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Sport

Der SC hat ein paar Wünsche zum Jubiläum

Der SC Thaldorf feiert das 50-Jährige. Gründungsmitglied und Vereinswirt Willi Wimmer erzählt, wie es zum Fußballplatz kam.
Von Elfi Bachmeier-Fausten

Thaldorfer Nachwuchskicker beim Heimspiel gegen das Team das FC Mainburg Fotos: Bachmeier-Fausten
Thaldorfer Nachwuchskicker beim Heimspiel gegen das Team das FC Mainburg Fotos: Bachmeier-Fausten

Thaldorf.Die Bayern- und Deutschlandfahne wehen am Rande des Sportgeländes des SC Thaldorf. Der Verein in dem Kelheimer Ortsteil wurde vor einem halben Jahrhundert aus der Taufe gehoben. Das 50. Geburtstag wird vom 29. Juni bis einschließlich 1. Juli gefeiert und am darauffolgenden Wochenende steigt dann noch als Highlight die Mini-WM mit 32 teilnehmenden Nachwuchsteams.

Willi Wimmer vor dem Plakat für die Gründungsversammlung
Willi Wimmer vor dem Plakat für die Gründungsversammlung

Der 88-jährige Willi Wimmer, ein gebürtiger Unterwendlinger, ist nicht nur der Vereinswirt des SC, sondern auch Gründungsmitglied und mit dem Verein sehr verbunden. „Des war damals so“, sagt er. Im Zuge der Flurbereinigung habe man den Fußballplatz bekommen, damit man im Ort „überhaupt Fußballspielen hat kenna“. „Der Huber Erich hat es in die Wege gebracht, dass wir einen Fußballverein kriegen.“ Unter den Gründungsmitgliedern war auch Willi Wimmer. „I hob’ net Fußball g’spielt.“ Aber er ist ein Fan des Spiels auf dem grünen Rasen und selbstverständlich Anhänger der SC-Fußballer. Willi Wimmer ist ein treuer Zuschauer bei Heimspielen – „selten, dass i da net bin“ – und ein Förderer.

Viele Pokale und Fotos

In der Gaststube dominiert der Sportclub – durch Plakate, Bilder, Pokale. Darunter ist auch die große Einladung zur Gründungsversammlung des SC Thaldorf am Samstag, 21. September 1968, im Gasthaus Wimmer. An dieser Wand hängen auch Sterbebilder von verstorbenen Mitgliedern. Im Vereinslokal stehen ebenso Pokale – an die 100 Stück, die der SC Thaldorf errang und Fotos von Mannschaften angebracht.

„Klar“ sei ihm der Verein wichtig, sagt Willi Wimmer. „Das Scheenste war, wie’s vor fünf Jahr’ aufg’stiegn san“. Das Gründungsmitglied spricht auch den Aufstieg der SC-Fußballer „gleich am Anfang“ der Vereinszeit an. „De Aufstiegsfeier 2013, de war bei mir. Die Feier is ogana om am Balkon. De ham g’sagt, dass so feiern woll’n wie der FC Bayern.“ Und was wünscht er „seinem“ SC Thaldorf? „Dass mehr Fußballer kriegn, a Nachwuchs.“ Er finde es toll, dass eine Mini-WM veranstaltet werde. Bei Spielersitzungen ist Vereinswirt Willi Wimmer stets dabei: „Die braucha ja mi, sonst krieg’s ja nix zum Tringa“.

In den vergangenen fünf Jahrzehnten hat sich der SC Thaldorf, bei dem am Anfang nur Fußball gespielt wurde, weiterentwickelt. Aktuell sind es 390 Mitglieder. Der Höchststand zu Zeiten von Erich Huber, der insgesamt 28 Jahre Vorstand war, waren „400 Mitglieder“. Wie Burghardt Überrigler sagt, „waren ganz früher aus Staubing, Holzharlanden, Teuerting, Reißing und Buchhofen Mitglieder aktive Fußballer“. Neben Fußball werden beim SC bereits seit einiger Zeit verschiedene sportliche Möglichkeiten angeboten: Gusti Murr gründete vor Jahrzehnten das Damenturnen im Verein, Inge Schlauderer das Kinderturnen und seit 1979 gibt es, wie im Gespräch mit Vorsitzendem Rudolf Gaillinger und Jugendleiter Burghardt Überrigler zu vernehmen ist, das Tischtennisangebot. Der Bereich Kinderfußball „hat starken Zulauf durch die drei Mannschaften.

„Meim Buam g’fallt’s“

Eltern sind an diesem Tag am Spielfeldrand anwesend, da die SC-F-Jugend eine Punktspiel-Begegnung gegen das F-Jugendteam des FC Mainburg bestreitet.

Sandra Wolter mit ihrem Sohn Sebastian
Sandra Wolter mit ihrem Sohn Sebastian

Mutter Sandra Wolter aus Schambach, deren Sohn Sebastian in der SC-F-Jugend ist, sagt: „Wir sind seit drei Jahren beim SC Thaldorf. Meim Buam g’fallt’s. Die Atmosphäre beim Sportclub beschreibt sie mit den Worten „klein und gemütlich. Es kommt jeder Spieler daran.“ Ihr Sohn habe auch zum SC gewollt, „weil seine Freunde a da san“.

Die Thaldorferin Daniela Holzer mit zwei ihrer Töchter
Die Thaldorferin Daniela Holzer mit zwei ihrer Töchter

Die Thaldorferin Daniela Holzer, Mama von drei Töchtern, zwei der Mädchen spielen beim SC in der F-Jugend und ein Kind in der G-Jugend, ist selbst im Verein engagiert. Die 36-Jährige leitet beim Thaldorfer Verein die Kinderturngruppe mit. „Es g’hört einfach die Jugend gefördert, dass es weitergeht mit dem SC“ und die Kinder Zusammenhalt und Gemeinschaft erfahren könnten. „Wir kenna uns alle und feiern auch miteinander“, sagt Daniela Holzer.

Die Thaldorfer Mama Nicole Semmler, deren Sohn Finn Torwart bei der SC-F-Jugend ist, sagt, dass die Freunde des Sohnes hier spielten. Deshalb „kam für uns nichts Anderes in Frage als der SC Thaldorf.“ Es gehöre für sie auch dazu, sich mit beim Jubiläumsfest zu engagieren. Für Nachwuchsfußball-Trainer Andreas Bedranowsky, der seit elf Jahren beim SC Thaldorf ist, bedeutet dieser Verein: „Hobby, Freizeit, Gemeinschaft.“ Er erwähnt auch, dass sich der SC Thaldorf freuen würde, „wenn die Stadt für die Ortsteile mehr Engagement zeigen würde“. Ihm sei beispielsweise die Unterstützung für den geplanten Vereinsheimbau ein Anliegen.

Burghardt Überrigler (l.) und Rudolf Gaillinger vor dem Vereinsgebäude
Burghardt Überrigler (l.) und Rudolf Gaillinger vor dem Vereinsgebäude

Laut Vorstand Rudolf Gaillinger gebe es einen Plan für ein „funktionales Gebäude, damit das Vereinsleben aufrechterhalten werden kann“. Als Standort dafür sei der der bisherigen „Brettlbude“ vorgesehen. Die geschätzten Kosten für den Neubau beliefen sich auf „mindestens 250 000 Euro“.

Der Vereinschef betont auch: „Wichtig ist, dass die erste und zweite Mannschaft weiterhin erhalten bleiben und im Jugendbereich die Mannschaften weiterhin aufgebaut und gefördert werden können.“

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