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Kommentar

Da hilft nur: Offen und unaufgeregt sein

Ein Kommentar von Beate Weigert

Kritische, überhaupt öffentliche Fragen zum Finanzskandal des Kelheimer Feuerwehrvereins verbietet sich Vorsitzender Raimund Fries. Er empfindet sie als „Nestbeschmutzung“ gegen den kompletten Verein, die aktive Truppe. Davon kann nicht die Rede sein. Es ehrt Fries, dass er sich vor die Feuerwehr stellt. Er muss eine Suppe auslöffeln, die andere ihm mutmaßlich eingebrockt haben. Sein Ehrenamt als Vorsitzender dürfte derzeit kaum vergnügungssteuerpflichtig sein. Doch nicht nur die Mitglieder, die Protokolle nachlesen können, auch die Öffentlichkeit hat ein Recht auf Antworten. Statt mit ausgiebiger Schelte in Richtung kritischer Geister in den eigenen Reihen samt „Redeverbot“ nach draußen, wie auch der Mittelbayerischen, die das Debakel öffentlich machte, zu reagieren, sollte Fries sich absolute Offenheit auf die Fahnen schreiben. Und (kritische) Fragen beantworten, so weit das möglich ist, und im Gespräch bleiben. Das mag anstrengend sein, ist aber unerlässlich. In dem Zusammenhang erstaunt auch die Haltung des Kelheimer Bürgermeisters. Der Fries für seine „klare Ansage“ lobte. Wer ein Geheimnis aus dem macht, was er weiß oder tut – und sei es völlig unbegründet, lässt doch erst Spekulationen ins Kraut schießen.

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