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Bus–Fahren

Der Ruf–Bus kommt wie bestellt

In Kelheim gibt es nächstes Jahr einen Ruf–Bus. Wie funktioniert der denn? Die mittendrin!–Reporter haben nachgefragt.
Von den mittendrin!–Reportern Stefan, Martin, Franzi, Georg, Alexander, Caro, Martina

Bürger–Meister Horst Hartmann (2. von rechts) erklärt den mittendrin!-Reportern den Rufbus. Im Bild zu sehen sind Martin (links) sowie (von rechts nach links) Alexander, Franzi, Stefan und Georg.
Bürger–Meister Horst Hartmann (2. von rechts) erklärt den mittendrin!-Reportern den Rufbus. Im Bild zu sehen sind Martin (links) sowie (von rechts nach links) Alexander, Franzi, Stefan und Georg.

Kelheim.In der Stadt Kelheim soll es ab nächstem Jahr den Rufbus geben. Der Rufbus soll zusätzlich zu den vorhandenen Bussen fahren in Kelheim. Und ab März starten.

Der Rufbus ist eine Mischung aus einem Taxi und einem normalen Linien–Bus. Die „mittendrin!“–Reporter wollten es genau wissen. Sie haben deshalb den Kelheimer Bürger–Meister Horst Hartmann besucht. Und haben ihn gefragt: Wie soll der Rufbus funktionieren?

Erklärung

Warum diese Seite ungewöhnlich ist

Auf dieser Unterseite der „Mittelbayerischen“ sind die „mittendrin!“-Reporter am Werk. Sie schreiben in einfacher Sprache.

Linien–Busse fahren immer dieselben Strecken. Und immer zu festen Zeiten. Egal, ob Fahr-Gäste einsteigen oder nicht. Beim Rufbus ist das anders. Den kann man bestellen. Nur dann fährt er. Man kann ihn von morgens um 6 Uhr bis 9 Uhr abends bestellen. Entweder mit dem Telefon oder mit dem Handy. Dann soll er spätestens nach 30 Minuten kommen.

Man kan den Rufbus mit dem Handy bestellen. Der Bus soll dann spätestens nach 30 Minuten kommen.
Man kan den Rufbus mit dem Handy bestellen. Der Bus soll dann spätestens nach 30 Minuten kommen.

Ein Rufbus ist aber kein Taxi: Er kommt nicht bis an die Haus–Tür. Und er fährt nicht zu jedem Ziel, das man sich wünscht. Sondern es wird ungefähr 150 Halte–Stellen in Kelheim geben. Man kann zwei Halte-Stellen auswählen: Wo will ich in den Ruf–Bus ein–steigen? Und wo will ich aus–steigen?

Die meisten Halte–Stellen liegen im Stadt–Gebiet von Kelheim. Das erzählt uns Bürger–Meister Hartmann. Einige Halte–Stellen wird es in Kelheim-Winzer und in Affecking geben. Und eine am Bahnhof von Saal.

Bürger–Meister Horst Hartmann (2. von rechts) erklärt den mittendrin!-Reportern den Rufbus. Im Bild zu sehen sind Martin (links) sowie (von rechts nach links) Alexander, Franzi, Stefan und Georg.
Bürger–Meister Horst Hartmann (2. von rechts) erklärt den mittendrin!-Reportern den Rufbus. Im Bild zu sehen sind Martin (links) sowie (von rechts nach links) Alexander, Franzi, Stefan und Georg.

Wir wollen noch wissen: Wie teuer ist eine Fahrt mit diesem Bus? Der Bürger–Meister erklärt uns: Die Fahrt soll billiger sein als eine Taxi–Fahrt. Aber teurer als eine „normale“ Bus–Fahrt. Ein Rufbus–Ticket für Erwachsene wird 2 Euro kosten. Ein Kind zahlt 1 Euro 50 Cent.

Der Ticket–Preis bleibt immer gleich: egal, welche Strecke man fährt. Nur die Fahrt zum Bahnhof Saal kostet 3 Euro für Erwachsene und 2 Euro 25 Cent für Kinder. Denn dort hin ist der Weg länger.

Einzel–Tickets bekommt man beim Rufbus–Fahrer. Es soll auch Ticket–Blöcke geben, zum Beispiel mit sechs Tickets. Die sind dann ein bisschen billiger als ein einzeln gekauftes Ticket.

Der Rufbus ist ein Test

  • Idee:

    Der Rufbus ist neu in Kelheim. Es ist ein Versuch. Das nennt man „Modell–Projekt“. Der Land–Kreis Kelheim und die Stadt Kelheim haben sich das Modell–Projekt gemeinsam ausgedacht. Ein Bus–Unternehmen soll das Modell–Projekt durch–führen.

  • Umsetzung:

    Das Bus-Unternehmen soll zwei Klein-Busse dafür bereit–stellen. Wenn es sehr viele Fahr–Gäste gibt, werden es vielleicht mehr Fahrzeuge. Im Landrats–Amt in Kelheim wird es eine Telefon–Zentrale geben: Dort kann man den Rufbus telefonisch buchen. Die Zentrale schickt den Bus dann los.

  • Kosten:

    Der Verkauf von Tickets bringt Geld ein. Aber das reicht nicht, um die zwei Klein–Busse und seine Fahrer zu bezahlen. Der Landrat und der Bürger–Meister von Kelheim sind schon ziemlich sicher: Der Land–Kreis und die Stadt müssen Geld dazu geben.

  • Ausweitung:

    Man kann den Rufbus erst mal nur in Kelheim nutzen. Der Land–Rat und der Bürger–Meister hoffen, dass viele Menschen mitfahren. Dann kann es sein, dass es den Rufbus auch in anderen Gemeinden im Land–Kreis Kelheim geben wird.

Für schwer–behinderte Menschen ist es im Rufbus so wie in Linien-Bussen. Wer im Linien-Bus kostenlos fahren darf, der darf auch im Rufbus kostenlos mitfahren. Das gilt auch für Begleit–Personen.

Natürlich haben wir auch gefragt: Ist der Ruf–Bus barriere–frei? Ja, großteils, lautet die Antwort. Der Ruf–Bus startet in Kelheim erst mal mit zwei Fahrzeugen. Es sind Klein–Busse. In einem Klein–Bus haben ungefähr acht Fahr–Gäste Platz. Auch Menschen mit einem Roll–Stuhl oder mit einem Rollator können im Ruf-Bus mitfahren. Schwere E-Rollis passen aber nicht in diesen Bus.

Bürger–Meister Horst Hartmann (links) beantwortet eine Frage von Erich
Bürger–Meister Horst Hartmann (links) beantwortet eine Frage von Erich

Wenn man eine Fahrt bestellt, sollte man am Telefon schon sagen, dass man einen Roll-Stuhl hat. Der Fahrer hilft einem dann beim Einsteigen und beim Aussteigen.

In anderen Land-Kreisen gibt es schon Ruf-Busse. Dieser Ruf-Bus hier ist in Mecklenburg unterwegs.
In anderen Land-Kreisen gibt es schon Ruf-Busse. Dieser Ruf-Bus hier ist in Mecklenburg unterwegs.

Die Halte–Stellen erkennt man an kleinen Schildern, erzählt uns Herr Hartmann. Wir mittendrin!-Reporter haben vorgeschlagen, dass die Halte–Stellen auch in Blinden–Schrift markiert werden.

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