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Der Bundespräsident war zu Gast

Frank-Walter Steinmeier besuchte in Palästina Schwester Hildegard, die in enger Verbindung zur Abensberger Pfarrei steht.
von Benjamin Neumaier

Schwester Hildegard Enzenhofer (l.) hatte Besuch von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier. Fotos: DVHL
Schwester Hildegard Enzenhofer (l.) hatte Besuch von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier. Fotos: DVHL

Abensberg.Es war kein alltäglicher Besuch, der am 9. Mai bei Schwester Hildegard im palästinensischen Emmaus-Qubeibeh hereinschneite – Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier stand vor der Tür des Pflegeheims für palästinensische Frauen. Und auch für den SPD-Politiker war es keine der alltäglichen Stippvisiten, die es auf Auslandsreisen abzuarbeiten gilt. „Der Bundespräsident nahm sich sehr viel Zeit zum Gespräch mit den Schwestern, mit Patientinnen und Studierenden. Wir hatten überhaupt nicht das Gefühl, dass er sich gehetzt fühlte oder gedrängt wurde. Es gab stattdessen sehr viel Raum, so dass der Besuch, glaube ich, bei Bundespräsident Steinmeier und seiner Frau sowie der mitreisenden Delegation positive Spuren hinterlassen hat“, sagte Dr. Georg Röwekamp, Leiter des Büros vom Verein vom Heiligen Lande in Jerusalem (DVHL).

Schwester Hildegard führt herum

Schwester Hildegard Enzenhofer, die Leiterin des Pflegeheims Beit Emmaus, zeigte Steinmeier das Altenwohn- und Pflegeheim sowie die Krankenpflegeschule auf dem Gelände des DVHL, das für Menschen jedweder Glaubensrichtung offensteht. „Sie berichtete über das Schicksal vieler Bewohner, aber auch über die Wichtigkeit der Ausbildungsstätte für die gesamte Region“, sagte Röwekamp. „Der Bundespräsident würdigte ausdrücklich die idealtypische Kombination von sozial-caritativem Einsatz und Engagement im Bereich Ausbildung, gerade in den palästinensischen Gebieten.“

Doch nicht nur bei Frank-Walter Steinmeier hat der Besuch in Emmaus scheinbar Spuren hinterlassen, auch einige Abensberger waren von einem Besuch dort sehr angetan.

2014 machte der Abensberger Pfarrer Georg Birner mit seiner Pilgergruppe bei einem Israel-Aufenthalt unter anderem Station bei Schwester Hildegard – seitdem unterstützt die Pfarrei das Pflegeheim mit Spenden. Es gründete sich sogar der „Freundeskreis Emmaus“, der unter anderem mit einem Konzert Spenden sammelte.

Nun sitzen am kommenden Pfingstmontag wieder 28 Abensberger im Flieger gen Israel und werden auf ihrer Pilgerreise mit Pfarrer Birner auch wieder bei Schwester Hildegard vorbeischauen. Das wusste Ewald Retter vom Freundeskreis, als er die Ordensschwester im Fernsehen zusammen mit Steinmeier gesehen hatte: „Ich habe gleich bei Pfarrer Birner angerufen – der hatte es auch gesehen. Wir hatten beide den gleichen Gedanken: eine Spendenaktion. Um nun aber noch so kurzfristig eine solche Aktion auf die Beine zu stellen, dazu fehlte uns die Zeit.“

Spenden übergeben die Abensberger Pilger jährlich persönlich an Schwester Hildegard, hatten nur einmal etwas per Luftfracht geschickt: Einen Wäschetrockner. „Der stand dann allerdings vier Wochen lang an der Grenze zwischen Israel und Palästina, bis Schwester Hildegard ihn endlich mitnehmen durfte“, beschreibt Retter die teils schwierigen Bedingungen.

Die Koffer sind gut gefüllt

Auch diesmal fahren die Abensberger nicht mit leeren Händen nach Palästina. Die Koffer der Reisegruppe sind –wie jedes Jahr – übervoll mit Kosmetika, Kaffee, Tee, Salben, Zahnpasta oder anderen Alltagsprodukten, „dass wirklich nichts mehr in die Koffer geht“, sagte Retter. Aber auch wenn die Koffer schon voll sind: Für die ein oder andere Geldspende fände sich wohl sicherlich noch ein Plätzchen.

Wer helfen möchte, kann eine Spende im Abensberger Pfarramt abgeben oder überweisen.

Haus Emmaus ist ein Pflegeheim für palästinensische Frauen christlichen und muslimischen Glaubens. Es befindet sich in Qubeibeh, einem arabischen Dorf kurz vor Jerusalem, das wie die übrige Westbank unter den Folgen des israelischen Mauerbaus leidet. (Quelle: DVHL)

Spende: Missionsprokura der Salvatorianerinnen; IBAN DE29 3705  0299 0152 0033 53; BIC COKSDE33XXX; Kreissparkasse Köln; Verwendungszweck: Sr. Hildegard Enzenhofer in Emmaus

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