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Heimat

Die Faszination „Photogilde“

In der Reihe „Wie’s früher war“ dreht sich am Samstag in Abensberg alles um den Verein und die Magie alter Fotos.

Die historische Aufnahme zeigt die Photogilde an der Donau – laut pinker Beschriftung beim Klösterl Foto: Beck

Abensberg.Bei der Heimatgeschichts-Reihe des Abensberger Stadtmuseums „Wie’s früher war“ dreht sich am Samstag, 24. März, alles um die Abensberger Photogilde.

Eine Fotografie kann vieles sein: die Dokumentation eines Zustands, ein Abbild der Wirklichkeit, aber auch eine Erinnerung, die durch das Festhalten unvergesslich wird. Ähnlich wie eine Erzählung gibt sie Aufschluss über eine vielleicht versteckte Wahrheit und bietet zudem Spielraum für Spekulationen rund um die abgebildete Darstellung.

Die vielfältigen Möglichkeiten, die die Technik in diesem Bereich bietet, lassen die Ergebnisse zudem zu Kunstwerken werden. Aus dem umgangssprachlichen „Schnappschuss“ wird so eine „kreative Ausdrucksform“. Deren vielfältige Ausführungen sprechen viele Menschen an – doch nicht alle wissen so mit ihnen umzugehen, wie die Mitglieder der Abensberger Photogilde.

Das Team des Herzogskastens möchte die Besucher dazu einladen, die Abensberger Vertreter dieser Kunst sowie ihre Geschichte beim Treffen am Samstag um 14.30 Uhr im Stadtmuseum kennenzulernen.

Geheime Blicke, kleine Gesten

Ein Familienfoto, auf dem die einzelnen Mitglieder auf Anweisung des Fotografen postiert sind oder ein zufälliger Schnappschuss auf einem Badeausflug unter Freunden – was verraten sie uns nicht alles?! Bei genauer Betrachtung fallen sie auf: all die geheimen Blicke und kleinen Gesten, die die einzelnen Akteure miteinander verbinden und jedes Foto zu einer Besonderheit machen.

Die Faszination, die diese Ausdrucksform sowohl in ihrer emotionalen als auch kreativen Ausführung ausübt, zieht viele Begeisterte in ihren Bann. In Abensberg haben sich einige (Amateur-)Fotografen 1956 zu einem Verein zusammengefunden, um so gemeinsam ihrem Hobby zu frönen. Diese Vereinigung diente jedoch nicht ausschließlich der Unterhaltung oder dem Austausch: Die Aktionen und Angebote, die die Fotogilde seitdem organisiert und durchführt, sprechen seitdem eine breite Zielgruppe an.

Seien es die vereinseigene Jugendgruppe oder die regelmäßig stattfindenden und sehr beliebten Ausstellungen – der Kreuzgang ist vor allem zu den Eröffnungs- und Sonderveranstaltungen gut besucht. Nicht zu vergessen sind die zahlreichen Ausflüge, die das Vereinsleben ausmachen.

Doch es sind nicht nur die Fotografien, die uns bleiben. Dank einer großzügigen Dauerleihgabe von Helmut Dürmeier, langjährigem und verdientem Mitglied der Photogilde, kann das Museum über eine große Auswahl an Apparaten verfügen – und sich an Hand dieser Exemplare auch den technischen Raffinessen der Fotografie zuwenden.

Horst Dills Vermächtnis

Im Gesamten ein Erfolg, der auch den Gründungsmitgliedern gefallen hätte. Der wohl bekannteste ist Horst Dill, dessen Film „Ein Tag in Abensberg“ bereits 2017 im Mittelpunkt einer gut besuchten Veranstaltung der Reihe war.

Am Samstag geht es um sein zweites Vermächtnis: die Photogilde. Was hat sich seit ihrer Gründung verändert – was ist geblieben? Ist es noch immer die gleiche Begeisterung, die die Mitglieder antreibt oder haben sich auch deren Erwartungen ans Ergebnis ihrer Arbeit parallel zu den technischen Errungenschaften verändert?

Gastredner Günther Hauke steht Rede und Antwort. Des Weiteren erwartet Interessierte eine Zeitreise an Hand ausgewählter Fotografien sowie die Verköstigung und Bewirtung durch ehrenamtlichen Helfer.

Thema: Wie’s früher war – die Photogilde

Termin: 24. März, 14.30 Uhr

Ort: Herzogskasten, Stadtmuseum Abensberg

Eintritt frei!

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