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Das Studium vereint viele Interessen

Das bisschen Haushalt? Drei Studierende der Abensberger Hauswirtschaftsschule sehen das anders: Sie gehen professionell ran

„Von allem etwas“, nach der Devise hat Ulrike Müller aus allen Unterrichtsfächern Wissenswertes mitgenommen. Fotos: Hutzler
„Von allem etwas“, nach der Devise hat Ulrike Müller aus allen Unterrichtsfächern Wissenswertes mitgenommen. Fotos: Hutzler

Abensberg.Eines haben die drei angehenden Hauswirtschafterinnen gemeinsam: Im Haushalt nebenbei irgendwie so durchwursteln, das ist nicht ihr Ding. Sie wollen gezielt, mit Sinn und Plan an die Sache ran. Das zu lernen schadet niemandem, ob jung oder schon älter, ob Frau oder Mann. Auch darin sind sich Svetlana Pickl, Ulrike Müller und Karina Myslakowski im MZ-Gespräch einig.

Ihr Deutsch-Studium aus Russland half Svetlana Pickl hierzulande beruflich nicht. Also fing die 37-Jährige in einem Riedenburger Altenheim in der Hauswirtschaft an. Und will sich stetig fortbilden: Unterstützt von ihrer Chefin hat sie – neben Beruf und der Familie in Altmannstein – die Hauswirtschaftsschule besucht; jetzt, kurz vor der Prüfung, denkt sie schon über den anschließenden Meisterkurs nach.

Svetlana Pickl hat sich in der Schule ans Nähen gewagt - sehr zur Begeisterung ihres Mannes.
Svetlana Pickl hat sich in der Schule ans Nähen gewagt - sehr zur Begeisterung ihres Mannes.

Hygieneregeln waren ihr schon vor der Schule vertraut, „dazu haben wir in der Arbeit Fortbildungen“. Froh ist sie aber über ihre neu erworbenen Näh-Fertigkeiten. Mit denen sie bereits die Hose ihres Mannes repariert und deren Besitzer selig gemacht hat: „Er hat gleich eine Nähmaschine gekauft!“

Nach dem Vorbild der Mutter

Bei Ulrike Müller ist der Schulbesuch eine Art Familientradition: „Meine Mutter hat mich ,angesteckt‘“, erklärt die Neustädterin lachend. Wie die Mama besucht auch sie jetzt die Abensberger Schule.

„Von allem etwas“, nach der Devise hat Ulrike Müller aus allen Unterrichtsfächern Wissenswertes mitgenommen. Fotos: Hutzler
„Von allem etwas“, nach der Devise hat Ulrike Müller aus allen Unterrichtsfächern Wissenswertes mitgenommen. Fotos: Hutzler

Die Industriekauffrau arbeitet bei einem Automobilzulieferer, will aber, „dass auch das Privatleben funktioniert“. Und das wird von der Liebe grad in Richtung eines Bauernhofes gesteuert. Die Vielfalt in dem Studiengang, vom Kochen und Reinigen übers Nähen bis zum Garteln, kam deshalb der 24-Jährigen grade recht: „Ich habe bei allem noch Lernbedarf“. Die Corona-Pandemie ist für sie der Beweis, dass Profi-Wissen im Haushalt Not tut.

Elternzeit war Schulzeit

Karina Myslakowski hat ihre Elternzeit genutzt, um das knapp zweijährige Teilzeit-Studium zu absolvieren: „Beide ist gut vereinbar“, sagt die Bad Abbacher Bankkauffrau, die jetzt ihr zweites Kind erwartet.

Effizientes Arbeiten lernen, mit dieser Motivation kam Karina Myslakowski an die Fachschule.
Effizientes Arbeiten lernen, mit dieser Motivation kam Karina Myslakowski an die Fachschule.

In der Schule habe sie gelernt, „effizient, schnell, planvoll im Haushalt zu arbeiten“; das sei ihr für sich und ihre Familie wichtig gewesen. Gerade auch mit Blick auf Corona – wenngleich sie damit relativ entspannt umgeht: „Noch mehr auf Hygiene achten“ sei das wichtigste. Die Schule empfiehlt sie Frauen wie Männern und egal, ob mit oder ohne landwirtschaftlichen Background.

Die Schule

  • Ziel:

    Die einsemestrige Fachschule Hauswirtschaft der Landwirtschaftsschule Abensberg vermittelt interessierten Frauen und Männern praktische Fertigkeiten und Fachwissen in Ernährung, Hauswirtschaft sowie Familien- und Haushaltsmanagement.

  • Unterricht:

    Er findet in Teilzeitform statt: Die 660 Unterrichtsstunden verteilen sich auf einen Zeitraum von zwei Jahren – jeden Dienstag ganztags plus ein Samstagvormittag pro Monat; die bayerischen Schulferien gelten analog. Der Schulbesuch ist kostenfrei.

  • Abschluss:

    Mit bestandenem Schulbesuch erhält man das Zeugnis „Fachkraft für Ernährung und Haushaltsführung“ und die Bescheinigung zur Ausbilder-Eignung. Man kann auch die Abschlussprüfung in der Hauswirtschaft ablegen.

  • Info:

    Der „Tag der offenen Tür“ ist wegen Corona abgesagt. Aber am Montag, 22. Juni, gibt es ab 19.30 Uhr einen (corona-konformen) Infoabend fürs neue Semester, das im September startet. Anmeldung zum Infoabend bis 17. Juni: (09443) 7040 oder poststelle@aelf-ab.bayern.de .

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