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Der erste Rekord beim Race24 steht

Gerade mal 3,5 Stunden – dann stand das Zelt auf dem Ludwigsplatz auf seinen stählernen Füßen. Im Fahrerlager tat sich am Freitag auch schon einiges.
Von Heiner Stöcker

  • Wenige Minuten Später zogen die Helfer die letzte Plane auf. Foto: Stöcker
  • Stahlseile sichern das Konstrukt. Foto: Stöcker
  • Hans Pernpaintner hängt sich rein. Foto: Stöcker
  • Noch herrscht Ruhe im Fahrerlager. Foto: Stöcker

Kelheim.Sie haben’s in gerademal 3,5 Stunden gewuppt: Das Zelt am Ludwigsplatz steht. In neuer Rekordzeit haben die 25 Helfer vom RSC-Kelheim am Freitag das 50-mal-25-Meter-Ungetüm bis 11.30 Uhr in den Himmel wachsen lassen. Und: „So schnell waren mir noch nie“, freut sich stellvertretender RSC-Vorsitzender Helmut Gegenfurtner. Sicher verschraubt ruhen die Trägerelemente, von denen jedes rund 350 Kilogramm wiegt, auf ihren Drei-Meter-Erdankern. Die 1250-Quadratmeter-Fläche schützt Gäste und Fahrer vor Wind und Wetter.

Damit das so flott geht, braucht’s Erfahrung – und die hat Hans Pernpaintner: „Da noch a bisserl mehr“, dirigiert er seinem Kollegen auf der Leiter. „Ich kann halt selber nicht mehr so anpacken. Ich bin am 12.12.’32 geboren – da könnt’s selber rechnen, wie alt ich bin.“ Er ist bisher „so ziemlich“ bei jeder Race24 dabei gewesen. Und seit zwölf Jahren drohen ihm die RSCler damit, dass sie ihn zum Ehrenmitglied machen. Er ist quasi der Hausmeister, die gute Seele im Hintergrund. „Aber ich bin gar kein RSC-Mitglied – also wird das nichts“, lacht er. Der Verein sei etwas Besonderes. Davon ist Pernpaintner überzeugt. „Der ist es Wert, dass man sich für ihn engagiert. Es ist sagenhaft, was der alleine für die Publicity der Stadt macht.“

Am Morgen war im Fahrerlager nicht so viel los, wie in den vergangenen Jahren. Ein Grund ist der Trend der Fahrer, zwar schon in der Woche vor dem Rennen anzureisen, aber die Zeit bis zum Samstag im Hotel zu verbringen. Ein Team, das sich nicht hat abschrecken lassen sind die fünf Fahrer und zwei Betreuer von „Sport Manhard“. Die haben die 232 Kilometer Anfahrt von Pfronten im Allgäu nach Kelheim am Donnerstag hinter sich gebracht und campieren seither auf dem Niederdörfl-Parkplatz an der Donau. „Wir haben im Herbst von dem 24-Stunden-Rennen in einem Bike-Magazin gelesen, uns erkundigt und gesagt: Da müssen wir unbedingt hin!“, sagt Teamkapitän Roman Entensperger. In Kelheim gefällt ihnen bisher die Top-Organisation des RSC. Abends tanken die „Sport Manhard“-Mannen dann noch mal ordentlich Kohlenhydrate bei der Nudelparty der Italienischen Nacht. „Wir bleiben bis Montag und hoffen, dass wir am Sonntag zum WM-Finale noch ein hübsches Plätzchen zum Public Viewing finden.“

Ein Teil des Teams „Unbrakeable“ (Unbremsbar) war schon einmal beim Race24 dabei. Das hat den BMW-Ingenieuren so gut gefallen, „dass wir in diesem Jahr gleich mit zwei Teams am Start sind“, sagt Bene. „Wir sind alles Amateure und haben einfach Spaß am radeln. Und das ist hier super: tolle Leute, tolle Stimmung und einfach ein Wochenende mit Freunden verbringen – was gibt’s besseres?“

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