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Medizin

Corona-Testzentren für Landkreis Kelheim

Auf Veranlassung von Landrat Neumeyer entstehen in Kelheim und Mainburg Abstrichzentren, um potenziell Infizierte zu testen.
von Benjamin Neumaier

Die Goldberg-Klinik in Kelheim  Foto: Benjamin Neumaier
Die Goldberg-Klinik in Kelheim Foto: Benjamin Neumaier

Kelheim.An der Goldberg-Klinik in Kelheim und der Ilmtal-Klinik in Mainburg werden aufgrund der Coronakrise sogenannte Abstrichzentren jeweils in unmittelbarer Kliniknähe eingerichtet. Die von Landrat Martin Neumeyer ins Leben gerufene Aktion für den Landkreis steht unter dem Namen „Corona-Termin-Check“ und startet kommende Woche.

Die bisherige ambulante Probengewinnung, die über die Hotline 116 117 abgewickelt wurde, zeigte sich oft als überlastet. Mit den beiden Testzentren des Landkreises Kelheim sollen die niedergelassenen Ärzte unterstützt und entlastet werden. Um tumultartige Szenen wie andernorts zu vermeiden werden in den eigens zur Probengewinnung eingerichteten Einheiten Proben zwar in hoher Taktfolge, aber nur nach vorheriger Terminvergabe durchgeführt. Die Terminvergabe für potenziell Corona-Infizierte erfolgt ausschließlich über niedergelassene Ärzte. Diese vereinbaren über eine Hotline einen Termin für ihren Patienten und geben diesen Termin dann an den jeweiligen Patienten weiter. „Wir bemühen uns, Termine immer für den Folgetag bereitzustellen“, sagt Dr. Michael Reng von der Goldberg-Klinik. Das Ergebnis des Abstrichs wird – sobald verfügbar – direkt dem Hausarzt mitgeteilt.

Behandlung nur mit Termin

Es macht keinen Sinn, „auf eigene Faust zu den Abstrichzentren zu fahren, denn Patienten werden nur nach vorheriger Terminvergabe behandelt“, sagt Neumeyer. Die Abstrichzentren seien zum Schutz abgeschirmt. Eine Vorsichtsmaßnahme, aus den Erfahrungen, die manunter anderem in Landshut gemacht habe. Dort wurde eine derartige Einrichtung „regelrecht überrannt“, sagt Reng.

Die Hausärzte werden über den Ablauf von Anmeldung und Terminvergabe am Wochenende informiert. Die Terminvergabe für Kelheim und Mainburg startet dann am kommenden Montag. Mit der Probengewinnung will man ab Dienstag beginnen. Die Zentren sind bewusst in der Nähe von Kliniken angelegt, „um bei medizinischen Notfällen schnell reagieren zu können“, sagt Reng. Die Arbeit stemmen beide Kliniken aus eigener Kraft, was keineswegs leicht fällt. Unterstützt werden sie durch die Feuerwehr und Dienststellen des Landratsamtes.

Beschleunigt die Probenabnahme

„Allerdings muss eines klar sein“, sagt Neumeyer, „wir können die Geschwindigkeit des die Proben analysierenden Speziallabors nicht beeinflussen. Der Beitrag der beiden Krankenhäuser beschleunigt allerdings die vorgeschaltete Probenabnahme in der Region nachhaltig“. Die Zentren wurden in den vergangenen Tagen mit Hochdruck vorbereitet, „jetzt hoffen wir, dass die Gesundheit unserer Bürger von dieser Mühe nachhaltig profitieren“, sagt der Landrat.

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