

    Sie wird im Fürstbischof-Eckher-Saal stattfinden. Dort können die Abstandsregeln eingehalten werden. Einen Ferienausschuss wie bei Nachbarn wird es in Train nicht geben. Das Ratsgremium sei nicht so groß, dass dies nötig sei.

Armin Stiegler (CSU) schlägt vor, mehr Wasser in einem Becken zurückzuhalten als geplant, um so im Brandfall ausreichend Löschwasser zur Verfügung zu haben. Dies sei laut Bauer aber nur mit umfangreichen Auflagen möglich. Zeitler hält das auch nicht für zielführend. Denn ein Regenrückhaltebecken sei kaum das ganze Jahr über mit Wasser gefüllt. Und einen unterirdischen Tank zu bauen sei dann eine ganz andere Sache. Grundsätzlich werde das Bauleitverfahren zeigen, wie viel Löschwasser bereitgestellt werden müsse.

Noch mehr Positives

Bauer legt einen weiteren positiven Aspekt vor. Da Parzellen im nördlichen Bereich des Areals tiefer liegen als anschließendes Gelände, werde es wohl keine allzu dramatischen Auflagen in Sachen Lärmschutz geben.

Grundsätzlich sind laut Bauer alle Fachplanungen abgeschlossen. Der Bebauungsplan-Entwurf liegt bis Ende Mai öffentlich aus. Der Fachmann rechnet damit, dass sich das Trainer Ratsgremium nach Pfingsten wieder mit dem Thema zu beschäftigen hat. Dann sollten die Stellungnahmen von Bürgern, Behörden und Organisationen vorliegen.

Im jüngst verabschiedeten Investitionsprogramm der Kommune sind für dieses und kommendes Jahr 800 000 Euro für die Erschließungsmaßnahmen eingestellt.

Einen Schritt weiter ist man da mit dem angedachten Wohnbaugebiet. Das soll beim Lärchenweg – ebenso im Ortsteil St. Johann – entstehen. Laut Bürgermeister entstehend dort 18 Parzellen. Das Aufstellungsverfahren für den entsprechenden Bebauungsplan läuft derzeit. 300 000 Euro sind für die Erschließungsarbeiten vorgesehen.

Die Warteliste sei laut Zeitler jetzt schon lang. Deshalb würden erst einmal nur Kaufgesuche von Bürgern aus dem Ortsteil berücksichtigt.

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