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Kultur

Die ganze Kreativität gebündelt

Beim Konzert des Rohrer Gymnasiums zeigten die Ensembles ihr ganzes Können und gedachten auch der Opfer eines Schiffsunglücks
von Roswitha Priller

Beim Sommerkonzert gab es viel Schönes zu hören und zu sehen. Hier der gemischte Chor mit „Aida“. Foto: Priller
Beim Sommerkonzert gab es viel Schönes zu hören und zu sehen. Hier der gemischte Chor mit „Aida“. Foto: Priller

Rohr. Das Sommerkonzert des Johannes-Nepomuk-Gymnasiums war heuer der Auftakt zum „Nepomusik-Festival“ im Markt Rohr. Auf die zahlreichen Zuhörer wartete ein Abend voller musikalischer Leidenschaft, mitreißenden Rhythmen, Spannung und Witz. Neben den vielen Ensembles der Schule unterhielt auch die Theatergruppe der Q11 mit zwei lustigen Einaktern.

 Das Amphitheater bot eine perfekte Kulisse für das Sommerkonzert. Die Schulfamilie sowie viele Freunde und Gäste waren gekommen, um den lauen Sommerabend bei bester Unterhaltung zu genießen. Der hohe Stellenwert der Musik war überall spürbar. „Musik ist eine allgemeine Sprache.“, so Schulleiter Lang. Foto: Priller
Das Amphitheater bot eine perfekte Kulisse für das Sommerkonzert. Die Schulfamilie sowie viele Freunde und Gäste waren gekommen, um den lauen Sommerabend bei bester Unterhaltung zu genießen. Der hohe Stellenwert der Musik war überall spürbar. „Musik ist eine allgemeine Sprache.“, so Schulleiter Lang. Foto: Priller

Schulleiter Franz Lang freute sich unter den vielen Gästen auch Prior Frater Franz, Altabt Gregor und den ersten Bürgermeister Andreas Rumpel begrüßen zu können. Zugleich sprach er seinen herzlichen Dank an die Ensembleleiter und Mitwirkenden aus. Ohne unermüdliches Engagement und viele Proben sei ein solcher Abend nicht möglich. Die Ensembles waren zuvor auf Freizeiten gewesen, um ihren Auftritten den letzten Schliff für das große Abschlusskonzert zu geben.

Mitreißende Konzertnacht

Das großzügig angelegte Amphitheater des Klosters mit der angrenzenden Grünfläche bot wieder einmal einen wunderschönen Rahmen für die sommerliche Konzertnacht. „Um diesen Abend noch abwechslungsreicher zu machen, haben wir viele neue Kombinationen der musischen Gruppen auf dem Programm.“, erläuterte Organisationsleiter Maximilian Ebert.


              Der Mädchenchor war ein Augen- und Ohrenschmaus. Mit einer beeindruckenden Choreographie und gewohnt hochwertiger Sangesleistung begeisterten sie die Zuschauer. Die Begleitung durch die Big Band rundete den Auftritt perfekt ab. Die neuen Kombinationen machten das Konzert attraktiv. Foto: Priller
Der Mädchenchor war ein Augen- und Ohrenschmaus. Mit einer beeindruckenden Choreographie und gewohnt hochwertiger Sangesleistung begeisterten sie die Zuschauer. Die Begleitung durch die Big Band rundete den Auftritt perfekt ab. Die neuen Kombinationen machten das Konzert attraktiv. Foto: Priller

So wurden die Besucher von Musikern aus dem Vor- und Schulorchester mit Begleitung einiger Bläser der Big Band „Swinging Pipes“ schwungvoll begrüßt. Das Hauptthema von „Star Wars“ war in dieser Besetzung ein vielversprechender Einstieg in den Abend. Mit dem James-Bond Thema wurde es dann richtig lässig und passend dazu zückten einige Musiker ihre Sonnenbrillen.

„Meine Singspatzen wollten unbedingt wieder „Vois sur ton chemin“ singen. Um etwas Neues zu bieten, werden wir von den Streichern des Schulorchesters begleitet.“, erklärte Chorleiter Stefan Kiergassner im Gespräch. Und wirklich war das interessant besetzte Stück aus der Filmmusik „Die Kinder des Monsieur Matthieu“ ein bewegender Beitrag.

