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Beliebter Fotostandort ist gesperrt

Die Stadt Kelheim hat die Klosterthalstraße im Hang gegenüber dem Kloster Weltenburg gesperrt. Das gilt auch für Fußgänger

Blick auf Kloster Weltenburg von der Klosterthalstraße aus
Blick auf Kloster Weltenburg von der Klosterthalstraße aus Foto: Elfriede Bachmeier-Fausten

Kelheim.Einer der besten Standorte, um Kloster Weltenburg zu fotografieren, ist die der Donau gegenüberliegende Seite. Doch derzeit darf es Fotos von dort nicht geben. Wer entlang der Klosterthalstraße läuft, begibt sich in Lebensgefahr.

Deshalb sind die Klosterthalstraße und der Klosterthalweg von Stausacker entlang der Donaustraße bis hinauf zur Straße Kelheim – Heinheim/Essing ab sofort gesperrt. Das gilt sowohl für den Verkehr als auch für Fußgänger. Darauf hat die Stadtverwaltung Kelheim am Freitag hingewiesen. „Diese Maßnahme musste sofort erfolgen, da durch die Gefahr von herabfallendem Totholz und umsturzgefährdeten Bäumen absolute Lebensgefahr besteht“, so Kelheims Verwaltungsleiter .

Die Bayerischen Staatsforsten sind laut Mitteilung bemüht, die notwendigen forstwirtschaftlichen Maßnahmen so schnell wie möglich durchzuführen, um das Gefahrenpotential zu entschärfen.

Es besteht Lebensgefahr

Für die Bürgerinnen und Bürger von Stausacker, aber auch die Benutzer der Fähre besteht die uneingeschränkte Zufahrtsmöglichkeit über die Neustädter Straße. Für die Wanderer und Touristen, die von der Befreiungshalle oder über den Wanderweg oberhalb der Langen Wand kommen, besteht eine Zugangsmöglichkeit zur Anlegestelle der Kahnfahrtszillen.

Der Forstbetrieb Kelheim wird in der kommenden Woche Baumsicherungsarbeiten entlang der Klosterthalstraße durchführen. Durch die Trockenheit der vergangenen Wochen sind etliche Buchen, Eschen, Eichen und Ulmen teilweise abgestorben und könnten zur Gefahr für den Besucherverkehr werden.

Donau

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Der Anblick der Donau bei Stausacker wird sich deutlich verändern. Davon sollen auch die Menschen profitieren. .

„Wir werden die akut gefährlichen Kronenteile von einem Hubsteiger aus zurückschneiden und dadurch die Gefahr von herabfallenden Ästen so weit wie möglich beseitigen“, erklärt Sabine Bichlmaier, Leiterin des Forstbetriebs Kelheim.

Sowohl die Stadt Kelheim als auch das Wasserwirtschaftsamt, auf dessen angrenzenden Flächen ebenfalls absterbende Bäume stehen, schließen sich der Maßnahme des Forstbetriebs Kelheim an und beseitigen Gefahrenstellen auf ihren Grundstücken. Zustimmung findet die zwingend notwendige Verkehrssicherungsmaßnahme auch bei der unteren Forstbehörde. Die Beseitigung der Gefahrenquellen soll zeitnah erfolgen, betont Michael Wolf vom AELF Abensberg.

Bei einem Ortstermin überzeugte sich auch Wolfgang Lorenz von der höheren Naturschutzbehörde an der Regierung von Niederbayern von der Notwendigkeit der Maßnahme. „Natürlich ist der Sommer während der Brut und- Aufzuchtzeit kein günstiger Zeitpunkt für diese Arbeit“, so der Naturschutzexperte, andererseits erfordere aber die Gefährdung der Straße und ihrer Nutzer ein schnelles Handeln.

Auch ein Fledermausexperte ist im Einsatz

Ein Fledermausexperte wird die Bäume vor dem Einsatz noch begutachten, damit die geltenden natur- und artenschutzrechtlichen Vorgaben eingehalten und bei der Arbeit größtmögliche Rücksicht auf die vorhandene Tierwelt genommen werden. Um Störungen und Beeinträchtigungen für die Natur so gering wie möglich zu halten, wurde vereinbart, dass alle Möglichkeiten zur Minimierung ausgeschöpft und die Maßnahmen auf das zwingend erforderliche Maß zur Herstellung der Verkehrssicherheit beschränkt werden.

Naturschutz

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Nachdem die Klosterthalstraße innerhalb des erst in diesem Jahr ausgewiesenen Nationalen Naturmonuments liegt, haben sich der Forstbetrieb und die Regierung von Niederbayern darüber hinaus ab dem Herbst auf eine enge Abstimmung aller weiteren Sicherungsmaßnahmen innerhalb des Schutzgebiets verständigt.

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