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MÜNCHEN/OFFENSTETTEN.

Daisy Schlitter trägt ihr Offenstetten im Herzen

Stadtrat Peter Hübl und Horst Kegel, der langjährige Gutsverwalter, gratulierten der Schlossherrin. Foto: dph

Daisy Schlitter, die frühere Offenstettener Schlossherrin, feierte am Mittwoch in ihrer Münchner Wohnung den 95. Geburtstag. Sie hatte sich auf einen ruhigen Tag eingestellt, aber es kam doch ganz anders.

Schon am Vormittag macht eine Reihe von Gratulanten ihre Aufwartung und erst am frühen Abend verabschieden sich die letzten Gäste. Der Stadtpfarrer, der Ehrenkommandant der Feuerwehr, Stadtrat Robert Brannekämper, ein Freund des Hauses, und weitere Münchner Freunde und Bekannte.

Absage ans „Erste“

Dazwischen immer wieder Telefonanrufe von Freunden und Bekannten, selbst die ARD fragt an, ob „die Miss Germany von 1931“ zu einem Fernsehinterview bereit wäre. Doch der jungen Redakteurin am Telefon mangelt es offensichtlich ein wenig an Stil und Umgangsformen, was ihr Daisy Schlitter auch zu verstehen gibt, sodass daraus wohl nichts werden wird.

Die Grüße aus Offenstetten, Abensberg und dem Landkreis überbringen Stadtrat Peter Hübl und Horst Kegel, der langjährige Gutsverwalter der Schlossherrin. Die Liste der Glück Wünschenden ist lang: Landrat Dr. Hubert Faltermeier, Bürgermeister Dr. Uwe Brandl, Schwester Sieglinde und Pfarrer Alois Hammerer, sowie die Stadträte Robert Hutterer und Manfred Rauscher, um nur einige zu nennen, und viele Dorfbewohner.

Denn nicht nur mit dem Herzen ist Daisy Schlitter Offenstetterin oder Abensbergerin, wie sie betont, geblieben, sie hat auch immer noch ihren ersten Wohnsitz in Offenstetten. „Ich muss deshalb für meine eigene Wohnung in München Zweitwohnungssteuer bezahlen, aber das ist es mir wert und schließlich fällt es ja nicht jeden Monat an“, bemerkt sie mit einem Lächeln.

Viele Geschichten

Der Gesprächsstoff geht nicht aus, die Geschichte ihrer Adelsfamilie, die vielen Auslandsaufenthalte mit ihrem Mann, Botschafter Oskar Schlitter, so in Großbritannien, in Spanien, den USA und in Griechenland. Und dann die Jahrzehnte im Offenstettener Schloss, das Kriegsende, die amerikanische Besatzung und natürlich die Gründung des Cabriniheimes. Am Ende des langen Tages, als sich die letzten Besucher verabschieden, ist die Jubilarin noch frisch und aufgeweckt.(dph)

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