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Absage

CSU-Mann Bauer zieht Kandidatur zurück

Überraschung bei der CSU Siegenburg: Der schon nominierte Kandidat Gottfried Bauer tritt doch nicht zur Bürgermeister-Wahl an
von Benjamin Neumaier und Martina Hutzler

Siegenburgs Bürgermeister-Kandidat Gottfried Bauer (re.) war bereits bei vielen CSU-Terminen präsent; hier am Kirchweihmontag mit Landtagspräsidentin Ilse Aigner und dem Ortsvorsitzenden Helmut Meichelböck. Foto: Meichelböck
Siegenburgs Bürgermeister-Kandidat Gottfried Bauer (re.) war bereits bei vielen CSU-Terminen präsent; hier am Kirchweihmontag mit Landtagspräsidentin Ilse Aigner und dem Ortsvorsitzenden Helmut Meichelböck. Foto: Meichelböck

Siegenburg.Der Neujahrsempfang der CSU Siegenburg mit Horst Seehofer (19. Januar, 16 Uhr, HVT-Wittmannsaal) findet zwar in gewohntem Rahmen, aber unter anderen Vorzeichen statt. Denn: Der CSU-Ortsverband stellt überraschend doch keinen Kandidaten zur Bürgermeisterwahl am 15. März. Wie der Vize-Ortsvorsitzende Markus Wittmann am Dienstag, 14. Januar, mitteilt, hat sich Gottfried Bauer in der vergangenen Woche entschieden, seine Kandidatur zurückzuziehen. Einen Ersatzkandidaten wird es nicht geben.

Vom öffentlichen Interesse vereinnahmt

„Inmitten der Wahlkampftermine und Wahlkampf-Vorbereitung hat ihn das öffentliche Interesse an seiner Person so vereinnahmt, dass er diesen Schritt für sich und sein persönliches Umfeld vollziehen musste“, teilt Wittmann mit. Das sei umso bedauerlicher, als mit Bauer ein Kandidat gefunden worden sei, „der für dieses Amt geeignet gewesen wäre und dieses Amt auch mit Herzblut ausgefüllt hätte“.

Politik

CSU Siegenburg schickt Bauer ins Rennen

Gottfried Bauer soll neuer Bürgermeister werden. Helmut Meichelböck hofft, dass die Mitglieder dem Vorschlag folgen.

Die Entscheidung Bauers trifft die CSU hart. Sie war mit einer klaren Maxime in den Wahlkampf gegangen: „Der Wechsel am 15. März 2020 ist notwendig, damit in Siegenburg nicht nur geplant sondern auch umgesetzt wird“, teilte der Ortsverband im September mit. Bauer galt dafür als Hoffnungsträger. „Wir haben mit Gottfried Bauer einen Bewerber gewinnen können, der tief in Siegenburg verwurzelt ist und durch seine integrative Art ein hervorragender Bürgermeister werden wird“, sagte Ortsvorsitzender und Zweiter Bürgermeister Helmut Meichelböck nach der Nominierung. Jetzt zeigt er Verständnis: „Wir bedanken uns bei Gottfried Bauer, dass er sich bereit erklärt hatte, dieses wichtige Amt anzustreben, und haben volles Verständnis für seine Entscheidung. Ich habe selbst schon kandidiert, weiß, was alles auf einen einprasselt, welche Belastung das darstellt. Letztlich ist es nur eine Wahl, die Gesundheit eines Menschen geht vor.“

Szenario so nicht vorgesehen

Das Szenario, ohne Bürgermeisterkandidat in die Wahl zu gehen, war so dennoch nicht vorgesehen – es wird aber so kommen. Meichelböck habe zwar „mit dem Gedanken gespielt, einen Ersatzkandidaten nominieren zu lassen, aber in nicht einmal 14 Tagen jemanden zu finden, der geeignet und wählbar ist, hielten wir in der Vorstandschaft für schwer umsetzbar“. Für den CSU Ortsverband gehe es nun bei der Wahl darum „eine starke Opposition im Marktrat zu stellen“, sagt Meichelböck. Deshalb wurde kurzfristig eine Aufstellungsversammlung anberaumt (siehe Infokasten). Dabei gehe es um die Nachbesetzung Bauers als Listenkandidat – denn auch als Marktrat wird er nicht zur Wahl stehen.

Versammlung

  • Aufstellungsversammlung:

    Der CSU-Ortsverband Siegenburg hält am Dienstag, 21. Januar, 19 Uhr, eine Aufstellungsversammlung im Chicos am Marienplatz in Siegenburg.

  • Liste:

    Gesucht wird ein Nachfolger als Listenkandidat für Gottfried Bauer. „Wir wollen mit einer kompletten Liste antreten“, sagt Ortsvorsitzender Helmut Meichelböck.

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