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Region Kelheim
Mittwoch, 23. Mai 2018 26° 2

Wirtschaft

Branche ist optimistisch

Gute Stimmung beim Touristischen Frühjahrsempfang in Bad Gögging, weitere Verbesserungen sind aber erforderlich.

Die Römertage in Eining gehören zu den Veranstaltungen, von denen auch Bad Gögging profitiert. Foto: Sebastian Pieknik

Bad Gögging. Gemeinsam starteten die Touristiker im Bad Gögginger Kurhaus in die neue Saison. Dazu konnte Karl Zettl sen. als Vorsitzender des Tourismusverbandes viele Gäste aus Politik und Wirtschaft, die Geistlichkeit, die Vermieter und alle, die mit dem Tourismus zu tun haben, begrüßen. Besonders freute er sich über die Anwesenheit des stellvertretenden Landrats Wolfgang Gural, von Geschäftsführer vom Tourismusverband des Landkreises Florian Best und Alexander Poschinger vom Tourismusverband Ostbayern.

Pläne

  • Thermenleiter Franz Bauer

    berichtete von der Erstellung eines neuen Wohnmobil-Stellplatzes, der 600 000 Euro verschlang und Ende April eröffnet wird, von Veränderungen und Verbesserungen im „Kerngeschäft“. Die Besuche der neuen Sauna entsprechen im Moment nicht den erwarteten Vorstellungen. Die Wohlfühlatmosphäre ist wichtig, so Bauer, der fürs Jubiläumsjahr jeden Monat ein neues Event ankündigte.

Zettl stellte fest, dass Bad Gögging größer und schöner geworden ist und erwähnte die neue Straße mit der modernen Beleuchtung, die Hochwasserfreilegung und die Investitionen im Wohnungsbau, das betreute Wohnen und den Bau der neuen Reha III. Auch die neue Brücke an der Abens soll noch heuer fertiggestellt werden.

Karl Fischer (von links), Brigitte Schie, Dr. Ursula Richter, Karl Zettl und Astrid Rundler arbeiten an der Entwicklung des Kurorts mit. Fotos: zpi

Aus 600 Einwohnern – einige davon hatten vor hundert Jahren den Mut – den Titel „Bad“ zu beantragen und die Bedeutung des Wassers herauszustellen, wurden jetzt 2150 Einwohner und Bad Gögging bietet zurzeit 1500 Arbeitsplätze. Zettl rechnete vor, dass in den Jahren 2017 bis 2019 rund 70 bis 80 Millionen Euro von der Privatwirtschaft im Kurort investiert werden. Der im kommenden Jahr in Bad Gögging stattfindende Heilbädertag werde einen neuen Bekanntheitsgrad erschließen.

Weitere Maßnahmen

Sorgen bereitet dem Vorsitzenden der Kurpark, der aufgepeppt werden soll und nicht zum Parken der Autos geeignet ist. Der Lärm von Verkehr sollte durch eine Geschwindigkeitsbegrenzung reduziert werden und die Barrierefreiheit müsste noch weiter verfolgt werden. Seit Jahren fordert Zettl als Attraktion eine Fontäne in der Abens und eine Trinkhalle am alten Kurpark, wo das Trinken von Schwefelwasser noch zelebriert wird. Ebenso dränt er auf eine Busverbindung nach Neustadt, die bisher aus Kostengründen nicht installiert werden konnte. Zettl dankte allen, besonders der Stadt Neustadt für die Unterstützung, der Tourismus-Managerin Astrid Rundler und dem Thermenleiter Franz Bauer für die gute Zusammenarbeit. Neben Astrid Rundler durften sich für ihre große Unterstützung auch Brigitte Schie und Melanie Huber sowie Ursula Richter freuen, letztere arbeitet derzeit an einer Chronik anlässlich der Badeanerkennung vor 100 Jahren. Karl Fischer „als Mann für alle Fälle“ erhielt ein Dankeschön.

Auch für Musik war beim Touristischen Frühjahrsempfang in Bad Gögging gesorgt.

„Wir versuchen, Leben in unserem Kurort zu holen“, sagte Bürgermeister Thomas Reimer und sind froh, einen solchen Ort vor unserer Haustüre zu haben. Bad Gögging ist in der Region ein bedeutender Wirtschaftsfaktor und wir arbeiten daran, dass die Gästeanzahl stabil bleibt, ja sogar noch gesteigert werden kann. 1.3 Millionen Euro dazu trägt derzeit die Stadt bei. Die Angebotspalette bei Veranstaltungen und die Gastronomie im Kurort findet Reimer als sehr gut und er stellte fest: „Der Zuzug nach Bad Gögging ist ungebrochen.“

480000 Übernachtungen

„Es ist eine gute Situation in Bad Gögging“, betonte die Tourismuschefin Astrid Rundler und nannte die 480000 Übernachtungen im Vorjahr. „Wir haben eine tolle Hotel-Landschaft und zahlreiche Unterkünfte für jeden Geschmack, eine gute Gastronomie mit einem prima Preis-Leistungs-Verhältnis und die Limes-Therme als Glanzpunkt.“ Anhand von Statistiken beleuchtete sie Gästeankünfte und Übernachtungszahlen von Bad Gögging mit den „gesunden 5“ wie Bad Füssing, Bad Birnbach, Bad Griesbach und Bad Abbach. Ein Fragezeichen stand unter dem Vortrag „ Wo geht die Reise hin- auch in hundert Jahren? Rundler berichtete über die Kriterien, die die Anerkennung jeweils um 10 Jahre verlängert. Diese sind u.a. Klimaanalysen, Luftqualitätsgutachten, medizinische Gutachten, Nachweise der Heilanzeigen, Kurmittelhaus, Ortsbild und entsprechendes Flair incl. Kurpark, Schutzgebiete , medizinische Versorgung, Bebauungspläne, Unterhaltung für Gäste und medizinische Versorgung. Ambulante Badekuren gehen kontinuierlich zurück. Viele Kuren vor allem im Osten Deutschland werden in Polen wahrgenommen. (zpi)

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