Besonders freute sich Ebert über „Skyfall“ von Adele vorgetragen von „Simons Strahlfeld-Seminar“. „Simon Loibl hatte bei der Freizeit in Strahlfeld den Wunsch, den beliebten Song zu spielen.“, sagte Ebert. Der Achtklässler begeisterte Musiker und Sängerinnen für die Idee und studierte mit Hilfe des Abiturienten Stefan Dobmeier in Eigenregie das Stück ein. Das Ergebnis war ein absoluter Ohrenschmaus. „Es ist schön, dass unsere Ensemblefahrten den Rahmen für so viel Kreativität geben.“, meinte Ebert. Im Anschluss wurde es besinnlicher als der Mädchenchor „Vergißmeinnicht“ auf koreanisch sang. Mit diesem Lied gedachten sie der Opfer des Schiffunglücks der „Sewol“ in Südkorea.

Die Theatergruppe der Q11 unterhielt mit „A gescheits Kind“ von Toni Lauerer und einer humoristischen Stadtführung. Eindeutig hochbegabt ist der Bub im Bild. Die „Stadtführung“ aus der Feder der Schüler hatte Parallelen zum Markt Rohr, die gekonnt in die Dialoge umgesetzt wurden. Foto: Priller
Die Theatergruppe der Q11 unterhielt mit „A gescheits Kind“ von Toni Lauerer und einer humoristischen Stadtführung. Eindeutig hochbegabt ist der Bub im Bild. Die „Stadtführung“ aus der Feder der Schüler hatte Parallelen zum Markt Rohr, die gekonnt in die Dialoge umgesetzt wurden. Foto: Priller

Bei den Chören werden die teils sehr aufwendigen Choreographien während der Freizeit erarbeitet. „Ich teile meine Sängerinnen und Sänger in Teams ein.“, erklärte die Leiterin des gemischten Chors Angelika Rohrmeier. Jede Gruppe ist dann für die Gestaltung einer Darbietung verantwortlich. Das Ergebnis liess sich bei einem Medley aus Elton Johns Musical „Aida“ durchaus hören und sehen. Begleitet wurde der große Chor hier von der Schulband. Die rockten im Anschluss das Publikum mit aktuellen Pop-Songs.

Zum Tanz forderte der gemischte Chor die Zuschauer bei „The Time Warp“ aus der Rocky Horror Picture Show auf. „Macht doch einfach alle mit - es ist ganz einfach.“, sagte Solistin Hannah Richter (Q11). Die Freude an der extravaganten Musik sprang auch auf das begeisterte Publikum über, den so schwungvoll dargestellten „Zeitsprung“ selbst wagten aber nur wenige.

Swing mit Präzision

Die Swinging Pipes, die ihrem Namen alle Ehre machten, brachten die Zuschauer zu fortgeschrittener Stunde zum Swingen und Grooven. Die rhythmusstarken Stücke „Viva la vida“ und „Uptown Funk“ spielten sie sehr gekonnt mit der für guten Swing nötigen Präzision. Auch als Begleitung des Mädchenchores zeigte die Big Band ihre musikalische Stärke.

Simon Loibl (l.) wollte „Skyfall“ von Adele ursprünglich zu Zweit aufführen. Dann begeisterte er sechs Sängerinnen und 14 Musiker für seine Idee. Unterstützung für die Proben bekam er vom Abiturienten Stefan Dobmeier (r.). Während der Ensemblefahrt wurde fleißig zusätzlich geprobt - mit tollem Erfolg! Foto: Priller
Simon Loibl (l.) wollte „Skyfall“ von Adele ursprünglich zu Zweit aufführen. Dann begeisterte er sechs Sängerinnen und 14 Musiker für seine Idee. Unterstützung für die Proben bekam er vom Abiturienten Stefan Dobmeier (r.). Während der Ensemblefahrt wurde fleißig zusätzlich geprobt - mit tollem Erfolg! Foto: Priller

Die sangesstarken Mächchen begeisterten unter Leitung von Yeon Sook bei „Wanna be“ mit einer ausgefeilten Choreographie . Da zeigten die flotten Girls, dass sie nicht nur singen, sondern auch tanzen können. Mit der „Moonlight Serenade“ von Glenn Miller verführten sie bei inzwischen dunkler Nacht zum Träumen. Auch das Wetter spielte wunderbar mit. Viele ehemalige Schüler und Lehrer hatten die Gelegenheit genutzt, ihre alte Wirkungsstätte mal wieder zu besuchen. „Das Sommerkonzert ist wirklich immer ein richtiger Höhepunkt.“, war die einhellige Meinung.

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