MyMz
Anzeige

Kommunalwahl

Dennis Diermeier sticht Fritz Mathes aus

Die Freien Wähler in Kelheim schicken den 27-Jährigen ins Rennen um das Bürgermeisteramt – er hat konkrete Pläne.
Von Elfi Bachmeier-Fausten

Dennis Diermeier ist der Bürgermeisterkandidat der Freien Wähler in Kelheim. Archivfoto: Hanika
Dennis Diermeier ist der Bürgermeisterkandidat der Freien Wähler in Kelheim. Archivfoto: Hanika

Kelheim.Der Bürgermeisterkandidat der Freien Wähler (FW) Kelheim steht fest: Dennis Diermeier (27) machte das Rennen gegen Fritz Mathes (54). Die Entscheidung fiel am Mittwochabend bei der nichtöffentlichen Mitgliederversammlung des Ortsverbandes. Das Abstimmungsergebnis 25:20 für zweiten Vorsitzenden Dennis Diermeier. Seine Reaktion: „Ich freue mich, dass mir das Vertrauen geschenkt wurde.“

Mathes akzeptiert Entscheidung

Mit der Abstimmung bei den Freien Wählern in Kelheim steht der erste Kandidat um den Bürgermeistersessel im Kelheimer Rathaus fest. Auch Fritz Mathes hatte Interesse an einer Kandidatur. Zwei Perioden (2002 – 2008 und 2008 – 2014) war er Stadtoberhaupt. Bei der Bürgermeisterwahl 2014 unterlag Fritz Mathes in der Stichwahl gegen Horst Hartmann (SPD).

Fritz Mathes war bis 2014 Bürgermeister von Kelheim. Foto: Bachmeier-Fausten
Fritz Mathes war bis 2014 Bürgermeister von Kelheim. Foto: Bachmeier-Fausten

Bei der Landratswahl 2016 kam Mathes lediglich auf 16,19 Prozent der Stimmen. Am Mittwoch nun stand eine Vorentscheidung vor der offiziellen Nominierung des FW-Bewerbers im Herbst um eine Bürgermeister-Kandidatur an. Fritz Mathes auf Anfrage zum Ergebnis: „Es ist eine mehrheitliche Mitgliederentscheidung. Die habe ich akzeptiert.“

„Ein moderner Bürgermeister ist ‚Gestalter‘ und nicht Verwalter.“

Dennis Diermeier

Dennis Diermeier sieht sein junges Alter als Vorteil: „Für das Amt des Bürgermeisters braucht man viel Kraft und Motivation“, sagte er bei der Vorstellung anlässlich der Mitgliederversammlung. Er kandidiere „ohne politische Vorbelastung“ und „hinterfragt die Dinge aus einem anderen Blickwinkel, geht unbedarft an die Sache ran, denkt quer und sucht ein Miteinander“. Diermeier: „Ein moderner Bürgermeister ist ‚Gestalter‘ und nicht Verwalter.“ Er habe den Mut „zu einem neuen Stil – Parteigepänkel hat in einer erfolgreichen Kommunalpolitik nichts zu suchen“.

Kommunalwahl

Fritz Mathes will wieder ins Rathaus

Der Ex-Bürgermeister der Kreisstadt Kelheim hat aber bei den Freien Wählern einen Gegenkandidaten: Dennis Diermeier.

Diermeier kündigte an, „auf eine gute Zusammenarbeit im Stadtrat und auf inhaltliche Arbeit zu setzen, auch gute Vorschläge von anderen Parteien gilt es zu diskutieren und auch zu befürworten. Es geht immer um das Wohl der Stadt Kelheim.“ Er sehe die Rolle eines Bürgermeisters als Moderator.

„Vereine einbeziehen“

Im Wahlkampf möchte er die Bürger beteiligen. „Jeder kann und soll seine Ideen einbringen.“

Seine Verbesserungsvorschläge werde er klar aufzeigen, „aber nie persönlich werden gegenüber anderen Kandidaten“. Dennis Diermeier: „Das ehrenamtliche Engagement muss besser gewürdigt werden. Die Kelheimer Vereine müssen vor einer Entscheidung besser einbezogen werden.“

FW-Ortsvorsitzender Ludwig Birkls Ansicht zur Mitgliederentscheidung: „Wir haben damit einen guten Weg eingeschlagen, der zukunftsweisend ist.“ In den nächsten vier Wochen legten der Vorstand und die Stadtratsfraktion gemeinsam mit Bürgermeisterkandidat Diermeier das weitere Vorgehen bezüglich der Kommunalwahl 2020.

Ein gebürtiger Kelheimer

  • Beruf

    Dennis Diermeier ist 1991 in Kelheim geboren. Er legte an der Wittelsbacher Mittelschule die mittlere Reife ab, ist ausgebildeter Sozialversicherungsfachangestellter, seit 2015 bei einer gesetzlichen Krankenkasse Regionalleiter. Aktuell absolviert er ein berufsbegleitendes Studium zum Betriebswirt.

  • Engagement

    Er war Chef des SV Kelheimwinzer. Er ist Kreischef der Jungen Freien Wähler.

Weitere Berichte aus Kelheim lesen Sie hier

Sie sind noch nicht registriert?

Neu registrieren

MessageBox

Nachricht