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Marktrat

Aus für die Windkraft in Painten

Willi Dürr und Richard Dietz bedauern die Entscheidung: „Zwanzig Kilometer weiter stehen mindestens dreißig Windräder.“
Von Renate Beck

Der Marktplatz Painten macht erkennbare Fortschritte. Foto: Beck
Der Marktplatz Painten macht erkennbare Fortschritte. Foto: Beck

Painten.Die Windkraftanlage und der Marktplatz Painten waren die beiden Hauptthemen der jüngsten Marktratssitzung, zu der Landschaftsarchitektin Doris Maroski vom Planungsbüro KomPlan eingeladen war. Wie bereits berichtet, ist der ursprünglich geplante Windpark im Paintner Forst im vergangenen Februar zugunsten des in diesem Gebiet fliegenden Wespenbussards storniert worden.

Da die Paintner Markträte und offensichtlich auch viele Paintener Bürger diese Stromversorgung mit den Windrädern gerne gehabt hätten, erinnerte man sich alternativ an eine eventuell passende Fläche südlich von Maierhofen. Nach Ausarbeitung des Planes durch Doris Maroski und deren Ausführungen dazu im Marktrat fällt nun auch dieser angedachte Bereich wegen zu geringer Abstände für die Windräder flach.

Marktrat Willi Dürr, der bereits in seinem Amt als Bürgermeister mit der ursprünglich geplanten Windparkanlage befasst war, bedauerte die politische Entscheidung gegen diese langjährig geplante Anlage im Paintner Forst. „Zwanzig Kilometer weiter stehen mindestens dreißig Windräder. Painten hat das Projekt verwerfen müssen, weil viele Menschen dagegen waren“, erinnerte Dürr. Er sei für die Windkraft, betonte er. „Es geht mir um den Klimawandel – ihm entgegen zu treten. Das haben wir leider nicht geschafft.“

Auch Marktrat Richard Dietz äußerte sich enttäuscht über das Resultat. Seiner Meinung nach habe man mit dieser Negativ-Entscheidung einen großen Fehler gemacht. „Ich kann nicht nachvollziehen, wie es dazu gekommen ist“, sagte Dietz.

Diesem emotionalen Tagesordnungspunkt folgte ein grün angehauchter: die Vergabe der Vegetationsarbeiten zur Neugestaltung des Paintner Marktplatz. Neun Firmen aus der Umgebung habe man laut Bürgermeister Michael Raßhofer im Rahmen einer Ausschreibung angeschrieben. Von den zwei eingegangenen verwertbaren Angeboten wurde der Firma Brunner der Auftrag über die Vegetationsarbeiten gegeben. Eine Zwischensaat auf den Baumscheiben sei laut Bürgermeister eine der ersten sichtbaren Arbeiten; die Pflanzung von Bäumen – vielleicht auch einer „Dorflinde“ – eine andere.

Nach der Feststellung der Jahresrechnung 2016 und der Erteilung der Entlastung bedankte sich Bürgermeister Michael Raßhofer bei Marktrat Richard Freisleben für die Ausführungen, dem Geschäftsführer Josef Schumann und all den anderen Helfern für die notwendigen Vorarbeiten für die Jahresrechnung.

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