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Veranstaltung

Die fünfte Jahreszeit beginnt

Das Grenzland-Starkbierfest ist legendär. In diesem Jahr findet es zum 24. Mal statt. Auftakt ist dieses Wochenende.
Von Margot Kirzinger

Seit dem 15. Januar wird in Schwaig mit Eifer für das 24. Grenzland-Starkbierfest geprobt. Foto: Margot Kirzinger
Seit dem 15. Januar wird in Schwaig mit Eifer für das 24. Grenzland-Starkbierfest geprobt. Foto: Margot Kirzinger

Schwaig.Für die einen ist der Fasching die fünfte Jahreszeit, für viele andere die Starkbierzeit. Das traditionelle „Schwoagara Grenzland-Starkbierfest“ erlebt am 6. März seine 24. Auflage und gehört schon lange zu den Klassikern der Fastenzeit. Wer für eine der acht Aufführungen eine Karte ergattert hat – die Karten waren auch dieses Mal innerhalb kürzester Zeit ausverkauft – darf sich auf einen amüsanten Abend freuen. Denn nirgendwo in Neustadt und dem Umland wird so munter derbleckt wie im dörflichen Kulturzentrum, der Appel-Seitz-Stiftung in Schwaig.

Die ausrichtenden Vereine (die Schwoagara Dorfbühne, Feuerwehr und Burschenverein) präsentieren ein buntes Programm mit Gesang, Spiel und Starkbierrede. Judith Brigl, die schon die letzten Jahre das Publikum mit spitzfindigen Reden begeistert hat, wird auch dieses Jahr wieder sowohl welt-, als auch zahlreiche kommunalpolitische Themen aufs Korn nehmen. Das heurige Motto „Freibier for Future“ lässt erahnen, in welcher Szenerie das Starkbierspiel angesiedelt ist.

Auftritt des „Rollator-Rudels“

Seit dem 15. Januar wird in Schwaig mit Eifer für das 24. Grenzland-Starkbierfest geprobt.  Foto: Margot Kirzinger
Seit dem 15. Januar wird in Schwaig mit Eifer für das 24. Grenzland-Starkbierfest geprobt. Foto: Margot Kirzinger

Im Zeichen des globalen Klimawandels werden regionale, nationale und europäische Brennpunkte in humoristischer Weise dargeboten. So findet Greta Thunberg( Anne Gruner) einen Flaschengeist namens Greeny, mit dem sie jetzt sehr ökologisch und vor allem CO2-neutral reisen kann. Auf einer Reise durch die politischen Ebenen trifft sie auf viele bekannte Polit-Größen und sorgt mit Greeny’s Hilfe für einige Überraschungen.

Ein Highlight des Abends wird der Auftritt des „Rollator-Rudels“ sein. Da die „alten Männer“ die Lachmuskeln des Publikums letztes Jahr extrem strapazierten, entschied sich Christian Hauber (Regieleiter, Sänger, Schauspieler und vieles mehr), die Truppe erneut auf die Bühne zu bringen. Bis auf die Rede schreibt Hauber nach wie vor alle Texte selbst. Wann er das macht? Er ist, wie alle andere Protagonisten auch, voll berufstätig: „Ich schreibe in jeder freien Minute. Am Wochenende, in der Nacht oder auch im Zug, wenn ich geschäftlich unterwegs bin“, gibt er zur Antwort. Er sucht auch die Melodien für die Lieder aus, die in zwei Blöcken und im Starkbierspiel gesungen werden. Für ihn müssen es rhythmische Lieder sein, die ins Ohr gehen. Er möchte schließlich auch schöne Chöre im Hintergrund haben und das Publikum zum Mitsingen animieren.

Die Veranstaltungen

  • Termine:

    Die acht Starkbierfeste finden an den März-Wochenenden am Freitag und Samstag statt. Premiere ist am 6. März. Programmbeginn ist um 19 Uhr, bei Saaleinlass ab 18 Uhr werden bereits Essen und Getränke angeboten.

  • Ort:

    Die Donautaler Blaskapelle übernimmt die musikalische Gestaltung des Starkbierfests. Es werden in diesem Jahr rund 2000 Gäste erwartet. (emk)

Das ist ihm bisher immer gut gelungen. Christiane Hainzl, Sopranistin und Leiterin der Städtischen Musikschule Neustadt, ist neben Hauber für die Einstudierung des Gesangs zuständig. Seit dem 15. Januar wird drei bis vier Mal die Woche geprobt. Wann immer es ihre Zeit erlaubt, ist sie bei den Proben dabei. „Das Zusammenspiel von Schauspiel, Witz und Musik ist für mich sehr reizvoll. Es macht sehr viel Spaß, aus den ambitionierten Laiensängern das Beste herauszuholen“, sagt sie. Es freue sie, einen kleinen Teil zum großen Ganzen beitragen zu dürfen.

Mit Leidenschaft dabei

Die Protagonisten sind mit Leidenschaft dabei. Trotz eines oft anstrengenden Arbeitstages ist von Müdigkeit nichts zu spüren. Fred Döring gehört wie Christian Hauber und Brigitte Steil zu den Urgesteinen der Dorfbühne und ist seit dem ersten Starkbierfest mit auf der Bühne. „Wenn dich der Theatervirus einmal gepackt hat, lässt er dich nie mehr los“, meint er. Das können die 30 Mitwirkenden auf der Bühne bestätigen. 50 Helfer sorgen für einen reibungslosen Ablauf des Festes. Die Bühnen- und Saaltechnik ist in der Region einzigartig. Christoph Krammel, ein Meister der Technik, freut sich über die neue Antennentechnik für die Funkmikrofone. Die Übertragungsqualität sei klarer, die Akustik besser. Natürlich gibt’s wieder ein süffiges Bier vom Ottenbräu und bayerische Schmankerl von der Metzgerei Halbauer in Münchsmünster.

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