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Gemeinderat

Die Dorferneuerung ist fast am Ziel

Dagegen lässt der Hochwasserschutz für den Kirchdorfer Ortsteil Allmersdorf nach wie vor auf sich warten.
Von Wolfgang Abeltshauser

Arbeiten beim Spielplatz setzen den Schlusspunkt für die Dorferneuerung in Kirchdorf. Foto: Abeltshauser

Kirchdorf.Gute und schlechte Nachrichten gab es bei der jüngsten Ratssitzung in Kirchdorf. Die Dorferneuerung biegt in die Zielgerade ein. Die Sanierung des Spielplatzes soll den Schlusspunkt setzen. Dagegen steht in den Sternen, ob nun ein Hochwasserschutz für Allersdorf kommt oder nicht.

Im Herbst soll alles fertig sein

26 000 Euro sind noch in der Dorferneuerungskasse. So sagte es amtierender Bürgermeister Alois Prantl in der Sitzung. Sie sollen als Zuschuss dafür dienen, den Spielplatz zu modernisieren. Was laut Kostenschätzung von Landschaftsplaner Manfred Neidl 50 000 Euro kosten wird. In ihrer nächsten Sitzung wollen die Räte die Arbeiten vergeben. Ziel ist, die Maßnahme im Herbst fertigzustellen.

Arg in die Jahre gekommen sind die meisten Spielgeräte auf dem Areal. So wird allein das kleine Karussell bleiben. Vorgesehen sind eine neue Schaukel und eine neue Wippe. Ein Balanciergeräte kommt hinzu. Und auch das alte Kombigerät mit Kletterbereich und Rutsche wird erneuert. Dazu gibt es eine Sitzgruppe – und unter Umständen weitere Sitzgelegenheiten. Darauf verständigten sich die Räte.

Sind diese Arbeiten beendet, ist ein großes Projekt für Kirchdorf zu einem guten Abschluss gebracht. Denn im Rahmen der Dorferneuerung entstanden der Dorfplatz, der Weg hinauf zur Gemeindekanzlei und der Bereich oberhalb des Friedhofs. Die Gesamtmaßnahme war 500 000 schwer. Davon erhielt Kirchdorf 65 Prozent Zuschuss.

Von einem Rückblick auf die Baumaßnahme ist der Gemeinderat beim Thema Hochwasserschutz Allmersdorf weit entfernt. Der angedachte Schutzwall auf der Fläche von Wildenberg her kann nicht entstehen. Denn statisch wäre eine Spundwand dafür notwendig. Dazu ist einer der Grundstückseigentümer aber nicht bereit. Wie der Amtierende noch einmal feststellte.

Deshalb gab es mittlerweile einen Ortstermin mit Planer und Experten aus dem Wasserwirtschaftsamt. Das Ergebnis: Möglich wäre, einen zusätzlichen Ablauf des Wassers zu schaffen. Unter dem Strich stünde da ein Kanal hin zum Perkabach. Der teils offen, teils verrohrt laufen würde. Darüber hinaus bräuchte es dann auch noch ein zusätzliches Rückhaltebecken.

Nicht nur das Geld entscheidet

Vom beteiligten Planer wurden laut Prantl 90 000 Euro an Kosten in den Raum geworfen. Was mehrere Räte für unrealistisch halten. Sie gehen von mehr Geld aus. Die Dammvariante, die jetzt nicht kommen kann, wäre auf rund 170 000 Euro gekommen. „Wenn es das kosten würde und es würde funktionieren, ginge das ja“, stellte stellvertretender Bürgermeister Simon Wachter fest.

Es hängt nicht nur an den Finanzen. Auch in diesem Fall ist die Kommune darauf angewiesen, dass Grundstückseigentümer nicht ihr Veto einlegen. Deshalb wollen Prantl und Wachter so schnell es geht mit ihnen darüber sprechen. Gibt es das Einverständnis, soll der Planer dem Rat einen Vorschlag unterbreiten. Mit dem würde Prantl dann in eine Ortsteilversammlung gehen.

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