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Auszeichnung

Bürgermedaille wurde verliehen

Fünf Kelheimern wurde die Bürgermedaille in Silber verliehen. Ihr Engagement soll anderen ein Vorbild sein.
Von Bianka Lucius

Die Ehepaare Grünbeck (v.li.), Ipfelkofer, Fischer, Pügerl und Bürgermeister Horst Hartmann nach der Verleihung der Bürgermedaille in Silber. Foto: Lucius
Die Ehepaare Grünbeck (v.li.), Ipfelkofer, Fischer, Pügerl und Bürgermeister Horst Hartmann nach der Verleihung der Bürgermedaille in Silber. Foto: Lucius

Kelheim.An vier Kelheimer wurde die silberne Bürgermedaille im Deutschen Hof vom Bürgermeister Horst Hartmann verliehen. Mit den Worten: „Ihr Herz schlägt für andere“, eröffnete Hartmann seine Laudatio.

Derzeit leben 63 Bürger in Kelheim, die für ihre Verdienste geehrt wurden. Ausgezeichnet werden Leistungen auf den Gebieten der Kunst, Kultur, Wissenschaft, Sozialwesen, Sport, der Umwelt oder des öffentlichen Lebens. Wobei er anschließend die Arbeit aller Kelheimer würdigte, die sich ehrenamtlich zum Beispiel in Vereinen, Parteien, bei Rettungsdiensten oder bei der Betreuung von Menschen engagieren.

Berufssoldat Josef Ipfelkofer erhielt die silberne Bürgermedaille. Mit 14 Jahren trat er der freiwilligen Feuerwehr bei. Seit 2002 ist er Erster Vorstand der Feuerwehr Kelheim-Affecking. Obwohl er zwischendurch drei Jahre durch die Bundeswehr in Amerika stationiert war, übte Ipfelkofer aus der Ferne sein Amt weiter aus. Neben der Feuerwehr war er zwölf Jahre beim SC Kelheim in der Jugendarbeit aktiv. Im Fußballverein organisierte er Ausflüge und Feste für die Jugend. Auch heute beteiligt er sich in Affecking bei öffentlichen Veranstaltungen.

Andere hätten es auch verdient

Josef Ipfelkofer sagte nach seiner Auszeichnung: „Als ich davon erfuhr, war ich überrascht. Ich freue mich und habe das nicht erwartet. Dies ist aber keine Auszeichnung für einen Einzelnen, die Anderen hätten es auch verdient.“ Ipfelkofers Familie unterstützt ihn tatkräftig und trägt großen Anteil an seinem Schaffen: „Die F-Jugend habe ich gegründet, weil damals mein sechs jähriger Sohn unbedingt im Verein Fußball spielen wollte.“

Für seinen Einsatz in einer Organisation, deren Mitglieder 365 Tage rund um die Uhr als Notfallseelsorger einsatzbereit sind, wurde Herbert Pügerl ausgezeichnet. Seit 2008 ist Pügerl bei MONA engagiert und teilt sich seit drei Jahren die Einsatzleitung mit Bettina Manglkramer, informierte der Bürgermeister. Ganz unvorbereitet auf so schwierige Aufgaben wie die Betreuung von Unfallopfern, deren Angehörigen oder den Unfallhelfern war Herbert Pügerl nicht. Auch er kommt von der Affeckiner Feuerwehr und war bei dieser als Kommandant tätig. Bis ihn Erich Stauber für MONA gewinnen konnte.

Ehrung vertagt

  • Nachgereicht:

    Karl Riedl, der Vorsitzende vom Wanderverein Kelheim e.V. 1970, wurde auch auf Vorschlag der Fraktionen vom Stadtratsgremium für die Bürgermedaille in Silber einstimmig gewählt. Da er an diesem Abend nicht anwesend war, bekommt er sie nachgereicht, informierte die Stadt Kelheim.

  • Rahmenprogramm:

    Für musikalische Unterhaltung sorgte ein Geigentrio mit Swetlana Wolf und zwei ihrer Schüler von der städtischen Musikschule Kelheim.

Halt gibt ihm nach schwierigen Einsätzen seine Familie sowie die anderen MONA-Aktiven. „Wir reden, um das Geschehene zu verarbeiten. Manchmal telefonieren wir lange in der Nacht nach einem Einsatz miteinander“, erzählte Pügerl.

Für sein musikalisches Engagement erhielt Karl Grünbeck die Bürgermedaille. Er begeistert seit den 1990-Jahren Kinder und Jugendliche für die Blasmusik, teilte Hartmann mit. Für Menschen, die Spaß an Musik haben, arbeitet er ehrenamtlich als Musiklehrer.

Aus seiner Freude an Musik entstanden vor 20 Jahren die „Weltenburger Doana Blos’n“. Die Blaskapelle erfreut sich bis heute neuer, junger Mitglieder und begeistert mit ihren Auftritten. Karl Grünbeck würde am liebsten die Medaille teilen: „Ich nehme die Auszeichnung für alle 25 Musikanten entgegen.“

Leben bis zum Ende begleiten

Bernhard Fischer bekam die Bürgermedaille für seinen zwanzigjährigen Einsatz im Hospizverein. Seine Sicht auf diese Arbeit beschrieb er nach der Verleihung: „Wir im Hospizverein helfen uns gegenseitig.“ Er mag das Wort Sterbebegleiter nicht, besser gefällt ihm das Wort Lebensbegleiter.

„Das Leben in Würde begleiten bis zum Schluss. Die Gesellschaft dazu zu bringen, nicht weg zu schauen bei schwerer Krankheit und ihn individuell, wie der Mensch das will, bis zum Schluss zu begleiten.“ Hartmann bemerkte: „Eine wichtige und tragende Aufgabe, die sicher nicht leicht von der Hand geht.“

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