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Gemeinde

Bestnoten wurden belohnt

Erfolgreiche Schüler, das neue Gewerbegebiet und die Straßensituation am Kirchberg lockten zahlreiche Besucher zur Sitzung.
von Roswitha Priller

Maximilian Lederer (v.li.), Daniel Peckl, Christina Zimmerer und Marco Schütt wurden von Bürgermeister Gerhard Zeitler geehrt. Foto: Roswitha Priller
Maximilian Lederer (v.li.), Daniel Peckl, Christina Zimmerer und Marco Schütt wurden von Bürgermeister Gerhard Zeitler geehrt. Foto: Roswitha Priller

Train.Selten fand bisher in Train eine öffentliche Sitzung des Gemeinderates so viele Zuhörer wie in der vergangenen Woche. Das lag zum einen an der Ehrung der Schulabsolventen mit einer 1 vor dem Komma, zum anderen aber auch am letzten Tagesordnungspunkt , dem Bürgerantrag auf bauliche Änderung der östlichen Zufahrtsstraße Kirchberg.

Lösung mit Mediator

Um über die beantragten baulichen Änderungen am Kirchberg entscheiden zu können, wird ein Treffen vor Ort mit den betroffenen Fachstellen stattfinden. Da auch Unstimmigkeiten zwischen den einzelnen Anwohnern vorliegen, wird auf Vorschlag von erstem Bürgermeister Gerhard Zeitler ein Mediator eingeschaltet, um von einer neutralen Stelle eine einvernehmliche Lösung einzuleiten. Streitpunkt ist die Befahrung einer „Abkürzung“, die lediglich für den landwirtschaftlichen Verkehr freigegeben ist.

Zeitler freute sich, vier Einser-Absolventen im Namen der Gemeinde ehren zu können. Maximilian Lederer (1,9) und Daniel Peckl (1,7) haben ihr Abitur erfolgreich bestanden. Lederer beginnt eine Lehre als Feinwerkmechaniker und Peckl wird Informatik studieren. Bereits zum zweiten Mal wurden Christina Zimmerer und Marco Schütt von der Gemeinde geehrt. Beide hatten herausragende Schulabschlüsse. Schütt hat jetzt als Innungsbester seine Ausbildung zum Elektriker mit einem Schnitt von 1,4 abgeschlossen. Zimmerer absolvierte den sozialen Zweig an der FOS mit 1,8.

Weitere Beschlüsse

  • Kindergarten:

    Für die Sanierung wurden Aufträge für Schließanlage, Beschilderung, Vorhänge und Rollos, Schreinerarbeiten und Feinreinigung erteilt.

  • Abens-Donau-Energie:

    Die Gemeinde Train wird sich am Stromnetz beteiligen.

  • Notreparatur:

    Die Notreparatur von Geh- und Radwegen wurde genehmigt.

Fritz Bauer vom Ingenieurbüro KomPlan erläuterte dem Gremium ausführlich die Planung zum Gewerbegebiet „Ziegelstadl“ im Ortsteil St. Johann und beantwortete alle Fragen vor Fassung des Billigungsbeschlusses. Großer Diskussionspunkt war, ob Betriebsleiterwohnungen auf dem Areal zugelassen werden oder nicht. Das Gebiet umfasst insgesamt 11,7 Hektar und soll in vier Abschnitte aufgeteilt werden. Fraglich war, ob die Gemeinde wenigstens in einem Abschnitt Wohnraum für Betriebsleiter zulässt. Von den Räten, die das anfangs befürworteten, wurde hier vor allem an junge Firmengründer gedacht. Die Erfahrungen in anderen Gewerbegebieten bestärkten Zeitler in seiner Ansicht, keinen Wohnraum zuzulassen. Die Emissionsschutzauflagen für Gewerbetreibende würden letztendlich zu hoch. Zudem sei vielen Firmeninhabern nicht klar, dass das Wohnrecht in einem Gewerbegebiet mit der Aufgabe oder einer Nutzungsänderung des Betriebs erlischt.

Bereits im Vorfeld sind die betroffenen Behörden zu Rate gezogen worden.

Naturschutzrechtlich sei nach mehreren Begehungen durch einen Fachbiologen keine wesentlichen Einschränkungen zu erwarten, erläuterte Bauer. Für die Entwässerung wird aufgrund des Bodengutachtens eine Kombination aus Sickervorrichtungen auf den jeweiligen Grundstücken und einer zentralen Regenwasserkanalisation empfohlen. Die Bauhöhe wird in drei Zonen gestaffelt und darf maximal 15 Meter betragen.

Keine Betriebsleiterwohnungen

Aufgrund der Baumwurfgrenze muss zum Waldrand eine Grenze von 25 Metern eingehalten werden. Der vorhandene Waldrand wird so belassen. Im Gewerbegebiet verläuft eine 300 Meter lange Erschließungsstraße. Die Erschließung der Gebiete 2, 3 und 4 erfolgt über eine Ringstraße. Insgesamt entfallen nur 15 Prozent der Gesamtfläche auf Erschließung, 85 Prozent können von der Gemeinde als Gewerbeflächen veräußert werden. Der größte Abschnitt hat 5,3 Hektar. Für die Berechnung der Ausgleichsflächen kann aufgrund der vorgesehenen Begrünung mit einem Faktor von 0,45 gerechnet werden. Das heißt, es werden fünf Hektar benötigt. Letztendlich wurde der Billigungsbeschluss einstimmig gefasst.

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