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Region Kelheim
Mittwoch, 23. Mai 2018 26° 8

Initiative

Die Apfelschule ist gestartet

Der Obst- und Gartenbauverein Mühlhausen-Geibenstetten bietet eine besondere Aktion für Vorschulkinder.
Von Josef Kastl

Das Thema Apfel beschäftigt die Mühlhausener Vorschulkinder. Foto: Kastl

Mühlhausen.Seit einem Jahr bereiten sich die Mädchen und Buben im letzten Kindergartenjahr im Kindergarten St. Vitus in Mühlhausen, die sogenannten Vorschulkinder, auf ihren Schulbeginn vor. Sie werden besonders gefördert und beschäftigen sich mit sehr interessanten Themen und Aufgaben, wie sie es auch später in der Schule machen werden.

Bäumchen werden „erzogen“

Ab heuer sind die zukünftigen Mühlhausener Schüler nicht mehr die einzigen Neulinge in der Schule. Sie werden begleitet von kleinen Apfelbäumchen, die auch eine Schule durchmachen, um immer größer zu werden und um sich dabei prächtig zu entwickeln.

Die Vorstandschaft des Obst- und Gartenbauvereins Mühlhausen-Geibenstetten hat beschlossen, eine Apfelschule zu gründen. Die Idee hat Sabine Zott bei einer Erkundungsfahrt im Rahmen der Vorbereitungsphase der Dorferneuerung Mühlhausen in Ascha im Bayerischen Wald entdeckt und war sofort begeistert.

Die beiden Streuobstwiesen am Ortseingang im Bereich des Herrenholzes, die der Obst- und Gartenbauverein Mühlhausen-Geibenstetten im Oktober 2013 im Auftrag der Stadt Neustadt angelegt hat, bieten eine idealen Standort dafür. Darüber hinaus führt der Landesverband der Gartenbauvereine heuer einen bayernweiten Kinder- und Jugendwettbewerb unter dem Motto „Streuobst-Vielfalt – Beiß rein!“ durch. Da können alle Gartenbauvereine mit Aktionen rund um die Streuobstwiese mitmachen.

Die Kinder mit den eingepflanzten Apfelbäumchen Foto: Kastl

Das Team des Kindergartens in Mühlhausen war von der Idee, den Vorschulkindern mit der Apfelschule eine sehr naturnahes Erlebnis zu bieten, sofort begeistert. Nachdem die Vorschulkinder ihre „echte“ Schuleinschreibung hinter sich haben und der Frühling die beste Zeit ist, um die kleinen Bäumchen zu setzen, wurde es Zeit für den Apfelschul-Beginn.

Besuch auf Streuobstwiese

Kürzlich spazierten die zehn Mädchen und Buben ganz gespannt Hand in Hand, begleitet von Leiterin Viktoria Wolter und Erzieherin Martha Kastl, zur Streuobstwiese in der Herrenholzstraße. Vorsitzender Johann Simmerl, zweite Vorsitzende und Jugendbeauftragte Sabine Zott empfingen die kleine Gruppe am Gartenhäuschen.

In einer kleinen Einführungsrunde durften die Kinder Äpfel von verschiedenen Sorten genauer betrachten. Sie hatten verschiedene Formen, Farben und schmeckten auch unterschiedlich. Aber wenn man die Äpfel quer in der Mitte durchschneidet, sieht man bei jedem in der Mitte einen Stern mit fünf Zacken. Und in diesen Zacken stecken jeweils zwei Apfelkerne drin. Aus jedem dieser Kerne kann ein neuer Apfelbaum wachsen. Dies dauert ein paar Jahre. Damit die Bäume der Kinder schneller groß werden, hat Sabine Zott für jedes Kind bereits kleine Bäumchen, sogenannte „Unterlagen“, bei einer Baumschule besorgt, die es nun galt, fachgerecht einzupflanzen.

Nach circa zwei Stunden war der erste Tag in der neuen Apfelschule vorbei.

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