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Der Fußballplatz wird generalsaniert

Diese 60 000 Euro-Entscheidung des Gemeinderats Herrngiersdorf zugunsten des TSV könnte Begehrlichkeiten wecken.
Von Edith Vetter

Das marode Hauptspielfeld des TSV bekommt eine Generalsanierung.  Foto: Wagner
Das marode Hauptspielfeld des TSV bekommt eine Generalsanierung. Foto: Wagner Foto: Wagner

Herrngiersdorf.„Wie viel Sportplatz darf’s denn sein?“ Mit dieser Frage hat sich bereits zum dritten Mal der Gemeinderat Herrngiersdorf im Gasthaus Haslbeck in Semerskirchen beschäftigt. Die Räte machten sich die Entscheidung nicht leicht und stimmten letztendlich, mit einer Gegenstimme, dem Zuschussantrag des TSV Herrngiersdorf zur Generalsanierung des Hauptspielfeldes in Höhe von knapp 60 000 Euro zu. Das könnte Begehrlichkeiten wecken. Aber auch die Sache mit den Unterhaltskosten ist noch nicht geklärt.

Mit dieser Entscheidung würden sicher Begehrlichkeiten bei den anderen Vereinen geweckt, die im Sinne der Gleichbehandlung nicht wegdiskutiert werden könnten, sagte Bürgermeisterin Ida Hirthammer. Denn eine Kostenübernahme von 70 Prozent sei bisher nicht üblich gewesen.

Es gab nicht wirklich eine Alternative

Aufgrund des desolaten Zustandes des Hauptspielfeldes sei nur eine Generalsanierung mit Abtragung der Rasensode und Aufbereitung der vorhandenen Rasentragschicht sowie eine neue Bewässerungsanlage sinnvoll, laut Kostenvoranschlag der Firma Haderstorfer (GaLaBau), Ergolding, mit Gesamtkosten in Höhe von 83 853 Euro. Zu erwarten sei eine Förderung vom Bayerischen Landessportverband in Höhe von 10 000 Euro, die angegebene Eigenleistung des TSV betrage 14 325 Euro, heißt es in dem Antragsschreiben.

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Die Sanierung müsse einige Jahre herhalten, den Zuschuss könne man verantworten, meinte Georg Blümel. Um den Platz zu erhalten, sei deshalb die große Lösung notwendig. Die Kostenübernahme sei auch ein „Freibrief“ für alle anderen Anträge, ermahnte Josef Bischof. Auch wenn es finanziell schmerze, müsse der Platz, der in Gemeindebesitz ist, auch in Schuss gehalten werden, unterstützte Vize-Bürgermeister Josef Ebenslander den Antrag. Wer in Zukunft die Unterhaltskosten der beiden Spielfelder übernehmen soll, wurde auf die nächste Sitzung vertagt.

Vegetationspflege und Verkehrsspiegel

Bürgermeisterin Hirthammer informierte die Räte, dass die Grünfläche am Kirchberg in Sandsbach einer Vegetationspflege bedürfe. Der Maschinenring würde diese einmalige Pflege übernehmen. Kostenvoranschlag 650 Euro. Warum diese Arbeit der Bauhof nicht übernehmen könnte, fragte Anton Mayer.

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Im Grunde war es ein Vollzeitjob

Trotz etwas Wehmut freut sich Josef Barth nach zwölf Jahren als Bürgermeister von Herrngiersdorf auf seinen Ruhestand.

Dieser stehe derzeit arbeitsmäßig sehr unter Druck, so Hirthammer. Das Grüngut würde von Michael Brunner entsorgt.

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    Ob ein Verkehrsspiegel an der Einmündung Kirchenweg/Bernhardstraße sinnvoll sei, bedurfte ebenfalls einer längeren Diskussion. Aus Sicherheitsgründen plädierte Josef Ebenslander für einen Spiegel an der unübersichtlichen Stelle. Josef Bischof argumentierte, dass ein Spiegel die Raser nur ermutigen würde. Da es sich um eine Kreisstraße handelt, wurde beschlossen, einen Antrag für einen Verkehrsspiegel beim Landkreis zu stellen.

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