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Interview

Crowdfunding für die WM

Olivia Gessner aus Bad Abbach geht regelmäßig zum Rope Skipping. Dadurch hat sie sogar schon internationale Freunde gewonnen.

Olivia Gessner ist eine Teamplayerin. Sie ist stolz, ihr Land auch international vertreten zu können. Foto: Heindl
Olivia Gessner ist eine Teamplayerin. Sie ist stolz, ihr Land auch international vertreten zu können. Foto: Heindl

Bad Abbach.Olivia, wann und wie bist Du zum Rope Skipping gekommen?

Angefangen habe ich bereits in der zweiten Klasse. Da habe ich zufällig einen Auftritt der Rope Skipper gesehen und das fand ich so cool, dass ich es auch mal ausprobieren wollte. Das Schnuppertraining in Neutraubling hat mir dann so gut gefallen, dass ich selbst angefangen habe.

Was macht Rope Skipping für Dich aus? Was begeistert Dich daran?

Wie schafft Ihr es, die Sprünge so spielerisch aussehen zu lassen?

Es ist etwas, das nicht jeder macht, aber auch viele verschiedene Bereiche miteinander verbindet: Schnelligkeit, Ausdauer und Kraft – aber auch Kreativität, wenn wir unsere Freestyles auf die Musik abstimmen. Auch turnerische Elemente trainieren wir mit und ohne Seil. Zudem ist toll, dass Rope Skipping alleine, aber auch im Team ausgeübt werden kann.Da steckt natürlich jahrelanges Training dahinter, wo man das Ziel verfolgt, die eigene Technik zu optimieren, um die einzelnen Sprünge sauberer und schöner ausführen zu können. Wir werden ja in Wettkämpfen auch nach Sprungausführung bewertet. Letztendlich ist die Lösung einfach: Trainieren, trainieren, trainieren.

Wie lange dauert es, so eine Freestyle-Nummer einzustudieren?

Das kann man nicht genau sagen. Es ist schon zeitaufwendig, ein passendes Lied zu finden, es zu schneiden und die Kür dazu aufzustellen. Es muss zum Beispiel der Takt passen – man muss auf viele Dinge achten. Dann baut man Levelsprünge und kreative Elemente ein. Das Einstudieren dauert dann bis kurz vorm Wettkampf, das muss man immer wieder üben und versuchen, es mit möglichst wenigen Hängern zu schaffen, bis die Show den letzten Feinschliff hat.

Bist Du lieber als Einzelsportler oder im Team unterwegs?

Ich persönlich mag den Teamwettkampf lieber, weil man sich da gegenseitig motivieren kann und zusammen für etwas kämpft – das ist vom Gefühl her etwas ganz anderes. Auch im Training selbst macht es viel mehr Spaß, sich zusammen etwas zu erarbeiten. Wenn man sich so oft trifft, wächst man zusammen.

Lange Reisen wie nach Hongkong zur Weltmeisterschaft – ist das eher nervig, wegen Zeit und Kosten oder aufregend?

Für mich ist das auf keinen Fall nervig. Wir trainieren das ganze Jahr darauf hin, dass wir zur WM oder EM dürfen, und für mich als Sportler ist es etwas Besonderes, das eigene Land international zu vertreten. Es sind Riesenereignisse, wo man viele neue Erfahrungen mitnimmt. Meist ist auch genügend Zeit für Sightseeing, um mehr von den Kulturen zu erfahren. Cool ist zudem, dass man mittlerweile internationale Freunde hat.

Wie werden die Reisen finanziert?

Das ist schwierig, weil wir als Randsportart kaum finanziell unterstützt werden. Angestrebt wird schon, dass Rope Skipping olympisch wird, aber das dauert auf jeden Fall noch. So müssen wir es über Sponsoren aus der Region stemmen. Letztes Jahr für Shanghai hatten wir ein Crowdfunding, weil es eine sehr große Summe war, die wir abdecken mussten.

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