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Kommunalwahl

Die CSU löst den „Lösch-Angriff“ aus

Die Nominierung Siegfried Löschs zum Bürgermeisterkandidaten der CSU Riedenburg war keine Überraschung, dennoch markiert sie eine Wende.
Von Petra Kolbinger, MZ

  • Siegfried Lösch will sich einen „Kindheitstraum“ erfüllen – jetzt ist es an den Wählern, ob sie ihn zum Bürgermeister machen. Foto: Kolbinger
  • Eine relativ junge Liste geht für die CSU den Kommunalwahlkampf in Riedenburg an. Fotos: Kolbinger
  • Eine relativ junge Liste geht für die CSU den Kommunalwahlkampf in Riedenburg an. Fotos: Kolbinger

Riedenburg.Die Christsozialen haben bei ihrer Aufstellungsversammlung am Freitagabend im Gasthof Zum Schwan ihre Kandidaten für die Kommunalwahl gekürt und nicht nur auf den voll besetzten Bänken engen Schulterschluss bewiesen: sowohl der Bürgermeisterkandidat Siegfried Lösch, wie auch die zwanzig Männer und Frauen auf der Stadtratsliste freuten sich über einhundert Prozent Zustimmung aus den Reihen der 34 Stimmberechtigten. Daneben genossen an die 50 Gäste den unterhaltsamen Abend, den ein ausgesprochen aufgeräumter Martin Neumeyer, seines Zeichens CSU-Kreisvorsitzender, Stadtrat in Abensberg, Kreisrat, Landtagsabgeordneter und Integrationsbeauftragter der Bayerischen Staatsregierung, moderierte und der von der CSU-eigenen Blaskapelle, dem Schwarzen Blech, musikalisch umrahmt wurde.

Wahlleiter Neumeyer münzte in Erinnerung an die Ermordung des amerikanischen Präsidenten John F. Kennedy, dessen bekannten Ausspruch um in ein „Frage nicht, was Riedenburg für dich tun kann – frage, was du für Riedenburg tun kannst!“. Zwanzig Männer und Frauen stellen sich der Verantwortung und kandidieren für den Riedenburger Stadtrat.

Bürgermeisterkandidat Siegfried Lösch, selbst auf Platz 1 der Kandidatenliste, freute sich über die „junge Liste mit einem Altersdurchschnitt von nur 37,5 Jahren, einem recht hohen Frauenanteil, wobei er, Lösch, gerne noch mehr weibliche Kandidaten rekrutiert hätte, was aber leider nicht geglückt sei und mit Kandidaten aus vielen Teilen der Großgemeinde.

„Ich hoffe, dass die Wähler am 16. März den Mut und die Bereitschaft der Jüngeren, sich zu engagieren, honorieren werden. Ihnen stehen einige alte Hasen mit viel Erfahrung zur Seite. Das ist eine gute Mischung, mit der der Generationenwechsel in Riedenburg gelingen wird“, zeigte Lösch sich später im Gespräch mit der MZ überzeugt. Die CSU wolle in der nächsten Legislaturperiode wieder fünf Stadträte stellen – und den ersten Bürgermeister!“ zeigte er sich kämpferisch. Der Unterstützung der Riedenburger CSU kann er sich sicher sein und auch die Christliche Wählergemeinschaft (CWG) wird den „Lösch-Angriff“ auf den Bürgermeistersessel im Rathaus unterstützen. Sie verzichtet dafür auf die Nominierung eines eigenen Bürgermeisterkandidaten. Löschs Ausführungen zu seiner Person und seines bisherigen politischen Werdeganges wäre wohl weitgehend unnötig gewesen, ist er als „original Riedenburger G’wachs“, geboren und aufgewachsen in der Schulstraße und heute mit Frau und drei Kindern in Haidhof zu Hause, praktisch allen Riedenburgern als Vizebürgermeister bekannt, als Jugendbeauftragter der Stadt, Mitglied der Kirchenverwaltung St.Johannes, Mitglied von rund einem Dutzend Vereinen; die Übrigen haben seine Stadtführungen mitgemacht oder ihn als Leiter der Zulassungsstelle im Kelheimer Landratsamt getroffen. Für ihn, bekräftigte der nunmehr 35-jährige Lösch, sei das Amt des ersten Bürgermeisters ein echter Kindheitstraum, der ihn seit seiner Grundschulzeit begleite. Damals habe er den amtierenden Bürgermeister, Michael Schneider (CSU) in seinem Amtszimmer besucht. Heute, 28 Jahre, später, „bin ich groß genug und bewerbe mich bei Ihnen um den Auftrag, bei der Kommunalwahl am 16. März als CSU-Bürgermeisterkandidat für unsere Großgemeinde zur Wahl stellen zu dürfen!“

Diesen Auftrag haben sie ihm einstimmig erteilt – und damit auch dem CSU-Zukunftsprogramm 2014 bis 2020, das von den Stadtratskandidaten, der CSU-Vorstandschaft und Lösch gemeinsam erarbeitet worden ist und den Leitsatz „Die CSU-Riedenburg will mit Ihnen generationenorientiert, füreinander und miteinander in einer aktiven Großgemeinde Zukunft für Riedenburg gestalten“.

Die Kandidaten: Platz 1 bis 5 Siegfried Lösch, Haidhof; Wolfgang Langer, Riedenburg; Andrea Dietz, Nußhausen; Stefan Fanderl, Jachenhausen; Friedrich Riemhofer, Riedenburg; 6 bis 12: Adalbert Buchtelik, Riedenburg; Anna Kornprobst, Riedenburg; Maximilian Sedlmeier, Riedenburg; Josef Amann, Riedenburg; Ludolf Wasner, Riedenburg; Karin Dachs, Deising; Robert Egerer, Riedenburg 13 bis 20: Karl-Heinz Veits, Riedenburg; Alexander Kopf, Prunn; Manuela Keil, Haidhof; Matthias Schels, Gundlfing; Richard Lauerer, Riedenburg; Julia Martens, Haidhof; Valerij Abakoumov, Riedenburg; Jegor Kaufmann, Riedenburg. Ersatzkandidaten: Josef Petz, Riedenburg; Helmut Karl, Riedenburg.

Laut ihrem Zukunftsprogramm 2014-20 will die CSU mit den Bürgern generationenorientiert, füreinander und miteinander, in einer aktiven Großgemeinde Zukunft für Riedenburg gestalten.Eckpunkte: Krippen- und Kindergartenplätze bereitstellen, bei Bedarf auch Ganztags- und Ferienbetreuung umsetzen; Prüfung von Ganzklassenbedarf und Ferienbetreuung an der Grund- und Mittelschule; Erhaltung des Familienzuschusses von 4000 Euro; Ausbildungs- und Arbeitsplätze sichern bzw. schaffen; Seniorenbetreuung und Barrierefreiheit ausbauen; Unterstützung von Vereinen, Ehrenamt und Rettungsdiensten; Start der Nachbarschaftshilfe; Einführung des Gemeindebusses; Innenstadt beleben; Entwicklung der Ortsteile unterstützen; Grundstein für das Zukunftsprogramm ist eine solide Finanzpolitik.

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