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Region Kelheim
Mittwoch, 15. August 2018 27° 3

Themenwoche

Bauland ist teuer wie nie

Der Höhenflug der Preise für Bauland nimmt kein Ende – dieser Trend zeigt sich auch im Landkreis Kelheim.
von Benjamin Neumaier

Wer Bauland kaufen möchte, zahlt im Landkreis Kelheim aktuell teils horrende Preise - insofern er überhaupt zum Zuge kommt. Foto: Fotolia©Gina Sanders
Wer Bauland kaufen möchte, zahlt im Landkreis Kelheim aktuell teils horrende Preise - insofern er überhaupt zum Zuge kommt. Foto: Fotolia©Gina Sanders

Kelheim.Der Traum vom Eigenheim ist in Deutschland derzeit zu vergleichsweise günstigen Finanzierungs-Konditionen zu verwirklichen. Seit einigen Jahren steigen die Preise für Bauland aber extrem an, sodass die Bauherren bis zu 30 Prozent mehr für ihr neues Eigenheim zahlen müssen. Laut dem Landesamt für Statistik stiegen die Preise für Grundstücke seit dem April 2016 zwischen 1,7 und 2,1 Prozent – pro Monat.

Preise regional bedingt

Diese Preise sind stark regional bedingt: So bekommt man den Quadratmeter Bauland in Sachsen-Anhalt laut hausmagazin.com für im Schnitt 33 Euro, in Sachsen für 60 Euro, in Rheinland-Pfalz für 128 Euro oder in Nordrhein-Westfalen für 165 Euro. Bayern liegt demnach mit 260 Euro pro Quadratmeter deutschlandweit an Platz drei – nach Berlin (300 Euro) und Hamburg (600 Euro).

Die Grundstückpreise im Landkreis im Überblick:

Nimmt man die Bodenrichtwerte des Gutachterausschusses und die Quadratmeterpreise von durch Kommunen erschlossenen Grundstücken als Grundlage, kostet der Quadratmeter Bauland im Landkreis Kelheim aktuell rund 140 Euro.

Eine Milchmädchenrechnung, sind die Unterschiede doch beträchtlich. So zahlt der angehende Bauherr , wenn er sich für einen Bauplatz in Kirchdorf entscheidet, etwa 67 Euro pro Quadratmeter der günstigste Preis im Landkreis. In Bad Abbach hingegen muss er dafür das vier- bis sechsfache hinlegen. Im Kurort kostet der Quadratmeter laut Bodenrichtwert zwischen 250 und 400 Euro. Ähnlich hoch sind die Preise in den Innenstädten von Abensberg, Kelheim oder mit Abstrichen auch Neustadt. Preisveränderungen sind in den Innenstädten aber in den vergangenen 20 Jahren kaum gegeben. So kostete der Quadratmeter in Abensberg schon 1998 umgerechnet zwischen 240 und 400 Euro. Die Preise für Bauland in Neubaugebieten sind in der Babonenstadt allerdings schon geklettert: von 90 bis 150 Euro im Jahr 1998 auf 200 bis 350 Euro aktuell.

Preise klettern überall

Aber auch in Rohr verteuerte sich Wohnbauland in selbigem Zeitraum von 70 auf 155 Euro, in Langquaid von 65 auf etwa 170 Euro, in Biburg von 50 auf 95 Euro oder in Painten von 49 auf 93 Euro. Preisteigerungen um teils mehr als das Doppelte. Die sind in diesem Maß bei beinahe allen Gemeinden im Landkreis zu beobachten.

Diese Preise gelten für von Kommunen angebotenes Bauland – von privater Hand verkauft, sieht die Lage gänzlich anders aus. Durchforstet man Online-Immobilienportale, liegen die Quadratmeterpreise oftmals sogar jenseits der 400 Euro.

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