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Region Kelheim
Dienstag, 25. September 2018 15° 1

Besichtigung

Bald wieder ein „Bräustüberl“ in Train?

Räte der Kommune in der Hallertau informieren sich über die Initiative der Gemeinde Winzer, die einen Gasthof sanierte.

Besichtigung des renovierten Gasthofes in Winzer Foto: Gemeinde Train
Besichtigung des renovierten Gasthofes in Winzer Foto: Gemeinde Train

Train.Seit geraumer Zeit gibt es in der Gemeinde Train Überlegungen zur Reaktivierung des seit vielen Jahren leerstehenden und in Gemeindebesitz befindlichen Bräustüberl Gebäudes. Zur weiteren Ideenfindung unternahmen Gemeinderat und Vorstandschaft der Dorferneuerung vor wenigen Tagen eine Exkursion in die Marktgemeinde Winzer bei Deggendorf.

Ziel war einer Pressemitteilung zufolge die Besichtigung des dortigen Gasthofs „Zur Post“, der von der Marktgemeinde 2012 wieder in Betrieb genommen wurde. Bürgermeister Jürgen Roith empfing die Gruppe aus Train im Rathaus. Ausführlich berichtete er der Besuchergruppe, wie es dem Markt Winzer gelungen ist, den altehrwürdigen Gasthof wieder zum Leben zu erwecken. Zehn Jahre lang habe die „Post“ leer gestanden, bevor sich der Marktrat mit überwältigender Mehrheit für Kauf und Sanierung der Liegenschaft ausgesprochen habe. 2,2 Millionen Euro wurden investiert – die Hälfte davon sei aus der Gemeindekasse gekommen, die andere Hälfte sei aus Städtebauförderungsmitteln bereitgestellt worden.

Erstmals war der Gasthof im 15. Jahrhundert als Bierschänke erwähnt worden. 1827 wurde das Gebäude in seiner jetzigen Form errichtet. 1885 ist in die „Post“ tatsächlich eine Postagentur eingezogen, am Ende des Zweiten Weltkrieges wurde der Gasthof von der amerikanischen Armee beschlagnahmt. Während sie das alte Gemäuer besetzt hielt, brannte es bis auf die Grundmauern ab – 1946 musste das Wirtshaus komplett neu aufgebaut werden.

Die „Post“ sei nun endlich wieder Kommunikationsmittelpunkt im Ort, freut sich Bürgermeister Roith: „Wenn es der Markt nicht regelt, so haben wir es jetzt eben als Markt geregelt.“

Bei der Besichtigung des Gasthauses konnten sich die Besucher aus der Hallertau ein Bild von der gelungenen Renovierung des Gasthauses machen. „Voraussetzung für eine gut gehendes Gasthaus sind eine gute und funktionsfähige Einrichtung und natürlich ein guter Wirt“, so der Bürgermeister. Zum Ende des Gesprächs der interessierten Trainer Räte übergab Bürgermeister Gerhard Zeitler seinem Amtskollegen einen Hopfenschnaps als Gruß aus der Hallertau.

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