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Großeinsatz

Brand im Kalkwerk schnell gelöscht

Ein brennender Fördergurt hat am Dienstagabend einen Großeinsatz der Feuerwehren im Kalkwerk Saal ausgelöst.
Von Martina Hutzler

Unter Atemschutz wurde der Brand am Förderband (Bildhintergrund) gelöscht. Foto: Hutzler
Unter Atemschutz wurde der Brand am Förderband (Bildhintergrund) gelöscht. Foto: Hutzler

Saal.Ein Großaufgebot an Einsatzkräften rückte am Dienstagabend im Kalkwerk Saal an: Ein Fördergurt war dort in Brand geraten. Wie Werksleiter Herbert Alkofer vor Ort erklärte, hat ein Förderband „durchgeschleift“; die entstehende Reibungswärme ließ den Fördergurt in Flammen aufgehen.

Ein Mitarbeiter der Fels-Werke GmbH, der gegen 18.45 Uhr die Flammen bemerkte, alarmierte sofort die Feuerwehr. Das gemeldete Szenario führte zu einem Großeinsatz, berichtete Kreisbrandinspektor (KBI) Karl-Heinz Rott: Die Feuerwehren Saal, Mitterfecking, Kelheim, Affecking und Kelheimwinzer rückten aus, insgesamt rund 90 Aktive. Der Rot-Kreuz-Kreisverband sicherte den Einsatz mit mehreren Rettungswagen ab. Auch die Kelheimer Polizei und ein Fachberater des Technischen Hilfswerks eilten zur Einsatzstelle mitten am Werksgelände.

In einem Förderband (im Bild hinten links zu sehen) brach das Feuer aus. Fotos: Hutzler
In einem Förderband (im Bild hinten links zu sehen) brach das Feuer aus. Fotos: Hutzler

Dort leistete die Feuerwehr Saal, die schnell vor Ort war, in Kürze ganze Arbeit, schilderte KBI Rott: Die Wehrler um Kommandant Siegfried Girke, der den Einsatz leitete, bekamen das Feuer rasch unter Kontrolle. Dazu mussten die Aktiven allerdings unter Atemschutz arbeiten, „anders wäre das Löschen nicht mehr möglich gewesen“, so Kreisbrandinspektor Rott.

Unter Atemschutz wurde der Brand am Förderband (Bildhintergrund) gelöscht. Foto: Hutzler
Unter Atemschutz wurde der Brand am Förderband (Bildhintergrund) gelöscht. Foto: Hutzler

Bedenken bereitete anfangs – als das Ausmaß des Brandes noch nicht absehbar war – die Frage, ob die Löschwasser-Versorgung auf dem hoch am Berg gelegenen Einsatzort sicherzustellen sein würde. Vorsichtshalber legten die Feuerwehren zwei Schlauchleitungen dort hinauf. Indes stellte sich der per Löschfahrzeug mitgeführte Wasservorrat doch als ausreichend dar.

So konnten die Einsatzkräfte gegen 19.30 Uhr bereits wieder mit dem Abbau ihres Inventars beginnen. Auch die sicherheitshalber in großem Umfang alarmierten BRK-Rettungskräfte konnten daraufhin den Heimweg antreten: Bei dem Brand und den Löscharbeiten wurde nach Erkenntnissen gestern Abend vor Ort niemand verletzt. Auch für die Polizei war kein weiterer Handlungsbedarf gegeben.

Der Standort

  • Das Kalkwerk Saal

    gehört zur Fels-Werke GmbH. Diese betreibt in Deutschland insgesamt sechs Kalkwerke sowie weitere Standorte in Tschechien und Russland.

  • Seit 2017

    gehört die Fels-Werke GmbH zur „Europe Heavyside von CRH (Cement Roadstone Holding plc.) mit Sitz in Dublin.
    (Quelle: Unternehmenshomepage www.fels.de)

Das betroffene Förderband, das teils im Freien, teils in einem Gebäude verläuft, wird zum Transport von Kalkstein eingesetzt, erklärte Werksleiter Alkofer. Eine unmittelbare Beeinträchtigung des Werksbetriebs sei nicht gegeben; die Versorgung der Kunden mit Kalkstein in den nächsten Tagen werde man sicherstellen. Den durch den Brand entstandenen Sachschaden schätzte Alkofer am Abend auf rund 10 000 Euro.

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