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Umwelt

Der Natur eine Chance geben

Stadträtin Claudia Ziegler will in Abensberg den Bauherren nicht nur Stellplätze, sondern auch Grünflächen vorschreiben.
Von Wolfgang Abeltshauser

Parken und Bäume. Claudia Ziegler will das nicht nur am Aventinusplatz sehen. Foto: Abeltshauser
Parken und Bäume. Claudia Ziegler will das nicht nur am Aventinusplatz sehen. Foto: Abeltshauser

Abensberg. Abensberg. Claudia Ziegler (SPD) will, dass zukünftig nicht nur die Zahl der Stellplätze bei Bauvorhaben vorgeschrieben wird, sondern auch Grünflächen. In der jüngsten Bauausschuss-Sitzung kündigte sie einen offiziellen Antrag dazu an, dies per Satzung festzuschreiben.

Ziegler beschrieb es in der Sitzung so: Bei Mehrparteienhäusern gebe es nur Wohnfläche, Stellplatz und Steine. Immer weniger Grün sei zu beobachten. In ihren Augen sollte auch ein Grünordnungsplan eingefordert werden. „Wir sollten uns überlegen, wie wir die Stadt zukünftig gestalten.“

Bauamtsleiter Peter Schmid berichtete im Rat, dass es durchaus Kommunen gebe, die das im Rahmen der Stellplatzsatzung geregelt haben. Der Stadtrat wird wie berichtet in Kürze über eine Neufassung dieser Satzung in Abensberg abstimmen. Dann soll auch der Antrag von Ziegler vorliegen.

Siegfried Eisenknappl (UWL) stellte fest: Etwa bei vier Stellplätzen sei ein Baum schon möglich. „Es kommt der Natur zugute.“ Ziegler hatte eingangs davon berichtet, dass Abensbergern es gefallen habe, dass während des Bürgerfests zusätzliches Grün am Aventinusplatz so sehen war. So habe sie es in Gesprächen erfahren. Überhaupt sei der Platz mit den Bäumen bei den Parkbuchten ein gutes Beispiel, wie es gehen könnte.

Die Planungen für eine Photovoltaikanlage beim Schillhof ist einen Schritt weitergekommen. Der Bauausschuss bearbeitete die Stellungnahmen, die im Rahmen des Verfahrens für den notwendigen Bebauungsplan eingegangen waren und billigte anschließend die Planung. Grundsätzliche Kritik am Projekt, entlang der Bahngleise Richtung Bad Gögging eine Photovoltaikanlage zu errichten, kam keine auf.

Nach dem Ende wird rückgebaut

Das Landwirtschaftsamt wies darauf hin, dass bisher landwirtschaftlich genutzte Flächen aus der Produktion genommen werden. Die Behörde will, dass die Anlage nach ihrem Nutzungsende wieder rückgebaut wird. So wird es auch festgeschrieben.

Die Deutsche Bahn fordert Vorkehrungen, damit die Module die Zugführer nicht blenden. Die Module sollen entsprechend angeordnet werden. Auch das hielt das Gremium per Beschluss fest. Außerdem wird der Forderung des Naturschutzes nach mehr Ausgleichsflächen jetzt nachgekommen.

Was die Nachbarn planen

  • Vorhaben:

    In Kelheim soll zwischen der Kernstadt und dem Ortsteil Kelheimwinzer ein neues Baugebiet entstehen. Laut Bauamtsleiter Peter Schmid seien dort 108 Parzellen vorgesehen. Die Abensberger Räte hatten dazu keinerlei Einwände vorzubringen.

  • Grundsatz:

    Kommunen dürfen eine Stellungnahme abgeben, wenn Nachbargemeinden Bauvorhaben umsetzen wollen. (wo)

Außerdem soll es laut den Mitgliedern des Gremiums bei einem Projekt in der Aumühle zu wenig Stellplätze geben. Dort will ein Betreiber einen bisher als Wohnraum genutzten Bereich seines Gebäudes in eine Praxis für Naturheilverfahren und ein Yogastudio umbauen. Bisher hat der Planer laut Schmid ein Stellplatz vorgesehen. Das befanden mehrere Politiker als zu wenig. Sie taten das vor allem mit Blick auf das Yogastudio. Da kämen doch sicherlich mehr als nur ein Teilnehmer zu den Kursen, so der Tenor. Schmid verwies auf die Beschlussvorlage. Darin ist die Zustimmung daran gekoppelt, dass die erforderliche Zahl an Stellplätzen auf dem Grundstück gebracht werden kann. Dies zu prüfen, obliegt jetzt den Experten im Landratsamt. Bei der Abstimmung votierten alle für diesen Passus im Text.

Regen fließt von Dach in Boden

Auch ein Bauvorhaben in Arnhofen sorgte für Gesprächsstoff – wenn auch nur indirekt. In der Ziegeleistraße sollen zwei Hallen entstehen. Schon jetzt leide der Bereich nach Regenereignissen, weil es viele Dachflächen gebe, von denen her sich das Wasser dann am Boden sammle.

So berichtete es Eisenknappl. Er habe deshalb schon einige kritische Töne von Anwohnern gehört. Grundsätzlich werde die Situation nicht besser. Der Politiker forderte, zu prüfen, ob Maßnahmen diesbezüglich notwendig sind oder nicht. Schmid sagte das zu.

Desweiteren informierte Sitzungsleiter Dr. Bernhard Resch (Fraktion Land), der als dessen Stellvertreter Bürgermeister Dr. Uwe Brandl (CSU) vertrat, dass die Firma Pillmeier Garten- und Landschaftsbau aus Offenstetten den Auftrag erhalten hat, die Außenanlagen für die Kinderkrippe im Ortsteil anzulegen.

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