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Aufregung

Das Gillamoos-Volk hat gewählt

Die 22-jährige Michaela Scholz wird am Gillamoos zur neuen Dirndlkönigin gewählt. Die junge Pfeffenhausenerin kann ihr Glück nicht fassen.
Von Gabi Kahler und Beate Reitinger, MZ

  • Michaela Scholz (li.) ist Dirndlkönigin 2013/14, Vizedirndlkönigin ist Maja Kelly Foto: Kahler
  • Maria März übergibt Krone und Diadem im Jungbräuzelt an ihre Nachfolgerin Michaela Scholz Foto: Kahler

Abensberg.Die 22-jährige Michaela Scholz aus Pfeffenhausen ist Dirndlkönigin 2013/14. Ihr zur Seite steht Maja Kelly aus Abensberg. Die beiden Mädchen wurden am letzten Abend des Jubiläums-Gillamooses im Jungbräuzelt zu den Nachfolgerinnen von Königin Maria März und ihrer Vertreterin Daniela Vogel gewählt.

1000 Stimmen wurden laut Bürgermeister Dr. Uwe Brandl abgegeben. Das Ergebnis sei eindeutig gewesen, die beiden ersten Plätze ziemlich nah beieinander, dann Abstand.

Michaela Scholz ist die Dirndlkönigin 2013/14. Übergroß war die Freude, als nach einem spannenden Rennen am Montagabend zum Ausklang des Gillamoos im Jungbräuzelt die neue Königin gewählt wurde und der Name der Pfeffenhausenerin aufgerufen wurde. Michaela konnte es lange noch nicht fassen, dass sie als Nicht-Abensbergerin all ihre Kolleginnen hinter sich ließ. „Unbeschreiblich das Gefühl, des is der Wahnsinn“ brachte sie unter Freudentränen noch hervor, dann fiel sie auf der Bühne ihren Konkurrentinnen, anschließend Freund Florian und schließlich der ganzen Familie und Freunden um den Hals.

Maja Kelly ist Vize-Gillamoos-Dirndlkönigin. Sie genoss ihren Auftritt auf der Bühne. Auch Majas Freude ist groß: „Ich hätt’ nicht gedacht, dass ich so weit komm, auch wenn ich a Abensbergerin bin“ gesteht sie, während von allen Seiten Hände nach ihr greifen und ihr gratulieren wollen. Beide Hoheiten feierten im Weinzelt bis zum Gillamoosende ihren Erfolg.

Anders als in den vorangegangenen n Jahren entschied heuer nicht alleine das Publikum. Fünfzig Prozent Stimmanteil gehörte der Jury, nachdem die Bewerberinnen einige Hürden zu meistern hatten. Die Meinungen im Bierzelt zu dem neuen Modus gingen auseinander. So sollte in der Zeit von 20 Sekunden ein Weißbier stilgerecht eingeschenkt werden, was Michaela, so die Jury, „perfekt“ meisterte. Dies bestätigte auch Zuschauer Wilhelm Duschl: „Do sog i, Nummer 5 war die Beste“, urteilte der ehemalige Weißbierfahrer fachgerecht.

Weiter sollte der Tisch für ein Fünf-Gänge-Menue eingedeckt, Brot mit Obazdn und ein Knödel nach Knigge verspeist werden. Letztendlich hatte jede Bewerberin noch 100 Sekunden Zeit, sich im Interview mit Rudi Heinz möglichst schlagfertig zu zeigen. Untermalt wurde der Abend mit Filmsequenzen der Kandidatinnen. Für musikalische Unterhaltung sorgten die „Bayerischen Löwen“. Kapellmeister Dominik Glöbl, Rudi Heinz von TVA und Zweiter Bürgermeister Anton Kiermeier moderierten.

Die ehemalige Siegenburger Hopfenkönigin Sandra Geltl war begeistert vom neuen Programm. „Mir war die Wahl die letzten Jahre zu schnell. Heuer sind nur Leute im Zelt, die sich dafür interessieren, das spürt man an der Atmosphäre“, so die Siegenburgerin. Dani Leitenberger, Dirndlkönigin 1998/99 war anderer Meinung: „Bei uns war’s wesentlich schöner, die Wahl zieht sich hin, die Königinnen haben zu wenig Zeit, das Publikum mit Reden von sich zu überzeugen.“ Dem stimmte auch Johanna Koller, die Dirndlkönigin 2009/10, zu. „Es steckt sehr viel Organisation dahinter, die einzelnen Bestandteile wunderbar, kommt aber nicht an“.

Die bisherige Regentin, Maria März und ihre Stellvertreterin Daniela Vogl verabschiedeten sich und bedanken sich bei allen, die sie in ihrem Amt unterstützt hatten. „Ihr habt eine selbstbewusste, schlagkräftige junge Frau aus mir gemacht“, betonte Maria und sagte leise Servus.

Mit überdimensionalen Lebkuchenherzen, einem Strumpfband, Blumen, Collier und Fotogutschein wurden die beiden neuen Königinnen nebst Diadem und Schärpe ausgestattet und in die Welt geschickt. Gestern mischten sich in Bürgermeister Dr. Uwe Brandls Lob für die Premiere der neu aufgelegten Wahl und seinem Dank an die Organisatoren auch selbstkritische Töne. Bei der Fortführung 2014 brauche es definitiv eine eigene Lautsprecheranlage. Die Sprechbeiträge müssten kürzer, die Musik mehr werden. Gepunktet habe man mit der Live-Übertragung auf Großleinwand und den Einspielern zu den Kandidatinnen. Dass es keine Abensbergerin auf den Thron geschafft hat, findet Brandl nicht schlecht. „Das zeigt, dass nicht die mit den meisten Leuten hinter sich gewinnt.“

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