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Bilderreise zu Kolumbiens Indianern

Edith Vetter (Mitte) bei ihrem letztjährigen Besuch im Kinderheim San Mateo in Bogotá, Kolumbien.Foto: eav

NIEDERLEIERNDORF.In der jüngsten Versammlung des Katholischen Frauenbundes im Gasthaus Irnstetter stand ein Bildervortrag von Edith Vetter über Land und Leute in Kolumbien im Mittelpunkt – und eine Spende: Vorsitzende Annemarie Kraus und Marion Schwarz überreichten an die Referentin einen Scheck von 200 Euro für ein kolumbianisches Kinderheim.

Seit insgesamt zehn Jahren bereist die Amateurfotografin Kolumbien, stets bewaffnet mit ihrer Kamera. Sie kennt die Tropenwälder und die Savanne genauso gut wie die Hochebenen des Paramo. Eindrucksvoll schilderte sie ihr Leben in einem Bürgerkriegsland, in dem sie sechs Jahre mit ihrer Familie lebte. Sie begleitete unter anderem die Hilfsorganisation „Ceudes“ mit ihrem Projekt „Manos de Mujer“ in das Indianer-Reservat der Pijaos. Hier wurde für alleinerziehende Mütter ein Netzwerk zur Selbsthilfe aufgebaut. 1999 hat sie das Erdbebengebiet Armenia besucht und eine Spendenaktion initiiert, die vielen Erdbebenopfern wieder zu einem Dach über dem Kopf verhalf.

Ihren Zuhörern schilderte Vetter die ausweglose Situation vieler Kinder aus den Armenvierteln, die mangels Geld keine Schule besuchen können und zwangsläufig auf der Straße enden würden. Zehn Prozent der Kolumbianer sind Analphabeten. Die christliche Einrichtung „Congregacion San Mateo“ hat vor rund 40 Jahren für die Kinder des Armenviertels „Las Delicias del Carmen“ eine Kindertagesstätte eingerichtet, die mittlerweile 230 Kinder zwischen zwei und fünf Jahren und rund 100 Grundschüler bei den Hausaufgaben betreut.

Das Kinderheim wird größtenteils durch Spenden finanziert. Die KDFB-Vorsitzende Kraus stellte anschließend noch die Aktion „Eine Mütze voll Leben“ von „Save the Children“ vor: Mit selbst gestrickten Babymützchen für Neugeborene wird gegen die Kindersterblichkeit gekämpft. Die Mützchen sollen vor Auskühlung bewahren und bieten gleichzeitig Schutz vor Infektionskrankheiten.

Auch die Niederleierndorfer Frauen haben bisher schon gestrickt: Es entstanden 25 Mützchen für Kinder in Afghanistan und Ruanda. (eav)

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