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Region Kelheim
Sonntag, 24. Juni 2018 18° 4

Großeinsatz

Brand in Flüchtlingsunterkunft

Rauch quoll aus dem Dachgeschoss der Kelheimer Gemeinschaftsunterkunft – das rief rund 100 Feuerwehrler auf den Plan.
Von Beate Weigert, Martina Hutzler und Elfi Bachmeier-Fausten

Auch die Bad Abbacher Drehleiter war im Einsatz. Foto: Bachmeier-Fausten
Auch die Bad Abbacher Drehleiter war im Einsatz. Foto: Bachmeier-Fausten

Kelheim.Aufatmen am Montagabend in der Klosterstraße in Kelheim: Beim Feuer im Dachstuhl im westlichen Gebäudetrakt der staatlichen Gemeinschaftsunterkunft für Flüchtlinge ist laut Polizeikommissar Stephan Biereder niemand verletzt worden. Die Ursache stand am Abend noch nicht fest. Den Sachschaden bezifferte die Polizei auf 10 000 Euro bis 15 000 Euro.

Den Großeinsatz am frühen Abend beim früheren Hotel Seitz in Kelheim lösten Flammen, die weithin sichtbar aus dem Dachgeschoss der Gemeinschaftsunterkunft aufstiegen, aus. Rund 100 Feuerwehrler aus Kelheim, Affecking und Bad Abbach sowie Rettungsdienst-Kräfte und die Polizei rückten in die Klosterstraße aus; die Feuerwehr Bad Abbach war mit ihrer Drehleiter aus Sicherheitsgründen zusätzlich angefordert worden. Kräfte der Feuerwehr Kelheim hatten das Feuer „schnell im Griff“. Die Evakuierung des Gebäudes verlief ohne Probleme, meldete der Einsatzleiter, Kelheims FFW-Kommandant Georg Sinzenhauser. Die Bewohner hätten sich Biereder zufolge teilweise selbst in Sicherheit gebracht, manche hätten dazu aber aufgefordert werden müssen.

Kurz vor dem Brand hätten Zimmererarbeiten stattgefunden. Ob diese „mit der Bandursache im Zusammenhang stehen, konnte bis jetzt nicht geklärt werden“, teilte die Polizei am Abend mit.

Entdeckt haben Handwerker die Brandgefahr: Als sie die Baustelle verlassen wollten, fiel ihr Blick auf das Dach, aus dem Rauch quoll. Sie setzten einen Notruf ab, aufgrund dessen die Integrierte Leitstelle den Großalarm auslöste.

Auch ein Rauchmelder hatte laut Polizei angeschlagen. In dem Gebäude sind nach ersten Angaben vor Ort 94 Menschen gemeldet, die jedoch nicht alle anwesend waren. Vor Ort hatten die Aktiven die Lage nach etwa einer Viertelstunde unter Kontrolle, das Gebäude wurde noch genau auf Glutnester kontrolliert. Kurz nach 18.30 Uhr durften die Bewohner, darunter auch Kinder, wieder ins Haus. Die weiteren Ermittlungen werden vom Ermittlungsdienst der Polizeiinspektion Kelheim geführt.

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Video: Beate Weigert

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