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Billardsportler leiden unter Zwangspause

Sinkende Mitgliederzahlen machen den Vereinen zu schaffen. Verschiedene Szenarien sind möglich, wie es nun weitergeht.
Von Anton Fischer

Der Billardsport leidet auch an den Auswirkungen der Corona-Pandemie. Foto: Anton Fischer
Der Billardsport leidet auch an den Auswirkungen der Corona-Pandemie. Foto: Anton Fischer

Neustadt an der Donau.Wie derzeit leiden alle Sportarten an der Corona Epidemie, so auch der Billardsport mit seinen Aktiven. Seit Mitte März sind die Vereinsheime bzw. Spiellokale geschlossen und der Spielbetrieb in der Liga auf Eis gelegt. Auch hier kann keiner sagen, wie lange es noch dauern wird.

Die Saison 2019/20 wurde zwei Spieltage vor Saisonende abgebrochen und man hofft, dass man sie noch bis zum Neubeginn der Saison 2020/21, Mitte September beenden kann. Auch hier stehen weder die Meister, noch die Absteiger fest und ein Abbruch der Saison würde für viele Vereine sportliche und finanzielle Planungen verwerfen. Die Verantwortlichen der DBU (Deutsche-Billard-Union) bzw. des BBV (Bayerischer Billardverband) stehen derzeit in engen Beratungen, wie es sportlich weitergehen soll. Vorrangig sind natürlich die Vorgaben der Bundesregierung, die ausschlaggebend für eine Weiterführung der Liga sind. Dabei stehen einige Vorschläge auf der Agenda, wie die laufende Saison noch sportlich beendet werden könnte.

Der Sport-Rat der DBU und des BBV sieht in der Ausdehnung der Saison 2019/2020 bis zum 31. Dezember ein mögliches Szenario. Abhängig von der Situation um Covid-19 würde dies im zweiten Halbjahr – vorrangig im September und Oktober – die Möglichkeit geben, die verbleibenden Spieltage im Mannschaftsspielbetrieb nachzuholen und in diesem Jahr doch noch den Deutschen Meister sowie Auf- und Absteiger sportlich zu ermitteln. Auch der Spielbetrieb auf Landesebene könnte so ordnungsgemäß beendet werden. Wenn die Saison jetzt abgebrochen wird, steht man vor folgenden Entscheidungen:

1. Alle Wertungen werden gestrichen und die Saison wird annulliert. 2. Stand der abgeschlossenen Hinrunde und es gelten die Auf- und Abstiegsregelungen. 3. Die Wertung des derzeitigen Standes der Saison, dabei gelten wieder die Auf- und Abstiegsregelungen. 4. Die Wertung des derzeitigen Standes der Saison und es gelten nur die Aufstiegsregelungen (Aufstockung der Ligen). Sollte die Saison verlängert werden, kann dies bis spätestens zum 31. Juli unter Abwägung der Situation erst endgültig entschieden und bekanntgeben werden, ob und wenn ja, zu welchen Terminen die Saison im Mannschaftsspielbetrieb beendet wird.

Mitgliederzahlen

  • Rückgang:

    Bundesweit gibt es 26500 Mitglieder in den Billardvereinen, Tendenz fallend, dabei hat sich die Zahl der Mitglieder seit 2002 halbiert.

Dazu werden nach derzeitigem Stand noch folgende Vorschläge diskutiert. Die Ausdehnung der Saison 2019/2020 bis zum 31. Dezember folgt der Beginn der neuen Saison am 1. Januar 2021. Die Saison beginnt somit am 1. Januar und endet am 31. Dezember eines Jahres. Die Umstellung der Saison auf DBU-Ebene zieht natürlich auch die Umstellung für die Landesverbände nach sich. Das heißt, dass die Saison im jährlichen Rhythmus stattfindet. Diesen Vorschlag haben der Sportrat sowie der Jugendvorstand diskutiert und befürwortet.

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