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Region Kelheim
Dienstag, 21. August 2018 29° 3

Auszeichnung

Dank an fünf junge Lebensretter

Regierungspräsident Haselbeck ehrte Martin Roithmeier, Jonas Greß, Sebastian Forster für die Rettung einer Frau in Saal.

 Regierungspräsident Rainer Haselbeck sprach Martin Roithmeier, Jonas Greß, Sebastian Forster, Florian Dauerer und Fabian Rösch (alle Landkreis Kelheim) bei einem Festakt in der Regierung von Niederbayern eine öffentliche Anerkennung aus. Foto: Rauhmeier
Regierungspräsident Rainer Haselbeck sprach Martin Roithmeier, Jonas Greß, Sebastian Forster, Florian Dauerer und Fabian Rösch (alle Landkreis Kelheim) bei einem Festakt in der Regierung von Niederbayern eine öffentliche Anerkennung aus. Foto: Rauhmeier

Saal.Florian Dauerer und Fabian Rösch (alle Landkreis Kelheim) sind bei einem Festakt an der Regierung von Niederbayern in Landshut ausgezeichnet worden. Regierungspräsident Rainer Haselbeck sprach ihnen eine öffentliche Anerkennung aus. Die fünf Jugendlichen hatten durch ihr umsichtiges Handeln im Dezember 2016 beim Fußballspielen eine alte Frau, die in ihrem Garten schwer gestürzt war, aus einer lebensbedrohlichen Situation gerettet.

 Regierungspräsident Rainer Haselbeck sprach Martin Roithmeier, Jonas Greß, Sebastian Forster, Florian Dauerer und Fabian Rösch (alle Landkreis Kelheim) bei einem Festakt in der Regierung von Niederbayern eine öffentliche Anerkennung aus. Foto: Rauhmeier
Regierungspräsident Rainer Haselbeck sprach Martin Roithmeier, Jonas Greß, Sebastian Forster, Florian Dauerer und Fabian Rösch (alle Landkreis Kelheim) bei einem Festakt in der Regierung von Niederbayern eine öffentliche Anerkennung aus. Foto: Rauhmeier

Auch in ihrer Heimatgemeinde Saal waren die jungen Helden schon von Bürgermeister Christian Nerb geehrt worden, wie unser Mitarbeiter Ferdinand Pledl im März 2017 berichtete:

„Fußball ist die schönste Nebensache der Welt“ – in der Tat: Für fünf Jugendliche wurde an jenem 19. Dezember vorigen Jahres ganz schnell etwas Anderes zur Hauptsache. Jonas Greß (14 Jahre), Martin Roithmeier (12), Sebastian Forster (15), Florian Dauerer (13) und Fabian Rösch (13) kickten sich an diesem kalten, sonnigen Montagnachmittag auf dem Übungsplatz des SC Mitterfecking. Als sie aufs Tor an der Brückenstraße schossen, vernahmen sie plötzlich leise Hilferufe.

Diese kamen aus dem etwa 70 Meter entfernten Garten von Maria Fuchs. Die 84-jährige Rentnerin bewohnt das letzte, etwas abgelegene Haus am Ende der Brückenstraße. Auf einmal war Fußballspielen unwichtig: Sie suchten nach der Person, die um Hilfe rief. Im Hof des Anwesens fanden sie schließlich Maria Fuchs am Boden liegend vor.

Die allein lebende Frau war beim Holz holen gestürzt und konnte nicht mehr aufstehen. Ihr beim Aufstehen zu helfen und sie in das Wohnhaus begleiten war nicht möglich, weil die Verunglückte zu große Schmerzen hatte. Zwei Buben fuhren zur Tochter von Maria Fuchs, die aber nicht anzutreffen war. Dann hatten die Jungs die Idee, mit einem Stuhl, den sie aus dem Anwesen holten, die Verunglückte aufzurichten und sie damit ins Haus zu holen. Die Verunglückte benützte die Stuhllehne als Stütze und konnte so die etwa acht Meter bis zum Haus zurücklegen. Mit einer Decke versorgten die Retter die leicht unterkühlte Frau und organisierten mit Hilfe von Nachbarn den Rettungsdienst. Nach etwa 30 Minuten wurde Maria Fuchs ärztlich versorgt und in das Krankenhaus gefahren. Sie hatte einen Oberschenkelhalsbruch erlitten. Die vorbildlichen Lebensretter wünschten Maria Fuchs beim Abtransport noch „Gute Besserung“ und konnten danach wieder Fußball spielen.

Nach einer Reha kehrte die Seniorin in der Tat auf den Weg der Genesung zurück.

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