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Kommunalwahl

Bad Abbacher CSU stellt Kandidaten vor

Er tritt für Bürgermeisteramt und Ortsvorstand an: Dr. Benedikt Grünewald (40) soll frischen Wind in den Markt bringen.
Von Thomas Kreidemeier

Ortsvorsitzender Reinhold Meny (l.) überreichte Bürgermeisterkandidat Dr. Benedikt Grünewald (2.v.l.) weiß-blaue Handschuhe – „zum Anpacken“. Foto: EKT
Ortsvorsitzender Reinhold Meny (l.) überreichte Bürgermeisterkandidat Dr. Benedikt Grünewald (2.v.l.) weiß-blaue Handschuhe – „zum Anpacken“. Foto: EKT

Bad Abbach.Er ist mit seinen 40 Jahren noch ein relativ unbeschriebenes Blatt in der Bad Abbacher Kommunalpolitik, sitzt derzeit auch nicht im Marktgemeinderat und soll nun „frischen Wind“ in die CSU und den Markt bringen: Dr. Benedikt Grünewald. Am Montag schlug der Ortsvorstand der Partei Dr. Grünewald einstimmig als Bürgermeisterkandidaten für die Wahlen 2020 vor. Die offizielle Bestätigung der Nominierung vonseiten der Mitgliederversammlung ist für Ende März geplant. Da soll Grünewald dann nach den Plänen des Vorstands auch den Ortsvorsitz von Reinhold Meny übernehmen, der nach elf Jahren im Amt nicht mehr kandidieren wird.

Als Kandidat „wie man ihn sich nur wünschen kann“ beschrieb Meny seinen Parteigenossen: „Er lebt seit seiner Geburt in Bad Abbach und engagiert sich hier auf vielfältige Weise“, erklärte Meny. Zudem sei er bereits von 2002 bis 2008 Mitglied des Marktgemeinderates gewesen und habe durch seine berufliche Karriere viel Erfahrung in Sachen Kommunalpolitik und Verwaltung. Dr. Grünewald ist Richter am Münchner Verwaltungsgericht. Meny gibt zu, mit der Vorstellung des Kandidaten recht früh dran zu sein, hofft aber, dadurch einen besonders intensiven Wahlkampf durchführen zu können.

Auch die Fraktion, die sowieso vollständig im Vorstand vertreten ist, steht hinter dem neuen starken Mann Grünewald: „Er hat zweifellos die nötige Kompetenz und wir sehen bei ihm die größte Chance, dass er die Wahl gewinnen kann“, meint Andreas Diermeier, der selbst 2014 angetreten war, die Bürgermeisterwahl gegen den amtierenden Ludwig Wachs aber verloren hatte.

Das sind seine Themen

Konkret bewegen ihn in Bad Abbach derzeit vor allem drei große Punkte, die er als Bürgermeister unbedingt anpacken möchte: eine „Änderung der Städtebaupolitik“ in Bad Abbach, der geplante Umbau des Kurhauses und die „Weiterentwicklung des Schulstandortes Bad Abbach.

„Die Kommune muss hier wieder selbst mehr Bauland schaffen und verkaufen, anstatt das Bauträger machen zu lassen“, findet der 40-Jährige. So könne man dafür sorgen, dass die Preise erschwinglich bleiben und die Gebäude auch „besser ins Ortsbild passen“. Er möchte weg von den vielen Geschosswohnungen, an denen der Bedarf jetzt gedeckt sei, hin zu mehr Einfamilienhäusern, Reihenhäusern und Doppelhäusern. Hier führt er seine eigene Situation als Beispiel für die aktuelle Problematik an: Mit seiner Familie – seine Frau ist ebenfalls Richterin, Tochter (7) und Sohn (3) – lebt er im Peisinger Neubaugebiet. Trotz „zwei Richtern mit eineinhalb Gehältern“, sagt Dr. Grünewald, sei ein Haus in Bad Abbach finanziell nicht machbar gewesen. In Sachen Kurhaus-Umbau will Grünewald keine neuen, eigenen Pläne entwickeln und alles Bestehende verwerfen. „Es geht mir da nur darum, dass man die bestehenden Pläne für Renovierung und Sanierung, die es ja schon länger gibt und die auch wirklich gut sind, einfach mal umsetzt“, erklärt der Richter. Es herrsche großer Bedarf an Veranstaltungsorten im Bereich von 100 bis 300 Leuten in der Region und da könne man das Kurhaus „viel besser nutzen“.

Ein hervorragender Standort

Zum dritten großen Aspekt seiner Kandidatur macht Grünewald das Thema der Schulen: Sanierung und Teilneubau von Grund- und Mittelschule sollen mit ihm „professionell abgewickelt werden“, ohne dass „die Kosten davonlaufen“. Er sieht aber noch größere Chancen: Mit der Asklepios-Klinik habe man eine Einrichtung mit exzellentem Ruf und großem Bedarf an medizinischen Fachkräften. „Ich sehe Bad Abbach daher als hervorragenden Standort für eine Schule oder Fachakademie im Bereich Kranken- und auch Altenpflege, auch wegen der guten Lage vor den Toren Regensburgs“, erläutert Grünewald. Er wolle diese Chance nutzen und „bei den Ersten dabei sein“.

Immer wieder argumentiert der Bad Abbacher mit seiner Erfahrung in der kommunalen Verwaltung: „Ich habe da die Kontakte und habe auch schon Projekte im dreistelligen Millionenbereich koordiniert“, legt er dar.

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Das ist der Kandidat

  • Dr. Benedikt Grünewald:

    In Bad Abbach geboren, besuchte er auch die örtliche Grundschule. Nach dem Abitur begann er ein Jura-Studium, das er 2005 mit dem zweiten Staatsexamen abschloss. Er promovierte im Verwaltungsrecht.

  • Ehrenämter:

    In Bad Abbach ist er unter anderem im Elternbeirat der Grundschule, im Förderverein Frauenbründl und in der Kirchenverwaltung der Pfarrei St. Nikolaus aktiv.

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