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Baustelle wirbelt nicht nur Staub auf

Die Ersterschließung der Straße in Nähe des Zwergerlgartens in Ihrlerstein ist nach wie vor ein Thema. 4. Mai war Baubeginn.
Von Renate Beck

Mitte August sollte laut Architekt die Schlesierstraße fertiggestellt sein. Danach folgt der Mohnblumenweg.  Foto: Renate Beck
Mitte August sollte laut Architekt die Schlesierstraße fertiggestellt sein. Danach folgt der Mohnblumenweg. Foto: Renate Beck

Ihrlerstein.Die jüngste Gemeinderatssitzung in der Jakob-Ihrler-Schule war geprägt von Einwänden und Zahlen. Im Fokus lag der Straßenzug „Mohnblumenweg/Schlesierstraße“, dessen Herstellungs- und Abrechnungsfrist im April 2021 endet.

Wie bereits mehrfach berichtet, stoßen auch diese letzten beiden noch nicht endgültig hergestellten Altstraßen auf Gegenwehr. Die Anwohner geben die hohe Verkehrsbelastung von über 1000 Fahrzeugen täglich und die damit verbundene Lärm- und Schmutzbelastung zu Bedenken. Die Wohnqualität leide; sie befürchten die Wertminderung ihrer Grundstücke. Die acht von den Grundstückseigentümern schriftlich vorgebrachten Einwände wurden in der Sitzung behandelt. Manche davon hatten laut Bürgermeister Thomas Krebs nichts mit dem Bebauungsplan zu tun.

Mehr Lärm und Verkehr

Ein immer wiederkehrender schriftlicher Einwand war die Messung zur Verkehrsbelastung im November 2019. „Die Verkehrszahlen im Planungsgebiet zu ermitteln war Grund der Messung“, sagte Krebs in der Sitzung. Diese Verkehrszahlen und Lärmwerte werden von den Anwohnern gerügt; das Lärmschutzgutachten wird angezweifelt.

Horst Pressler von der Chamer Planungsgemeinschaft Pressler & Geiler erörterte dazu dem Gremium und den zahlreichen Zuhörern in der Schulaula die Grundlagen der Durchführung der Verkehrszählungen im November. Ebenso das Ergebnis der Messung der Durchschnittsgeschwindigkeit (31 km/h) in der Schlesierstraße vom 12. bis 14. November 2019 und die Berechnung des Verkehrslärms.

Weitere Beschlüsse

  • Feuerwehr Sausthal:

    Eine Beschaffungsliste wurde vorgelegt. Deren Gesamtkosten von 4580 Euro wurden vom Rat einstimmig genehmigt.

  • Friedhof:

    Die Einfriedung des Friedhofs an der Ostseite wurde nach erneuter Ausschreibung an eine Abensberger Pflasterbau-Firma übergeben. Mit einer Summe von 52 673 Euro liegt sie neun Prozent unter der Kostenberechnung.

„Die Lärmsituation ist ohne Bebauungsplan genauso hoch wie mit Bebauungsplan“, so Presslers Anmerkung. Er sprach auch Schallschutz- und Wärmeschutzverglasungen bei Um- und Neubau an. Zur Verkehrsbelastung gab Ihrlersteins Geschäftsstellenleiter Ludwig Rappl zu bedenken, dass der Verkehr allgemein zugenommen habe.

Thema Gleichberechtigung der Bürger: Auf den Einwand, dass Grundstückseigentümer anderer Straßen (Beispiel Finkenweg) nichts bezahlt hätten, antwortet Krebs, dass diese Straßen einst von den Anwohnern in Eigenleistung plus 10 Prozent Gemeindeanteil gefertigt wurden.

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Das Erschließungsrecht sorgt auch heuer für Streit in Ihrlerstein. Anlieger befürchten, fürs Gewerbegebiet draufzuzahlen.

Die Einwendungen der Bürger sowie die Stellungnahmen der Behörden und Träger öffentlicher Belange wurden zur Kenntnis genommen, behandelt und gegebenenfalls in den neuen Bebauungsplan eingebaut.

Für den Straßenbau „Nelkenstraße/Tulpenstraße“ stand ein Abwägungsbeschluss an. Er ist für die Abrechnung der Erschließungsbeiträge nötig und ging einstimmig vom Tisch.

Geschwindigkeitsmessungen

Ihren Tacho sollten die Autofahrer weiterhin gut im Blick haben: Der Antrag der Stadt Regensburg auf Erteilung einer Ausnahmegenehmigung wird wieder um drei Jahre verlängert. Die Messfahrzeuge dürfen sich im Rahmen der Geschwindigkeitsmessung zum Beispiel in Fahrtrichtung links und auf Grünstreifen stellen.

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