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Politik

Charles M. Huber ermittelt bei CSU

Der Schauspieler und Fernsehkommissar gab ein Gastspiel bei den niederbayerischen Parteifreunden. Der Tatort war das Autohaus Fritsch in Prunn.

Als Kulisse für Hubers Rede diente das Autohaus Fritsch in Prunn. Foto: epk

Prunn. Es war ein Heimspiel für Charles M. Huber. Die Sympathien der Unionsanhänger flogen dem dunkelhäutigen Sohn eines senegalesischen Vaters und einer deutschen Mutter, den die meisten bisher wohl eher mit dem von ihm verkörperten Polizeikommissar Henry Johnson in der Krimireihe „Der Alte“ in Verbindung brachten als mit hoher Politik, spontan zu.

Locker und im vertrauten bayerischen Dialekt plauderte der derzeitige „Wahl-Hesse mit innerbayerischen Migrationshintergrund“, wie der gebürtige Münchner sich selbst bezeichnete, mit den Teilnehmern des ersten Frühlingsempfangs der Riedenburger CSU-Ortsgruppe am Mittwochabend im Autohaus Fritsch. „Wir haben den gleichen Friseur“, entdeckte der Landtagsabgeordnete und CSU-Kreisvorsitzende Martin Neumeyer bei seiner Begrüßung erste Gemeinsamkeiten. Huber dürfte den Unionsanhängern in seiner gut halbstündigen Ansprache in mehr als einem Punkt aus der Seele gesprochen und noch viel mehr Gemeinsamkeiten aufgedeckt haben, beschwor er doch mehr als ein Mal die Stärken und Tugenden der bayerischen Heimat und der Politik von Christsozialen und Christdemokraten. Huber, geboren in München, aufgewachsen in Großköllnbach im Landkreis Dingolfing-Landau an der Isar und später in die bayerische Landeshauptstadt zurückgekehrt, ist gelernter Zahntechniker, wie Neumeyer verriet.

Auch die Definition des Begriffes „Auto“ – Tribut an den Veranstaltungsort im Autohaus Fritsch in Prunn – die Lösch in seinem Grußwort gebracht hatte, griff Huber schlagfertig auf und konterte im Hinblick auf einen der jüngsten Lebensmittelskandale, Pferdestärken steckten heutzutage nicht nur unter Motorhauben, sondern gerne auch mal in Lasagne. In seiner Rede hob Huber unter anderem den hohen Stellenwert ehrenamtlichen Engagements hervor. Auch er selbst engagiert sich, beispielsweise als 1. Vorsitzender und Gründer des Afrika Direkt e.V.. Am Mittwoch konnte Huber eine Spende des CSU-Fraktionsvorsitzenden, Wolfgang Gural, für den Bau eines Gymnasiums im Senegal entgegennehmen, den Afrika Direkt derzeit realisiert.

Lösch bedankte sich mit Riedenburger Spezialitäten für die Rede Hubers, der von der oberbayerischen CSU zur südhessischen CDU wechselte und hier für den Bundestag kandidiert. Das süffige Bier stammte aus der Riedenburger Brauerei von Friedrich Riemhofer jun. Der zeigte sich angetan vom Redebeitrag Hubers. „Der hat mir gut gefallen. Sachlich und fair und nie auch nur ansatzweise in Nähe der Gürtellinie, auch wenn er wegen des beginnenden Wahlkampfes ein bisschen in Richtung Rot-Grün ausgeteilt hat. Der Rahmen im Autohaus war stimmig. Das ist etwas ganz anderes als der gewohnte Frontalunterricht in einem Wirtshaus“, befand er und freute sich vor allem über das rege Interesse junger Unionsanhänger an diesem ersten Frühjahrsempfang. Derweil nutzten die angesprochenen Mitglieder der Jungen Union ihre Chance auf einen Fototermin mit Charles M.Huber.

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